Mindestlohn aufstocken?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du arbeitest also ca.35 Stunden die Woche,sind ca.150 Stunden im Monat mal 8,50 € Stundenlohn,sind ca.1275 € Brutto !

Da wirst du ca.960 € Nettoeinkommen haben,davon kannst du dann deine Freibeträge nach § 11 b SGB - ll abziehen,das sind min.300 €.

Es blieben dann also noch ca.660 € anrechenbares Einkommen übrig.

Von diesen ca.660 € gehen erst mal 391 € Regelsatz ab,blieben noch ca.270 € für Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) übrig.

Der Rest bis zu deinen angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung,steht dir erst einmal als Aufstockung vom Jobcenter zu.

Du machst dich also beim Jobcenter erst einmal kundig,was dir für eine Wohnung zustehen würde,also wie groß und wie teuer sie sein darf,das lässt du dir am besten schriftlich geben.

Dann suchst du dir eine Wohnung,die angemessen ist und mietest sie an.

Stellst dann einen ALG - 2 Antrag beim Jobcenter und gleichzeitig einen Antrag auf Erstausstattung.

Es kann dann später auch passieren,das dich das Jobcenter auffordert,das du einen Antrag auf Wohngeld stellen sollst,wenn dieses deinen Bedarf deckt.

"Von diesen ca.660 € gehen erst mal 391 € Regelsatz ab" - was ist mit 'Regelsatz' gemeint... ?

@XmasqueradeX

Das ist der Satz bzw.die Geldleistung,die einem Single oder einem Paar ohne Kind im so genannten Probejahr zustehen würde,wenn sie erst zusammen gezogen sind !

Mit diesem Regelsatz musst du deinen Lebensunterhalt bestreiten,die Kosten für Unterkunft und Heizung kommen dann extra dazu,wenn diese auch angemessen sind.

Das ist schwierig zu sagen. Aufstocken kommt immer auf die persönlichen Lebensumstände an.

Krankheiten, Kinder, Unterhaltspflicht, Miete, Einkommen, Lebenswandel, etc.

Also, ich kann dir nur raten selbst zum Arbeitsamt zu gehen und deine Situation zu schildern und dann zu gucken was die dir sagen. Da gibt es zig Berechnungsgrundlagen usw. Wer soll die alle kennen, wenn man sich nicht den ganzen Tag damit beschäftigt. :'D

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