Mit Rollstuhl im öffentlichen Nahverkehr-Bus...Erfahrungen/Gesetze gesucht

5 Antworten

Der vorgesehene Platz im Bus (meist der Mitteleinstieg) muss vom Fahrpersonal von Fahrgästen "freigemacht" werden. Allerdings haben bereits im Bus befindliche Personen mit Rollstuhl oder ein Kinderwagen Vorrang und dein Mann muss den nächsten Bus (ohne Rollstuhl oder Kinderwagen) abwarten. Befindet sich auf dem vorgesehenen Platz (oft mit + ausgeschildert) für Rollstühle oder Kinderwagen nur Personen (ohne Behinderung), ist der Busfahrer verpflichtet, deinem Mann den erforderlichen Platz freizumachen.

Ein paar Vorschriften aus der Verordnung über die Allgemeinen

Beförderungsbedingungen für den Straßenbahn- und Obusverkehr sowie den Linienverkehr mit Kraftfahrzeugen:

§ 3 (2) Fahrgästen ist insbesondere untersagt,

5. ein als besetzt bezeichnetes Fahrzeug zu betreten

§ 5 (2) Das Betriebspersonal ist berechtigt, Fahrgästen Plätze zuzuweisen; Anspruch auf einen Sitzplatz besteht nicht. Sitzplätze sind für Schwerbehinderte, in der Gehfähigkeit Beeinträchtigte, ältere oder gebrechliche Personen, werdende Mütter und für Fahrgäste mit kleinen Kindern freizugeben.

Wenn ich diese Vorschriften zusammen lese, könnte der Busfahrer das Fahrzeug für "besetzt" bezeichnen und man darf gar nicht erst hinein. Ansonsten kann das Betriebspersonal Plätze zuweisen, womöglich kann man das auf den Rollstuhlplatz ummünzen, allerdings gibt es an dieser Stelle keinen Vorrang von Rollstuhlfahrern vor Kinderwägen.

Zunächst empfehle ich, dass man immer möglichst "dominant" auftritt. Wenn man also in den Bus möchte, laut sagen, dass man bitte Platz schaffen soll. Dann auch den Busfahrern bitten zu helfen. Alles immer höflich aber bestimmt.

Und falls man tatsächlich nicht mitgenommen wird, auf jeden Fall eine Beschwerde bei dem Busunternehmen einreichen.

In hamburg muss ein kinderwagen für einen rolli aussteigen, Im bus gibt es rolli plätze, keine kinderwagenplätze. . hab mich deswegen aber auch schon mit diversen leuten in den haaren gehabt. Man braucht starke nerven und muss etwas abgebrüht sein. Im notfall standen wir halt mal in der tür. Da machen die bahn und busfahrer dann ganz schnell was, da sie ja nicht verzögert abfahren wollen. Oder man droht mit der leitstelle. Auch effektiv.

nach MEINER erfahrung(ich bin e-rollifahrer) gibt es bei geeigneten bussen KAUM probleme: wie auch als fußgänger muß man sich eben mit den gegenheiten einfach arrangieren, also bei größerem andrang an geräten(rollis,rollatoren, kinderwagen) muß man halt mal etwas flexibel sein und nach ansage oder durch hilfe anderer etwas herumrangieren, dass so viele leute (apparate) wie möglich, halbwegs sicher stehen können. in den verkehrsmitteln des schienenverkehrs (bundesbahn oder private bahngesellschaften) ist es oft so, dass die züge eine faltbare rampe an bord haben, die bei bedarf angelegt werden kann. für die fernstrecken ruft man die "mobilitätszentrale" der DB an und teilt denen mit, wann man von wo nach wo fahren möchte. dann steht rechtzeitig ein db-mitarbeiter mit einer mobilen großen rampe bereit und hilft beim ein-aus-und umsteigen.


Also ich denke gegen einen Kinderwagen werdet ihr nichts unternehmen können. Ansonsten habe ich als Betreuer nie lange gewartet Platz war immer irgendwie. Der Busfahrer senkt den Bus ab und gegebenenfalls kommt eine Rampe zum Einsatz genauso in der ubahn und sbahn. Als Rollstuhlfahrer habt ihr aber auch Recht auf einen Krankentransport bei wichtigen Fahrten. Für den Rest gibt es glaube ich kein gesetzt aber da lege ich mich nicht fest.

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