Mit Kleingewerbe Steuern von über 200 € nachzahlen?!?!

9 Antworten

doch man muss nachzahlen, weil das mit dem kleingewerbe so nichts zu tun hat. bei der steuererklärung, wird das gesamt einkommen angesetzt, demnach hast du dann im verhältnis zu deinen einnahmen zu weinig steuer gezahlt....müsste aber im bescheid nachvollziehbar sein.

Der Gewinn (Einnahmen-Ausgaben) kommt zu den sonstigen Einkünften. Da gibt es bei der Einkommensteuer keine Untergrenze.

Dass ein Arbeitnehemer dann für sein nebenher betriebenes Gewerbe ca. 30% EkSt zahlt, wäre nicht ungewöhnlich (Stichwort "Grenzsteuersatz"). Aber besser Geld verdienen und Steuern zahlen, als nix verdienen.

Die vielzitierte "Kleinunternehmerregelung" gilt nur für die Umsatzsteuer.

Lesestoff: www.klicktipps.de/gewerbe.php

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"bonusfrage / diese identifikationsnummer / rechnungen" Du meinst hier möglicherweise die persönliche Steuernummer. Die hat nix mit dem Gewerbe zu tun.

Anders die internationale Umsatzsteuer-ID, aber die ist bei der Kleinunternehmerregelung nicht nötig.

Die in den letzten Jahren verteilte persönliche Steuernummer kommt nicht in die Rechnungen, sondern die Steuernummer, die das FA bei der Gewerbeanmeldung verteilt hat (bzw. = Steuernummer aus dem letzten Steuerbescheid.)

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Wer eine internationale Umsatzsteuer-ID hat schreibt diese statt der "normalen" Steuernummer in die Rechnungen. Die Umsatzsteuer-ID muss dann auch ins Impressum der Homepage.

Nicht ganz. Die persönliche Steuernummer ist was ganz anderes. Hat jeder bekommen und hat nichts mit der Wirtschafts-Id zu tun.

@ferndiagnose

@ferndiagnose:

genau das meinte ich .

mir ist das ehrlich gesagt alles zu wirr und kompliziert. überhaupt nicht meine baustelle. der grund der frage war: ich kenne diverse studenten, die sich was nebenher verdienen und das dann über diese (welche jetzt auch immer) identifikationsnr. abgerechnet haben. und scheinbar mussten die nie was zurückzahlen.

@moerl

a) von welcher der möglichen Nummern ist denn jetzt genau die Rede?

b) Wer sonst keine Einkünfte hat, kann bis zu ca 8000€ ("Grundfreibetrag") verdienen, bevor die Steuer beginnt.

Wer einen Hauptjob hat, ist aber über den GrundFr. längst raus. Jeder zusätzlich verdiente € wird entsprechend der Steuerprogression besteuert.

"mir ist das ehrlich gesagt alles zu wirr und kompliziert"

Musst Dich aber mit den Grundlagen vertraut machen, wenn Du ein Gewerbe betreibst. Ist in dem o. a. Link möglichst verständlich erklärt.

Zur Bonusfrage:

Es gibt für Gewerbetreibende inzwischen zwei unterschiedliche Identitikations-Nummern. In der Vergangenheit gab es nur die Ust-Id. DE:xxxxxxxxx, die jeder Umsatzsteuerpflichtige (z.B. auf seinen Rechnungen) angeben musste. Die Ust-Id. wird auch im innergemeinschaftlichen Warenverkehr benötig um dort mit Netto-Rechnung, also ohne Mehrwertsteuer, einkaufen zu können. Heute gibt es auch eine Wirtschafts-Identifikations-Nummer die auch einem Kleingewerbe zugewiesen wird. Die erstgenannte berechtigt zum Vorsteuerabzug, die andere ID dient lediglich der steuerlichen Erfassung.

"Heute gibt es auch eine Wirtschafts-Identifikations-Nummer "

Die ist geplant, aber noch nicht oder zumindest nicht an alle Unternehmern verteilt.

Ich kann mir nur vorstellen, dass dieses Einkommen zwar nicht versteuert werden muss, dennoch aber dem Progressionsvorbehalt unterliegt. Wie andere Einkommen und Lohnersatzleistungen auch.

progressionswas???

@moerl

Vorbehalt!
Das bedeutet, dass dieses Zusatzeinkommen zwar nicht direkt versteuert wird, zur Ermittlung des individuellen Steuersatzes aber dem anderen Einkommen zugeschlagen wird. Davon wird jetzt der neue Steuersatz abgelesen und das andere Einkommen mit diesem höheren Steuersatz veranlagt.

Natürlich musst du versteuern und auch Steuern zahlen! Es geht um dein Gesamteinkommen. Was hast du denn bei der Anmeldung des Kleingewerbes angegeben? Umsatzsteuerpflichtbefreit?

ob ich das direkt bei der anmeldung des kleingewerbes explizit mit angegeben habe, kann ich dir grade nicht sagen. allerdings hab ich meine rechnungen immer ohne umsatzsteuer ausgewiesen und auf den entsprechenden paragraphen verwiesen (19?).

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