MPU nach TF auf Fahrrad: Abstinenznachweis?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo bullrot

da du schon einmal mit Drogen zu tun hattest, und das sogar in deiner Akte steht, wirst du evtl sogar die doppelte Fragestellung bekommen.

Drogen und Alkohol

in deinem Fall sind auf jeden Fall Abstinenznachweise Pflicht, egal ob es deine erste Auffälligkeit war, der Gutachter geht bei dir von Suchtverlagerung aus.

Nun, ich schreibe Dir mal, was der GA von Dir erwartet:

  • Der Proband hat sein Fehlverhalten akzeptiert und beschönigt nichts

  • Der Proband hat die Ursachen für sein Fehlverhalten analysiert und dabei nicht nur die äusseren Motive (Druck, Fehleinschätzungen) sondern auch die inneren Motive (Dinge wie Akzeptanzsucht, Geltungsbedürfnis, Unsicherheit) analysiert

  • Der Proband hat aus dieser Analyse Vermeidungsstrategien entwickelt, wie er zukünftig bei entsprechenden Lagen reagiert und vermeiden kann, sich wieder fehl zu verhalten

  • Der Proband hat diese Vermeidungsstrategien eingeübt und über eine gewisse Zeit stabil gelebt

Du musst:

Dein Trinkverhalten in der Vergangenheit erklären können, insbesondere musst Du erklären können, mit welchen Getränken Du die 1,81 Promille erreicht hast, und Du musst erklären können, wie es zu dieser hohen Trinkfestigkeit gekommen ist.

  • Du musst die inneren und äußeren Motive für Dein Trinkverhalten aufarbeiten

  • Du musst angeben, warum Du in Zukunft (also die nächsten 80 Jahre Deines Lebens) abstinent bleiben willst

  • Du musst Strategien für den Fall benennen können, dass Du wieder in Versuchung kommst, Alkohol zu trinken, und Du musst Strategien entwickeln, wie Du Dich im Falle eines Rückfalles verhältst.

solltest du die doppelte Fragestellung bekommen sind 12 Monate Abstinenznachweise Pflicht!!!!!

Also die Cannabisgeschichte war Anfang letzten Jahres, habe auch keine Anzeige o.ä. dafür bekommen. Die Polizei hat das halt nur vermerkt.

In Sachen Abstinenz: Meine MPU- Trainerin hat empfohlen, nicht direkt auf vollkommene Abstinenz zu plädieren, da das in meinem jungen Alter unwahrscheinlicher ist. Stattdessen haben wir uns für die Strategie des kontrollierten Trinkens entscheiden, was auch in meinem Interesse liegt.

@bullrot9

In der Anordnung zur MPU ist die Drogengeschichte auch mit keinem Wort erwähnt, es geht darin nur um die TF von Dezember...

@bullrot9

da das in meinem jungen Alter unwahrscheinlicher ist.

das höre ich fast jeden Tag, ist aber Blödsinn:-)

warum sollte das der Gutachter denn nicht glauben?

es hören auch sehr viele Jugendliche auf zu rauchen, ist das dann auch unwahrscheinlich?

aber Okay, ist ja deine Sache, und KT ist ja auch eine Möglichkeit.

diese Möglichkeit des KT ist aber nur gegeben wenn du keine doppelte Fragestellung bekommst!!

bei einer doppelten Fragestellung wären Abstinenznachweise PFLICHT!!

deine MPU-Trainerin (was soll denn das übrigens sein? Meinst du jetzt eine Verkehrspsychologin?) soll sich mal die Begutachtungsleitlinien der MPU noch einmal durchlesen, nur ein kleiner Tipp von mir

zu spät gelesen:

In der Anordnung zur MPU ist die Drogengeschichte auch mit keinem Wort erwähnt, es geht darin nur um die TF von Dezember...

wie genau heißt die Fragestellung?

sie fängt in etwa so an:

"Ist zu erwarten...."

@ginatilan

Ja sie ist eine Verkehrspsychologin... Die Fragestellung lautet wie folgt: "Ist zu erwarten, dass der zu Untersuchende auch nochmals ein Fahrzeug unter Alkoholeinfluss führen wird und/oder liegen psychofunktionale oder andere alkoholassoziierte Beeinträchtigungen vor, die das sichere Führen eines Kraftfahrzeugs in Frage stellen?"

@bullrot9

Okay, dann kannst du KT bei der MPU angeben, ist keine doppelte Fragestellung

@bullrot9

nichts zu danken

@ginatilan

danke für den Stern

Wenn du mit Cannabis erwischt wurdest, egal ob dies im Straßenverkehr war oder nicht, wird dies vermerkt. Die zuständige Behörde hat ein Ermessensspielraum, da du aber mehreren Verstössen innerhalb eines Zeitraumes (bei dir Cannabis und Trunkenheit) hattest, würde ich mich über diese Nachfrage nicht wundern.... 1,81 Promille ist ja auch nicht zu unterschätzen. Denn nach § 316 StGB kannst du auch mit dem Fahrrad strafrechtlich verfolgt werden, da du einen so hohen Wert hattest ist das Gutachten bei der MPU pflicht. (gehört quasi zusammen). Vom Ergebnis dieses Fahreignungsgutachtens hängt es dann ab, ob der Führerschein entzogen wird oder nicht.

Hallo bullrot,

du erhälst ja schon eine MPU-Vorbereitung. Trotzdem möchte ich dich noch einmal darauf hinweisen, dass auch bei einer KT-Angabe ein Verhaltensänderungszeitraum von mind. 6 Monaten von dir erwartet wird......also solltest du den MPU-Termin so spät wie möglich ansetzen und das KT auch ausreichend genug erlernt und verinnerlicht haben.

Kommst du denn klar damit? Ich meine damit, schaffst du es denn, nur etwa einmal im Monat etwa 2-3 kleine Bier zu trinken und dann wieder aufzuhören?

Gruß Nancy

Ja komme ich bin ja nicht abhängig... trinke seit ich den Bescheid bekommen habe beispielsweise gar keinen Alkohol...

@bullrot9

Das hat nichts mit abhängig sein zu tun. Viele Menschen nehmen sich vor, nur so und so viel zu trinken und dann wird es doch mehr, weil sie z.B. zu einer Runde eingeladen werden.....

Wichtig ist bei KT halt, dass man sich an die selbst gesteckten Ziele halten kann. Dabei ist es auch nicht erforderlich, dass du komplett auf den Alk. verzichtest...denn so lernst du ja den kontrollierten Umgang mit dem Alk. nicht.

@nancycotten

Achso... Sorry falsch verstanden! Das sollte aber auch kein Problem sein... Momentan ist bei mir beispielsweise ein großes Fest (wo es quasi um Bier trinken geht), auch jetzt wiederstehe ich, mit meinen Freunden dort zu feiern und das ein oder andere Maß zu trinken... Für mich fühlt sich das wie der ultimative Test an, da ich sonst nie auf Alkohol bei so einem großen "Event" verzichtet habe...

MPU wegen 2 Gramm Cannabis, ZU FUß?

Guten Tag.

Ich wurde vor über einem Jahr zu Fuß mit einer kleinen Menge von 0,7 Gramm Cannabis erwischt. Ich war zu der Zeit fast mit dem theoretischen Teil meines Führerscheins so gut wie fertig. Da ich einige Monate davor bereits mit 2 Gramm (auch zu Fuß) aufgegabelt wurde und keine Information über den Erwerb tätigte, drohten mir die Polizisten, das ganze an die Verkehrsbehörde weiterzuleiten. Da ich wieder keine Angaben machte, wurde mir nach 4 Stunden Zelle und einer ausgiebiger Leibesvisitation mitgeteilt, dass die Verkehrsbehörde informiert sei. Nach zwei Wochen kam dann ein Brief von der Behörde, der mich zu einem Haar- und Urin-Test aufforderte. Da Cannabis im Haar nachweisbar ist bis es rausgewachsen ist, entschied ich mich dazu den Antrag auf Fahrerlaubnis zurück zu ziehen um einen teuren MPU-Test zu vermeiden. Da nun nach 7 Monaten meine Haare sowie mein Urin sauber seien müssten, meldete ich mich wieder beim Führerschein an. Heute fragte ich dann allerdings persönlich bei der Verkehrsbehörde nach, welche mir mitteilte, dass ich sowieso einen MPU machen müsse und dies schon feststand. Jetzt werfen sich viele Fragen auf für mich. Warum wurde mir dies in dem ersten Brief nicht mitgeteilt? Aus Geld und Zeitgründen. Ich als Abiturient habe leider keine 2000 Euro locker und es eilt mit dem Schein, da ich ins Ausland will. Wie kann es sein, dass mein Führerschein betroffen ist, wenn ich beide Male zu Fuß unterwegs war und vor allem, wenn ich noch nicht einmal den Führerschein habe? Und vor allem: Lohnt es sich nicht eher dieses Geld in einen guten Anwalt zu investieren, falls es realistisch ist, dass ich den Prozess gewinne? Ich finde es eine Schweinerei bei zwei so kleinen Mengen einen Jugendlichen finanziell so zu belasten. Sind das die "erzieherischen Konsequenzen", von denen die Polizei immer redet? Ein Drogentest für ca 600 Euro wäre schon genug gewesen, aber ein MPU ist meines erachtens Maßlos übertrieben.

Vielen Dank im Voraus!

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