Minijob Lohnfortzahlung im Urlaub rückwirkend einfordern?

3 Antworten

Anspruch auf ein Zeugnis hat sie in jedem Fall. Anspruch auf Urlaubsgeld wohl nicht. Es gibt keinen Arbeitsvertrag und sieben Jahre lang ist so verfahren worden, wie in der Frage beschrieben. Woher sollte sich der Anspruch denn jetzt ableiten lassen? Ich nehme mal an, dass die andere Frau eine andere Vereinbarung (nämlich einen richtigen 400 € Minijob) hatte mit einem entsprechenden Vertrag. Das würde ich aber dort nochmal erfragen.

Urlaubsgeld nicht, aber Urlaubsanspruch hat jeder Arbeitnehmer nach dem Bundesurlaubsgesetz. Ein Arbeitsvertrag ist nicht notwendig. Wenn keiner vorhanden ist, gilt die gesetzliche Regelung

Die andere Kollegin hatte keinen anderen "richtigen" 400 € Minijob, sie hat genau so auch nur 2 Tage die Woche gearbeitet und es gab keinen schriftlichen Arbeitsvertrag. Die Frau aus der Eingangsfrage hat ihren Urlaub ja gemacht, d. h. sie hatte frei, bloss hat sie dann für diese Zeit keine Lohnfortzahlung bekommen. Darum ging die Frage, ob sie das nachträglich einfordern kann.

@Ruthilde

Dann soll sie es machen.

geht auch Rückwirkend für viele Jahre. Eventuell muß der Arbeitgeber zusätzlich Strafe zahlen

Einfordern sollte sie das auf jeden Fall.

Inwiefern gerichtlich entschieden wird zur Bezahlung des Urlaubs vergangener Jahre, weiß ich jetzt nicht genau, da der Urlaubsanspruch selbst ja eigentlich jeweils im Folgejahr nach dem 31.03. verfällt.

P.S. Dürfte aber trotzdem nur für 3 Jahre rückwirkend gehen (wenn überhaupt), da es dazu im BGB eine Verjährungsfrist gibt.

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