Minusstunden und Festgehalt?

5 Antworten

Wenn Du ein GEHALT bekommst, spielt das doch eh keine Rolle.

Wenn Du LOHN erhältst, sieht das anders aus.

Ohne das jetzt vollkommen mit Gesetzestexten untermauern zu können: Du schuldest Deinem AG innerhalb Deines AV (Arbeitsvertrages) eine bestimmte Arbeitsleistung innerhalb einer bestimmten Zeit. Diese musst Du ihm zur Verfügung stellen - ob er sie nutzt, ist eine andere Sache.

Wenn Du jetzt also zu den im AV vorgeschriebenen Zeiten an Deinem Arbeitsplatz bist, Dein AG aber keine Arbeit für Dich hat und Dich nach Hause schickt, dann hast Du Deine Pflicht erfüllt und darfst bei vollem Lohn nach Hause gehen. Allerdings solltest Du dann auch in Bereitschaft bleiben, falls er Dich dann einige Stunden später anruft und Dich wieder auf der Arbeit sehen will.

Tipp: Gewerkschaft

Gewerkschaft gibt es nicht hier.

Aber danke für das mit dem Gehalt.

@Lilli90650

Du kannst aber in eine Gewerkschaft eintreten (ca. 2,5 % des Lohnes) und Dir solche Fragen rechtssicher beantworten lassen. Hilft dann auch extrem viel Geld zu sparen, sollte es zu einem Arbeitsgerichtsverfahren kommen.

@Aurelius2016

Es gibt in meiner Berufsgruppen KEINE Gewerkschaft. Das ist in der Physiotherapie so ein Grundproblem.

@Lilli90650

Es gibt keine Berufsgruppe, für die nicht eine Gewerkschaft zuständig wäre.

@Lilli90650

Ich wüsste nicht, warum nicht wenigstens Verdi da zuständig sein sollte. Aber war ja nur so ein Gedanke.

@Aurelius2016

Ist es nicht.

@Lilli90650

Gibt es?

Warum nennst Du sie denn nicht gleich?

Wenn Du ein GEHALT bekommst, spielt das doch eh keine Rolle.
Wenn Du LOHN erhältst, sieht das anders aus.

Diese Unterscheidung spielt für den Anspruch des Arbeitnehmers überhaupt keine Rolle.

Im Arbeitsvertrag hast Du Dich verpflichtet eine bestimmte Anzahl von Wochenstunden zu arbeiten. Dein AG hat sich verpflichtet, Dich so viele Stunden arbeiten zu lassen.

Wirst Du heim geschickt, weil nicht genug Arbeit da ist, befindet sich der Arbeitgeber nach Paragraf 615 BGB in Annahmeverzug. Er muss Dich jetzt so bezahlen als haettes Du gearbeitet. Minusstunden können nicht entstehen und es muss auch nicht nachgearbeitet werden.

Es ist das Betriebsrisiko des AG und nicht des AN

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Danke, der Paragraph war auch für mich gerade nicht uninteressant.

Wenn du z.B. einen Vertrag über 4 Stunden täglich hast, muss der Betrieb dich auch beschäftigen. (Das könnte aber auch bedeuten, dass du zu Reinigungsarbeiten herbeigezogen wirst)

Einfach nach Hause schicken darf man dich natürlich NICHT.

Auch bei flexiblen Arbeitsverhältnissen, hast du einen Anspruch auf mindestens 3 zusammenhängenden Stunden und musst 4 Tage vorher planmäßig eingesetzt werden

"Auf Abruf" müsstest du ebenfalls entlohnt werden.

Du bist gem.AV verpflichtet, Deine Arbeitsleistung anzubieten/abzuliefern.

Der AG ist gem. AV verpflichtet, Dir Arbeit zu geben. Es ist sein unternehmerisches Risiko, wenn er keine Arbeit hat.

PS: Wenn ansonsten ein gutes Klima/Arbeitsverhältnis herrscht, würde ich pers. mich darauf einlassen, in anderen Wochen/Monaten mehr zu leisten, um einige Stunden gut zu machen.

Viel Erfolg!

Wenn keine Arbeit kommt, sprich keine Patient kann ich auch nichts machen.

Und wenn Chef sagt. Erst X Uhr anfangen statt Y Uhr kann ich nichts dafür.

Natülich steht das im Arbeitsvertrag.

Da steht, wie deine Gleitzeit/Überstunden oder ansich Arbeitsstunden behandelt werden.

Meisst hast sowas wie ein Gleitzeitkonto, auf dem Über- und Minusstunden verrechnet werden.

Der Arbeitgeber hat sein Leute natürlich am liebsten dann da, wenn auch Arbeit da ist, aber frei schneutze kann er sich das nicht aussuchen, daher wird so etwas im Arbeitsvertrag geregelt.

Toll, dass Du ihren AV kennst und weißt, was drin steht und was geregelt ist! 😁😎

@alarm67

Ich kenne "ihren" nicht, aber ich weiss, dass die Arbeitszeit ein elementarer Bestandteil jedes Arbeitsvertrages ist. Völlig egal ob Tarif oder individual.

Steht nur Überstunden als Freizeit vergütet.

Mehr nicht.

@Lilli90650

Überstunden als Freizeit, bedeutet du bekommst sie nicht ausgezahlt, sondern kannst sie abfeiern, dann hast sowas wien zeitkonto im Hintergrund.

Das was du länger bleibst, kannst an anderen Tagen früher gehen.

Wenn nun wenig arbeit da ist KANNST du deine Stunden abfeiern.

Wenn dein Chef dich heimschicken will, aber dir deine Überstunden zu wertvoll sind, musst du auch nicht auf Gleitzeit gehen. Aber man kann es natürlich, bei einigen Betrieben ist das sogar überlebenswichtig, da Arbeit in schwüngen kommt.

@Uulzos

Gleitzeit klappt so nicht. Entweder es sind Patienten eingetragen oder nicht.

Jnd wenn sie absagen 1h vor Termin kann ich nichts dafür. Das ist Chef Sache.

@Lilli90650

Na, ich sag ja: du musst keine GZ nehmen..und klar, für ne Stunde heim und wieder zurück würde ich natürlich auch nicht machen.

Dachte da eher an Situationen wie: hast eig. noch 2 H vor Dir, Chef sagt, dass heute nichtmehr viel los ist und BIETET AN, dass du gheen kannst, wenn du willst. Das wäre dann ne Gleitzeit Situation.

Anderst sieht es aus, wenn du kein Interesse daran hast zu gehen, aber dein Chef dir sagt, es ist eh keine Arbit da, er kann dich grad net hier gebrauchen,  du SOLLST heimgehen...dann ist das sein Bier. Wie Alarm schon schrieb: du musst deine Leistung anbeiten, wenn Chef sie nicht will/braucht, ist das nicht dein Fehler.

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