Monatliches Gehalt und Abgaben ermitteln als Freiberufler...

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du kannst dir als Freiberufler nicht selbst ein Gehalt zahlen. Steuerpflichtig sind deine Gewinne am Jahresende. Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung bei Beginn der Selbstständigkeit werden zunächst ausgehend vom unterstellten Mindesteinkommen in Höhe von 1916,25€ mtl. berechnet und betragen rd. 320,--€ mtl. Bei Nachweis der tatsächlichen Einkünfte (Gewinne) betragen die Versicherungsbeiträge jedoch höchstens von der Beitragsbemessungsgrenze von 3712,50€ = rd. 640,--€. Dafür müßte der jährliche Gewinn bereits bei rd. 45000€ liegen.

Eine Arbeitslosenversicherung kann ein Freiberufler nur auf Antrag bei der Agentur für Arbeit freiwillig abschließen. Die Beiträge entsprechen mW nicht denen eines Angestellten und schon gar nicht denen der Summe des AN+AG-Anteils.

Auch in die gesetzliche Rentenversicherung zahlst du als Freiberufler wenn überhaupt nur freiwillig ein und nicht in der bezifferten Höhe. Der monatliche Mindestbeitrag beträgt 79,60€.

Nicht nur am Anfang solltest du dir einen vernünftigen Steuerberater zur Seite holen.

Vielen Dank schonmal für die nützlichen Informationen! Aber wie verhält es sich mit der Rentenversicherung genau? Als Dozent (Freiberufler) habe ich gelesen, dass es PFLICHT sei, in die gesetzliche Rentenversicherung einzubezahlen. Ich habe aber auch von der Möglichkeit gehört, sich von dieser Pflicht zu befreien und statt dessen in eine private Altersvorsorge einzubezahlen, damit sich die gesetzliche Rentenversicherung erledigt hat!

Danke im Voraus

Wenn Du es gut machen willst, ermittele doch Deinen Privatbedarf mit allen Eventualitäten und bilde daraus Deinen Gehalt bzw. Deine Privatentnahme.

Ich hatte seinerzeit Buchhaltung geführt und diese Kosten auf dem Personalkonto ins Haben gesetzt. Wenn dann die Einnahmen im Soll das Haben hergeben ist das gut. Ansonsten muss man halt bei den Peronalkosten Abstriche machen.

AUf eine PKV würde ich absolut verzichten, die mittelfristigen Vorteile sind nicht vergleichbar mit den Dafür dann anfallenden Kosten, wenn die Einnahmen nicht mehr entsprechend fliessen. Kurz-mittelfristig ist eine PKV ein sog. Statussymbol, im Alter ggf. nicht mehr bezahlbar. Zudem dürfte sich das Thema PKV oder GKV in den nächsten 10 Jahren von selbst erledigt haben.

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