Mit wie hohen Krankenversicherungsbeiträgen muss ich rechnen, wenn ALG 1 ausgelaufen ist?

6 Antworten

Die Antworten sind z.T. leider nicht korrekt. Richtig ist die "Expertenantwort"!

Nach Ausscheiden aus der Versicherungspflicht aufgrund von ALG I - Bezug kannst du dich freiwillig weiter versichern - ohne Einkommen mit einem Beitrag von ca. 170 € (je nach KK kleine Unterschiede). Tust du dies nicht, greift die obligatorische Anschlussversicherung mit den gleichen Einstufungskriterien.

Für deine Frau und Kind besteht die kostenlose Familienversicherung. Die zahlen also nichts.

Sich mit Krankschreiben bis zur Rente zu retten würde ich nicht empfehlen, denn natürlich prüft die KK die Rechtmäßigkeit einer Arbeitsunfähigkeit - gerade bei beendetem Leistungsbezug. Du kannst also nicht damit rechnen, 78 Wochen lang Krankengeld zu bekommen, wenn du nicht tatsächlich ernsthaft krank bist. 

Am besten wäre eine Beschäftigung oberhalb der Minijobgrenze (Arbeitsentgelt über 450 €), denn dann bist du in allen Zweigen versicherungspflichtig und die Beiträge werden vom Arbeitgeber abgeführt. Die Familie ist dann ebenfalls kostenlos mit versichert. Das klappt natürlich auch, wenn nicht du, sondern deine Frau eine mehr als geringfügige Beschäftigung aufnimmt.

14% (plus Zusatzbeitrag) des Einkommens (nicht Vermögens), jedoch mind. 14% (plus Zusatzbeitrag) von 1.015€ für die Krankenversicherung. Pro Person.

Dazu kommen 2,55% auf die genannten Werte für die Pflegeversicherung pro Person. 

Also ca. 180€ pro Person. 

Ideal wäre natürlich wenn deine Frau (oder natürlich du) eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung findet, dann ist der Rest der Familie beitragsfrei Familienversichert. 

Also ca. 180€ pro Person

Bei 1,1% Zusatzbeitrag und wenn kein höheres Einkommen als 1.015€ vorhanden ist. 

verstehe ich das richtig, ich müsste also Monat für Monat ca. 540€ Krankenversicherung bezahlen, obwohl ich kein Einkommen habe?

@Obduzent

Wenn ihr zu dritt freiwillige Mitglieder einer GKV seid, dann ja. 

Ihr könnt euch nach einer Krankenkasse mit geringerem Zusatzbeitrag umsehen aber das ist natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Bei 0,5% Zusatzbeitrag sind es in Summe immer noch ~520€.

@NamenSindSchwer

Moment ich hab grad totalen Knoten im Gehirn und muss erst mal meine Gedanken ordnen. 

@NamenSindSchwer

soll das heißen, dass ich für meinen minderjährigen Sohn, der noch Schüler ist auch ca. 180€ bezahlen muss?

@Obduzent

Nein, für den besteht Anspruch auf Familienversicherung.

Was macht die Frau?

@kevin1905

Meine Frau ist aufgrund von umfangreichen Bandscheibenproblemen aktuell nicht arbeitsfähig.

@Obduzent

Aber gesetzlich versichert? Also fällt für sein Beitrag an.

@kevin1905

Meine Frau ist seit Jahren über mich mit krankenversichert da sie nicht arbeitet. Also im Rahmen der Familienversicherung.

Das ist schlimm.

Lass Dich in Deiner Krankenkasse beraten. Da kann man Dir genauesten Auskunft geben.

Lass dich Krankschreiben, beantrage eine Reha, sowas! Depressionen, Rücken, Arthrose, das geht im Alter immer!

Und das hilft inwiefern?

Das man nach 6 Wochen Krankengeld bekommt, was man 1,5 Jahre beziehen kann, dadurch auch wieder Alg1 Anspruch sammelt, weiter in die Rentenkasse einzahlt, sogar evt die Möglichkeit zur Erwerbsminderungsrente bekommt.....

@Paulina42

Du denkst nicht, dass die Kasse das gegenprüfen lässt bevor sie einfach mal 1,5 Jahre Krankengeld auszahlt?

Doch! Die Kasse prüft das! Aber meist hat man mit Ü60 doch ja tatsächlich irgendwas. Und außerdem wird das in dem Alter nicht mehr soooooo genau überprüft.  Es ist zumindestens ein Versuch wert. Wenn es nicht klappt, ok!

Bei 1,1% Zusatzbeitrag 179,15 € p.M.

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