Müssen Aufstocker eine Steuererklärung machen?

4 Antworten

Das Finanzamt kann ohne Erklärung Umsatzsteuer und Einkommensteuerschuld nicht bestimmen.

Es weiß also nicht ob Freibeträge überschritten sind, wenn keine abgegeben wird.

Ferner muss für das Jobcenter am Anfang des Bewilligungszeitraums die Anlage EKS mit den geschätzten Umsätzen und Gewinnen ausgefüllt werden.

Hier sollte man den Gewinn konservativ schätzen (maximal 100,- € p.M.), da man sonst, wenn es schlecht läuft mit sehr wenig Kohle dasteht.

Nach Abschluss des Bewilligungszeitraums ist die Anlage EKS erneut auszufüllen, nun mit den tatsächlichen belegbaren Werten. Dies führt dann zu einer Rückforderung seitens des Jobcenters oder einer Nachzahlung.

An der generellen Buchführungspflicht ändert sich also nichts.

Transferleistungen nach SGB II und XII sind steuerfrei.

nur wenn du ein gewerbe hast, MUSST du regelmäßige steuererklärungen abgeben. wenn dein einkommen aus solchen freiberuflichen tätigkeiten regelmäßig unter den freigrenzen liegt, kannst du mit dem finanzamt vereinbaren, dass du solange keine abgeben brauchst, wie sich diese situation nicht verändert.

ggf. kann das finanzamt dann doch mal nachfragen, um das zu prüfen.

Wo steht das denn ????

@Petz1900

das steht nirgends, sondern ist ein pragmatisches verfahren, bei dem beide seiten profitieren. wozu das finanzamt mit steuererklärungen belasten, die viel arbeit machen, aber bei denen immer nur eine null herauskommt?

@noname68

Es gibt keine pragmatische Verfahren. Das Finanzamt hat das zu machen was im Gesetz steht. Und da steht nichts von pragmatischen Verfahren.
Und wenn man gewerbliche Einkünfte unter 8.000 € hat kommt doch auch Null raus, wo ist das pragmatisch ????

Hat man keine lohnsteuerpflichtigen Einkünfte muss man eine Einkommensteuererklärung nur abgeben, wenn der Gesamtbetrag der Einkünfte über den Grundfreibetrag liegt, also ca 8.500 €, bei Verheirateten das Doppelte.
Steht in § 56 EStDV.

Ja - klar musst du das.

Sofern das nicht über eine Lohnabrechnung geht, liegt außerdem widerlegbar eine gewerbliche Tätigkeit vor. 

Du kannst das natürlich nicht angeben - aber je komplexer der Sachverhalt, desto "komplexer" dürfte auch die Strafe ausfallen, wenn das ausfliegt.

Wo steht das denn ????
Die Antwort ist leider nicht richtig.

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