Muss ich oder mein jetziger Mann , für meinem Sohn Unterhalt bezahlen?

5 Antworten

Grundsätzlich müssen beide Elternteile für den Unterhalt aufkommen - dazu wird der Unterhaltsbetrag anteilmäßig anhand der bereinigten Nettoeinkommen der jeweiligen Elternteile aufgeteilt.

Es gibt aber noch einen Selbstbehalt - d. h. Du wirst nichts zahlen brauchen.

Das Einkommen Deines neuen Ehemannes bleibt unberücksichtigt - er ist ja dem Kind gegenüber nicht unterhaltsverpflichtet.

der ehemann ist aber seiner ehefrau unterhaltspflichtig.

Danke 👍🤗

Erstmal muss dein Sohn sich selber darum kümmern Unterhalt zu bekommen.

Je nachdem was dein Mann verdient , kann es sein, dass er an dich als Ehegatte Unterhalt zahlen muss und du dann eben davon dann an deinen Sohn Unterhalt zahlen musst.

Von daher kann man deinem Sohn nur raten das alles über einen Anwalt laufen zu lassen. Dann ist das alle rechtlich abgesichert.

Dein Mann ist nicht unterhaltspflichtig. Für deinen Sohn. Aber für dich. In wie fern du daraus mit deinem Minijob noch unterhaltspflichtig bist, kann ich nicht sagen. Das kommt auch auf das Einkommen deines Mannes an. Aber viel wirst du nicht zahlen müssen, wenn überhaupt.

Dein Sohn hat bereits einen BAföG Antrag gestellt? Das hat nämlich Vorrang vor den Unterhaltsleistungen durch die Eltern.

Dein Ex kann auf gar nichts "bestehen". Denn dein Sohn ist volljährig und muss seine Ansprüche selbst geltend machen. Da er kein privilegiertes Kind mehr ist als Student und nicht mehr Zuhause wohnt, sind die Eltern auch nicht mehr gesteigert erwerbsobliegend. Das bedeutet: arbeitest du nicht und / oder hast du nicht genug Einkommen um dich am Unterhalt zu beteiligen, dann hat dein Sohn "Pech" gehabt. Dein Selbstbehalt liegt bei 1300,- Euro.

Aber da es genau dafür ja auch BaföG gibt und die Rechtssprechung ganz klar sagt, dass BAföG vorrangig zu beantragen ist, kannst du deinen Sohn auch erstmal darauf verweisen.

Deinem Ex bist du in keinster Weise Rechenschaft schuldig und er kann seine Wünsche gerne Jemanden erzählen, den das auch nur ansatzweise interessiert!

Mit eigener Wohnung hat dein Sohn einen Anspruch auf 735,- Euro inkl. Kindergeld.

Das Einkommen des Stiefvaters ist nur insoweit relevant, als dass du einen höheren Freibetrag hättest, wenn er wenig verdient. Mit dem studierenden Sohn hat er jedoch nichts zu tun. Was anderes wäre es, wenn das Kind als privilegiert gelten würde (unter 21, Schüler, wohnt Zuhause und ist nicht verheiratet). Da kann durchaus das sehr gute Einkommen des neuen Ehepartners von Bedeutung sein in Hinblick auf den "Familienunterhalt". Die anders lautenden Aussagen zu deiner Frage sind also komplett falsch! In diesem Fall ist das Einkommen des Stiefvaters ohne jede Bedeutung und erhöht auf keinen Fall dein "Einkommen"!

BAföG muss das Kind vorrangig in Anspruch nehmen; auch wenn es nur als BAföG-Darlehengewährt wird (BGH, Urteil vom 19.06.1985 -IVb ZR 30/84). Unterlässt das Kind die Inanspruchnahme von BAföG, führt dies zur Zurechnung von > fiktiven Einkünften in Höhe des möglichen BAföG-Anspruchs (vgl. OLG Schleswig-Holstein, Urteil vom 24.08.2005 - 15 UF 75/05). Erhält der Student ein Stipendium, auch dieses als Einkommen des Unterhaltsbedürftigen auf den > Unterhaltsbedarf anzurechnen.

https://www.familienrecht-allgaeu.de/de/bafoeg.html

Wenn dein Sohn also einen BAföG Antrag gestellt hat und dieser ergibt, dass das Einkommen des Vaters hoch ist und deswegen BAföG nicht oder nicht voll gewährt wird, dann wird dein Ex zur Zahlung herangezogen. Zahlt er nicht oder nicht was er müsste, dann könnte dein Sohn z.B. einen Antrag auf Vorausleistung stellen. Dann "ärgert" sich das BAföG Amt mit dem Ex rum und nicht dein Sohn.

https://www.xn--bafg-7qa.de/de/-36-vorausleistung-von-ausbildungsfoerderung-263.php

der Auszubildende glaubhaft macht, dass seine Eltern den Bedarf nach den §§ 12 bis 14b nicht leisten, und die Eltern entgegen § 47 Abs. 4 die für die Anrechnung ihres Einkommens erforderlichen Auskünfte nicht erteilen oder Urkunden nicht vorlegen und darum ihr Einkommen nicht angerechnet werden kann, und wenn...

Lieben Dank...ich werde morgen mit meinem Sohn reden 😊🤗

@Babilon71

Mache das und lasse dich vom Ex nicht mehr "ärgern" mit seinen Aussagen :-). Das Kindergeld bekommt dein Sohn? Er soll einen Abzweigungsantrag ansonsten stellen. Der Vorteil: bricht er das Studium ab und sagt es euch nicht, dann fordert die Kindergeldkasse das Geld von ihm zurück und nicht von dem Antragsteller (Vater oder Mutter). Aber nicht einfach seine Kontonummer angeben, sondern wirklich abzweigen lassen!

https://www.kindergeld.org/abzweigungsantrag-kindergeld.html

Hallöchen .. mein Sohn ist 21 Jahre alt Studiert.. er ist vor Monaten ausgezogen.. mein ex besteht drauf das ich auch für mein Sohn Unterhalt bezahlen soll ...

Die Vorstellung darf Dein Ex sprich der Vater Eures gemeinsamen Sohnes gerne haben, allerdings wird er damit nicht durchkommen.

Zwar sind Eltern gegenüber ihrem volljährigen Kind im Rahmen einer Erstausbildung gemeinschaftlich zum Unterhalt verpflichtet - aber halt jedes Elternteil entsprechend der Wirtschaftlichem Möglichkeiten. Allerdings unterliegen Eltern(teile) bei einem 21-jährigen Studierenden / Auszubildenden nicht mehr der erhöhten Erwerbsobliegenheit und somit können weder Vater noch Sohn einen Höheren Unterhaltsanspruch Dir gegenüber geltend machen .

https://www.anwalt.de/rechtstipps/familienrecht-was-bedeutet-gesteigerte-erwerbsobliegenheit-im-unterhaltsrecht_056174.html

Wichtig: Die gesteigerte Erwerbsobliegenheit besteht nur in Bezug auf die Unterhaltsverpflichtung gegenüber Minderjährigen bzw. privilegierten minderjährigen Kindern.

Definition - privilegierte Kinder im Unterhaltsrecht :

https://www.unterhalt.net/blog/unterhaltsrecht/privilegierte-volljaehrige-kinder.html

Voraussetzung der Privilegierung volljähriger Kinder

Dies ist dann der Fall, wenn das volljährige Kind:

  1. das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet hat 
  2. unverheiratet ist
  3. im Elternhaus/ bei einem Elternteil wohnt
  4. sich in allgemeiner Schulausbildung befindet

Es müssen alle 4 Bedingungen erfüllt sein!

Ergo - Priviligierung entfält !!!!

Und Dein jetztiger Mann / Stiefvater Deines Sohnes hat mit der Unterhaltspflicht gar nichts zu zun.

Mithin ist - da Du nicht Leistungsfähig bist - für den Unterhaltsanspruch nur der Kindesvater heranzuziehen und für den Differenzbetrag muss Junior halt Bafög zu beabtragen ( Hinsichtlich der anrechenbaren elterlichen Unterhaltszahlungen bedeutet dies, das Junior mindestens 744 Euro - was für für Studierenden - ob erhöhter Bafögsätze - letztendlicher wirtschaftlich lukrativer sein dürfte. Ansonsten können Studierende bis zu 450 Euro bafögunschädlich hinzuververdienen.

Danke 👍🤗

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