Minusstunden mit Urlaub ausgleichen?

5 Antworten

Erstmal: eigenmächtig eher gehen ist nicht gestattet, nur in absprache! Das kann spnst lustige Probleme bei einem Unfall z.B. geben.

und dann: Urlaub gegen Muiínusstunden.. eigentlich so nicht gedacht, müsstest Du wenn einvernehmlich mit Chef klären.

Sagt der nein, hast Du die Minusstunden reinzuarbeiten.

Das kann sonst lustige Probleme bei einem Unfall z.B. geben.

Und welche sollten das dann wohl sein können?

@Familiengerd

Falls man offiziell noch auf Arbeit war, aber dann Wegeunfall hat, gibts viel Spass mit BG. Hatte Kollegin, nicht zu empfehlen. Zumal der AG sich doch wunderte, wie sie um 15.30 einen Wegeunfall haben konnte,w enn sie bis 16.00 zu arbeiten hatte.

@SiViHa72

Erstens ist in der Frage nirgendwo die Rede davon, dass der Fragesteller unerlaubt früher die Arbeit beendet; schließlich ist in solch einem Fall auch eine Gleitzeitregelung mit Möglichkeit zum Aufbau und Abbau von Minus- und Plusstunden annehmbar.

Zweitens spielt es für den Versicherungsschutz  bei einem Wegeunfall keine Rolle, wann und warum der Arbeitnehmer seine Arbeitsstelle verlässt, solange er sich dabei auf dem (in der Regel direkten) direkten Heimweg befunden hat.

Im Gesetz wirst Du nichts finden, das eine "Verrechnung" des Urlaubs mit Minusstunden betrifft.

Ich vermute mal es gibt ein Zeitkonto mit erlaubten Plus-/Minusstunden. Normalerweise arbeitet man bei Minusstunden etwas länger um diese wieder auszugleichen, genau so wie man bei Plusstunden einen Freizeitausgleich macht.

Wenn Dein AG und Du damit einverstanden seid, Urlaubstage mit Minusstunden zu verrechnen, wird sich wohl niemand darüber aufregen solange es sich um Urlaub handelt der den gesetzlich vorgeschriebenen Mindesturlaub übersteigt.

Der Mindesturlaub von vier Wochen/Jahr darf für solche Aktionen nicht benutzt werden. Er dient der Erholung und soll ja sogar, falls möglich, am Stück genommen werden.

Was machst Du eigentlich, wenn der Urlaub verrechnet wurde und Du immer noch Minusstunden "einfährst", weil dies Deiner täglichen Erholung dient?

Das ist doch mal ne Antwort, mit der man etwas anfangen kann, danke. Also ich habe 25 Urlaubstage pro Jahr, bei einer Fünftage-Woche. Als dualer Student bin ich aber pro Woche drei Tage an der Fachhochschule. Diese drei Tage werden aber als Arbeitstage mit 8,5h in unsere Zeiterfassung eingetragen. Bin im Moment bei ~-4h, also genau ein halber Arbeits-/Urlaubstag. Die Menge an Minusstunden kam daher, dass ich damals in einer anderen Abteilung war, in der es zum einen nicht wirklich Spaß gemacht hat und zum anderen ziemlich anstrengend war. Dachte mir dann, ich könnte das ja in der nächste Abteilung ausgleichen. Mir wäre es jedoch deutlich lieber, einfach einen halben Tag Urlaub zu "opfern" dafür.

@simon1440

"Halbe Urlaubstage" kennt der Gesetzgeber zwar nicht, es gibt aber viele Firmen, die halbe Tage genehmigen.

Wie gesagt, wenn der AG "mitspielt", dürfte das kein großes Problem sein wenn das eine einmalige Sache ist. Ich würde das aber dann nicht an die große Glocke hängen und vor allem darauf schauen, dass Du Deine Stunden arbeitest oder ggf. durch Mehrarbeit ausgleichst.

Du hast doch Dein Arbeitspensum der vorgeschriebenen Arbeitsstunden zu erfüllen. Danach darfst Du Deine Arbeit beenden und Feierabend machen. Du kannst froh sein, dass Du noch nicht gekündigt worden bist. Rede mit dem Chef und gelobe Besserung.

ob dir das zusteht, steht in der dienstvereinbarung, die dein betrieb mit dem personalrat geschlossen hat, als man sich auf die zeiterfassung geeinigt hat.. wir kennen die leider nicht.

Das musst du mit deinem Chef besprechen.

Danke..wäre bloß interessant die Gesetzeslage zu kennen, bevor ich in das Gespräch gehe.

@simon1440

Da gibt es keine Gesetzeslage, denn das, was du gemacht hast, war schon nicht ganz legitim. Wer hat dir denn erlaubt, jeden Tag früher zu gehen? 

@rolfzuhause

Warum? Wenn man Gleitzeit hat und die Kernarbeitszeit einhält kann man immer früher gehen und dabei Minusstunden machen. Völlig legitim

@Yuncil

Also ist es legitim, seine monatliche Arbeitszeit  nicht zu erfüllen? Bei so einer Firma wäre ich auch gerne beschäftigt.

@rolfzuhause

Das ist Unsinn!

Gleitzeitregelungen haben das nun einmal so an sich, dass man mal durch frühere Gehen Minusstunden aufbaut, die in der Regel dann wieder durch längeres Arbeiten ausgeglichen werden!

@Familiengerd

Ich kann mir nicht vorstellen, dass man beliebig Minusstunden anhäufen kann. Spätestens am Ende eines Arbeitsmonats müsste so ein Konto doch ausgeglichen sein. Der Arbeitgeber zahlt doch auch pünktlich das volle Gehalt und behält nicht einfach nach Belieben Geld ein, um es dann irgendwann auszugleichen. Geld gegen Leistung. Keine Leistung oder unzureichende Leistung gegen Gehaltsabzüge? 

Mit Sicherheit wird die Zahl der Minusstunden reglementiert sein und dann muss es für dieses Gebahren auch eine festgelegte Regelung geben. 

Oder arbeitet der Fragesteller beim Finanzamt? Von denen weiß ich aus eigener leidiger Erfahrung, dass sie kommen und gehen, wann sie lustig sind.

@rolfzuhause

Wir müssen uns hier nicht auf das Feld der bloße Spekulation begeben, und es spielt dabei auch keine Rolle, was Du Dir vorstellen kannst oder nicht.

Es gibt die verschiedensten Gleitzeitmodelle, dabei auch mit Limits beim Umfang der Minusstunden oder dem Zeitraum zum Ausgleich.

Dein Einwand "Geld gegen Leistung. Keine Leistung oder unzureichende Leistung gegen Gehaltsabzüge?" geht von einem starren Zeitmodell aus, das es in vielen Betrieben schon längst nicht  mehr gibt.

Wie willst Du mit einer solchen Überlegung argumentieren können, wenn es in einem Betrieb z.B. Vereinbarungen zu einer Jahresarbeitszeit gibt, wo es dem Arbeitgeber gleich ist, wie viele Stunden ein Arbeitnehmer am Tag arbeitet - Hauptsache, die Arbeit wird im erforderlichen Maße erledigt und die Jahresarbeitszeit erfüllt.

Und es gibt (angeblich "moderne") Arbeitgeber, denen ist es ganz gleichgültig, wann, wo und wie Arbeitnehmer arbeiten - Hauptsache, die Arbeit (in einem solchen Fall meist in Projekten) wird erfolgreich gemacht (in der Praxis führt das in der Regel allerdings durch die Verlagerung von Verantwortungen zu einer Selbstausbeutung der betroffenen Arbeitnehmer).

@Familiengerd

Ja, ich bin das Paradebeispiel von Altertum und althergebrachten starren Methoden. Ich bin Lehrer und bei uns wäre ein Kommen und Gehen nach Belieben undenkbar.

@rolfzuhause

Im Lehrerjob entbehrt das Festhalten an einem starren Arbeitszeitmodell ja nun nicht einer "gewissen Logik"! ;-))

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