Minijob wird als sozialversicherungspflichtiger Job angemeldet laut Arbeitgeber wird mehr gearbeitet als angegeben was passiert mit der Leistung vom Jobcenter?

3 Antworten

Solange dein Arbeitsvertrag nichts anderes als Minijob sagt, bist du auch nichts anderes als Minijober, wenn du eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bekommen würdest, dann musst du auch einen neuen Arbeitsvertrag bekommen.

Also ganz egal ob Minijob, Teilzeit oder Vollzeitbeschäftigung, wenn du monatlich unterschiedliches Einkommen erzielst, musst du das jeden Monat mit einem Einkommensnachweis und aktuellen Kontoauszügen ( Zuflussprinzip ) beim Jobcenter nachweisen.

Das alles ändert aber nichts an den dir zustehenden Freibeträgen auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll , die stehen dir zu ob du nun 450 € oder 1200 € Brutto im Monat verdienst, dann erhöhen sich diese dementsprechend.

100 € Grundfreibetrag vom Brutto, ab 100 € - 1000 € Brutto zusätzlich 20 % und ab 1000 € - 1200 € / 1500 € Brutto 10 % Freibetrag, 10 % von 1000 € - 1500 € Brutto sind es, wenn du min.1 minderjähriges Kind hättest, sonst gelten 10 % von 1000 € - 1200 € Brutto.

Bei 450 € Brutto wären es also 170 € Freibetrag, bei 600 € Brutto 200 €, bei 800 € Brutto 240 €, bei 1000 € Brutto 280 €, bei 1200 € Brutto 300 € und bei min.1500 € Brutto wie oben genannt 330 € Freibetrag.

Das waren nur Beispiele, dass wird dann auf den Cent genau ausgerechnet, je nachdem wie hoch das Brutto und Nettoeinkommen ist.

Dieser errechnete Freibetrag wird dann theoretisch vom Nettoeinkommen abgezogen, würdest du also 450 € Brutto verdienen und auch aufs ( Netto ) Konto bekommen, dann würden die 170 € Freibetrag in Abzug gebracht und wenn man keine hohen nachweisbaren berufsbedingten Ausgaben für z.B. Fahrkosten hast, wo man evtl.noch etwas in Abzug bringen könnte, dann blieben 280 € anrechenbares Einkommen, die dann von deinem Bedarf abgezogen würde.

Bekommst du weniger also 450 € aufs Konto, dann können keine 280 € mehr abgezogen werden, weil dann nach Abzug der 170 € Freibetrag weniger als 280 € bleiben würden.

Genauso sieht es aus wenn du z.B. 800 € Brutto verdienen würdest, dann stünden dir 240 € Freibetrag zu, egal ob du dann 700 €, 650 € oder nur 600 € Netto bekommen würdest, es geht dann immer der Freibetrag von dem ab was du aufs ( Netto ) Konto bekommst und dementsprechend ergibt sich dann dein anrechenbares Erwerbseinkommen und deine Aufstockung.

Hallo danke für die ausführliche Antwort 🤔 also müssen die mir einen neuen Arbeitsvertragzukommen lassen richtig? Was wenn nicht? Dürfen die das? Weil die sollten schon immer viel weniger Lohn auszahlen als 450€ da habe ich mich immer gewährt ausreden hatten die ja immer schon wie " da ist nicht mehr viel los als früher " zu wenig Teilnehmer blabla es kann also nicht sein das die mir noch 450€ überweisen und mich als sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer anmelden oder ? Ich habe Angst das wegen den Abzügen ( Krankenkasse, rentenkasse) viel weniger aufs konto landet anstatt 450€😣😣😣

@Selin251

Ob du einen neuen Arbeitsvertrag bekommst kann ich dir natürlich nicht sagen, dass musst du schon mit deinem Arbeitgeber selber klären, aber du bekommst deshalb nicht weniger Geld, selbst wenn sie deinen geringfügigen Job in einen versicherungspflichtigen umwandeln und dir dann KK - Beitrag, RV - Beitrag, ALV - Beitrag usw.abziehen.

Das habe ich dir doch in meiner Antwort schon erklärt.

An deinem Bruttoeinkommen würde sich ja nichts ändern, alleine das ist entscheidend für die Berechnung deiner Freibeträge, ob du dann von angenommen 450 € Brutto auch 450 € Netto aufs Konto bekommst oder angenommen nur 300 € spielt absolut keine Rolle für dich.

Dann erhöht sich ganz einfach deine monatliche Aufstockung vom Jobcenter, dass was dir abgezogen würde bekommst du dann praktisch vom Jobcenter dazu.

Beispiel :

450 € Brutto = Netto = 170 € Freibetrag = 280 € anrechenbares Erwerbseinkommen.

450 € Brutto = 100 € Abzüge = 350 € Netto aufs Konto = 170 € Freibetrag aus deinen 450 € Brutto, abzüglich von deinen 350 € Netto = 180 € anrechenbares Erwerbseinkommen = 100 € mehr Aufstockung als im obigen Beispiel.

es kokmt drauf an, was deine gehaltsabrechnung als offizieller arbeitsnachweis sagt. dieser muss korrekt sein, darauf hast du einen anspruch und ist dein gutes recht. alles weitere zum umfang sollte im arbeitsvertrag stehen und sich aus der betrieblichen praxis ergeben.

Auf meinem Arbeitsvertrag steht minijobber am Anfang waren es 2stunden 30 Minuten danach 2 Stunden 15 Minuten und letztendlich 1 Stunde 45 Minuten ... so langsam geht mir das auf dem Keks die Arbeit ist die selbe aber due Stunden werden immer weniger .. 😣 sollte ich erst mal abwarten und schauen was die mir zahlen ? Oder das Jobcenter kontaktieren

@Selin251

nein du musst dem jobcenter jede veränderung sofort mitteilen.

das bedeutet das du mehr geld bezahlt bekommst als die 450 euro. wenn du also mehr einkommen hast, wird sich auch dein bedarf verringern und du bekommst weniger alg2.

Wie sieht es mit der Krankenkasse aus ? Momentan zahlt das Jobcenter den Beitrag 🤔 welche Steuern muss ich zahlen ? Ich bekomme dann nicht mehr 450€ sondern mehr oder ? Oder wollen Sie das ganze von diesen 450€ abziehen😨

@Selin251

wenn du sozialversicherungspflichtig beschäftigt bist, zahlst du durch deine abzüge einen teil krankenversicherung und die andere hälfte dein arbeitgeber. umso mehr du verdienst um so höher werden (leider) auch die abzüge. das ist im unteren verdienst nicht so tragisch. das jc zahlt ebenfalls weiter deine bezüge, wenn bedarf besteht.

@markusher

Danke für die schnelle Antwort 😊 die müssten mir dann einen neuen Arbeitsvertrag zukommen lassen oder ?

@Selin251

wenn sie dir anbieten, dass du sozialversicherungspflichtig arbeiten darfst, dann sollte es möglich sein dir eine ergänzung zum arbeitsvertrag zu geben. frage doch einfach mal nach, sage das du das gerne möchtest, aber eine ergänzung zum av für deine unterlagen möchtest und auch dies vorlegen musst beim jc.

Ab wann beginnt die Arbeitszeit?

Die Mitarbeiter eines Dienstleistungsunternehmen erhalten per SMS Nachricht, wann sie zum Arbeitsplatz - Arbeitsantritt kommen sollen. Oft verschiebt sich der Termin um eine oder auch mehr Stunden. Das heißt, die Mitarbeiter sind quasi verpflichtet, schon Stunden vor dem theoretischen Arbeitsbeginn Ihre SMS zu prüfen, ob sich der Arbeitsbeginn verschoben hat. Bei Arbeitsantritt um 14.00 Uhr aller Mitarbeiter (Regalbefüller) zeigt sich, dass die Lieferung auf sich warten lässt. Von 20 Minuten bis 1:45 Stunden ist alles drin. Die Wartezeit geht zu Lasten der Mitarbeiter - ihre Freizeit. "Eingebucht" werden sie von der Teamleiterin, die einbucht, wenn die Lieferung vor Ort ist und die Mitarbeiter mit ihrer Arbeit beginnen können. Die Mitarbeiter haben keine Möglichkeit sich selbst einzubuchen. Sie sind der Teamleiterin "ausgeliefert". Arbeitsvertraglich gibt es hier im Speziellen keine Regelung. Zudem weichen die eingebuchten Stunden von den tatsächlichen Stunden ab. Beweispflicht liegt beim Arbeitnehmer. Seine persönlichen Unterlagen reichen nicht aus, er bräuchte einen Zeugen - sprich Kollegen sollten die Arbeitszeit abzeichnen, was sie aber nicht machen, weil sie befürchten, dass ihnen gekündigt wird. Arbeitsbeginn ist der Zeitpunkt, zu dem der Mitarbeiter zur Arbeitsstelle gebeten wird. Aber wo steht das? gibt es hier eine gesetzliche Grundlage? Darf der Mitarbeiter abgemahnt werden, wenn er nach zu langer Wartezeit den Arbeitsplatz verlässt? Ist ja lt. Firmenphilosophie Freizeit... Welche Handhabe hat man gegen diesen Arbeitgeber - diese Firma. Das Arbeitsverhältnis wurde bereits durch Arbeitnehmer gekündigt. Unabhängig davon sollte solchen Firmen ein Riegel vorgeschoben werden. Sie war schon mit Negativschlagzeilen in den Medien... Haben wir zu spät erfahren. Vielen Dank für Eure Anregungen.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?