Mindestmietdauer 1Jahr bei Azubi ,wie komme ich vorzeitig raus?

5 Antworten

Das Mietverhältnis beginnt am 01.11.18, ist befristet erstmal 1 Jahr bis 01.11.19. Kündigung ist erstmall nach Ablauf des bezeichneten Zeitraum mit der gesetzlichen Frist zulässig 3 Monate.

Wenn das der Originaltext ist, ist die Befristung unwirksam. Es mangelte der Angabe eines zulässigen Grundes (von dreien v. GB. definierten).

Du könntest jetzt, bei Eingang deiner Kündigung bis 4. Mai beim Vermieter, zum 31. Juli kündigen.

Das Mietverhältnis beginnt am 01.11.18, ist befristet erstmal 1 Jahr bis 01.11.19. Kündigung ist erstmall nach Ablauf des bezeichneten Zeitraum mit der gesetzlichen Frist zulässig 3 Monate.

Steht das exakt/wortwörtlich so im Vertrag?

Auch drüber gestolpert ... ein befristetes Mietverhältnis, dass automatisch in ein unbefristetes übergehen soll ... sollte die ganze Klausel aushebeln.

Ja es steht so da

@ello4ka

Die Klausel ist aus meiner Sicht unwirksam das der Befristungsgrund fehlt. Somit könntest Du aktuell zum 31. Juli kündigen, wenn deine Kündigung spätestens am 4. Mai beim Vermieter ist.

@anitari

Vielen lieben Dank, Sie haben mir sehr geholfen ;)

@anitari

Aus meiner Sicht ist die Klausel nicht unwirksam, weil eindeutig zu erkennen ist, dass es sich nicht um einen befristeten Vertrag handelt, sondern um einen gegenseitigen Kündigungsverzicht. Ein befristeter Vertrag bedarf ja keiner Kündigung.

@Lotta1965

Dann hätte der VM das auch so formulieren sollen. Zum Beispiel der Vertrag kann, von beiden Parten, frühestens zum ... gekündigt. Er schreibt aber "ist befristet erstmal 1 Jahr "

Eine Hintertür bietet der allgemeine Rechtsgrundsatz von Treu und Glauben (§ 242 BGB).

Aufs Mietrecht angewendet bedeutet dies, dass eine Aufhebung des Mietverhältnisses möglich ist, falls die Interessen des Mieters höher als die Interessen des Vermieters bewertet werden. Ein solcher Grund könnte zum Beispiel sein, dass der Mieter zwingend aus beruflichen Gründen umziehen muss, weil der neue Arbeitsort unzumutbar weit entfernt ist. Ein anderer könnte Familienzuwachs sein, der eine größere Wohnung erforderlich macht.

Damit kommst du aus diesem Vertrag raus.

Du meinst, der freiwillige Abbruch eines Ausbildungsverhaeltnisses wuerde bereits ein hoeher zu bewertendes Interesse darstellen? Nie im Leben!

Davon abgesehen billigen die Gerichte in tatsaechlich berechtigten Faellen in aller Regel auch keine Aufhebung des Mietverhaeltnisses zu sondern lediglich ein Recht auf Stellung eines Ersatzmieters. Der muesste dann aber auch erst einmal gefunden werden und dem Vermieter zumutbar sein.

Allerdings duerfte hier die Kuendigungsverzichtsvereinbarung unwirksam zu sein. Zumindest wenn sie genau so formuliert wurde, wie es der Fragesteller angegeben hat.

@DerCaveman

Keine Kündigungsverzichtsvereinbarung sondern eine (hier unwirksame) Befristung.

@albatros

Ja richtig, wenn wirklich genau so formuliert wie angegeben (und es um einen deutschen Mietvertrag geht).

@DerCaveman

So ist es. Leider sind Zitate oft nicht korrekt. Möglicherweise sähe die Lage unter Umständen völlig anders aus. Zunächst müssen/können wir davon ausgehen, dass der FS nichts weggelassen hat. Ansonsten gerieten die Antworten und Kommentare ins Uferlose.

@albatros
Zunächst müssen/können wir davon ausgehen, dass der FS nichts weggelassen hat. Ansonsten gerieten die Antworten und Kommentare ins Uferlose.

Das ist wohl wahr. Dass ich anfangs von einer vermutlichen Kuendigungsverzichtsvereinbarung schrieb, war somit ein Fehler. Nach bisherigem Wissensstand handelt es sich - wie du ganz richtig angemerkt hast - eben nicht um eine vermutlich unwirksame Kuendigungsverzichtsvereinbarung sondern um eine unwirksame Befristung.

Da der Mietvertrag unabhängig des Ausbildungsvertrages abgeschlossen wurde und wohl von den Erziehungsberechtigten mit unterschrieben wurde, gelten die vertraglichen Kündigungsfristen.

das ist ein rechtsgültiger Vertrag.. wie du da rauskommst steht doch drin

Ob die Klausel wirksam ist wage ich noch zu bezweifeln.

@anitari

Mit diesem Wortlaut ist dein Zweifel berechtigt, die Befristung wäre unwirksam aus formalem Grund. Es mangelt der Angabe eines zulässigen Grundes. Das siehst du offensichtlich wie ich auch.

@albatros

Eine Befristung wäre unwirksam - aber ein befristeter Vertrag braucht auch nicht gekündigt zu werden.

Dass heisst für mich ich kann doch früher kündigen? Wann genau? Danke

@ello4ka

Am 4.5.19 muss die Kündigung zum 31.7.19 beim Vermieter auf dem Tisch liegen. Einwurfeinschreiben oder Briefeinwurf unter Zeugen. beim Vermieter. Persönliche Übergabe mit Quittung des Vermieters ist auch noch möglich.

Was möchtest Du wissen?