Millionen anlegen und von den Zinsen leben?

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Es gibt heute keine festverzinslichen Anlagen mehr, bei denen man 5 % oder mehr (+ der Inflationsrate) bekommt.

Als sichere Anlage gelten nach wie vor Immobilien. bei der Größenordnung reicht es aber grad mal für 2 Häuser mit je 6 Wohneinheiten. Sicher keine schlechte Anlage, aber nicht ausreichend um davon leben zu können.

Einzige Alternative sind Fondsanlagen. Bei einer sorgfältigen Auswahl und Risikostreuung sind haöbwegs sichere Erträge von 5-6% realisierbar, von denen jedoch auch noch Abgeltungssteuern bezahlt werden müssen.

Um von 1.000.000 zu leben ist es verdammt knapp, die Inflation und schlechte Konventionelle Anlagemöglichkeiten, hat die Summe höher treiben lassen. Ich würde heute von mindestens 2.000.000 ausgehen um ausreichende Sicherheit zu haben und sich ein Monatliches Einkommen von ca.4.000 gewähren zu können (brutto... = abzüglich ca. 25% Abgeltungssteuer u. Krankenversicherung GKV ca. 720 Euro /PKV je nach Eintrittsalter u Absicherung ca. 200 bis 500 oder mehr Euro )

Top Antwort

ich kenne Leute die über 1 Mio. auf dem Konto haben, jedoch nix daraus machen. Es liegt nur rum.

Eigentlich kann ich mir das nicht vorstellen. An 1 Mio kommt man ja auch nicht durch nichts tun.

Früher sagte man immer dass man 4% - 8 % Zinsen bekommt und davon leben kann. Ich kann jedoch nichts brauchbares im Netz finden. Wenn überhaupt dann ist alles auf 100.000 Euro limitiert und die Zinsen belaufen sich auch nichtmal 1%.

Egal ob heute oder vor 10 Jahren, wer das Geld einfach nur auf dem Konto hatte, ist selber schuld. Ich kann mir das nicht vorstellen. An 1 Mio zu kommen ist schon etwas arbeit.

Wie genau ist das jetzt genau?

Kann man von den Zinsen leben, oder wie würdet ihr Finanzexperten das geld anlegen

Na, Zinsen doch nicht. Ich würde folgendes tun:

  • Immobilien kaufen und vermieten, das ganze verwalten lassen
  • Aktien mit Dividendenausschüttungen kaufen
  • weiteres Geld in Startups oder ähnlichen Projekten investieren.
  • Ach und natürlich das weiter machen, mit dem man auf die Million gekommen ist.

Da man mit 1 Million einfach sehr viele Möglichkeiten hat, sollte schon das Ziel sein, ohne große Anstrengung auf 10 % Rendite im Jahr zu kommen.

Von "nix tun" ist hier nicht die Rede. Diese Menschen haben 40-45 Jahre in Schicht gearbeitet, Nebenbei noch 1-2 Jobs gehabt und haben sich das Geld hart erarbeitet.

Leider können sie jedoch außer Arbeiten nichts mehr. Sie haben keine Ahnung von nix im Leben.

Man muss kein Finanzprofi zu sein, um mal zwischendurch in
ein paar wachen Momenten mitbekommen zu haben, dass wir seit einigen Jahren eine extreme Niedrigzinsphase haben.

Während es in den späten Siebziger Jahren bei sicheren Staatsanleihen Zinsen um die 8% gab, sind institutionelle Anleger heute sogar bereit, einen geringen Negativzins in Kauf zu nehmen.

Wer heute von Kapitalerträgen leben will, investiert daher nicht in Zinspapiere, sondern in echte oder verbriefte Sachwerte - also Immobilien, Aktien etc.

Das ist dann nicht risikolos, kann aber Erträge abwerfen, von denen man leben kann.

Selbstverständlich bekommt man noch Zinsen in dieser Größenordnung. Zum Beispiel ausländische Staatsanleihen, hier aber mit Währungsrisiko. Oder Unternehmenanleihen (z.B. J.F. Behrens AG) - mit Ausfallrisiko.

Angelegt in Aktien (ETFs) sind historisch gesehen im Schnitt 7% pro Jahr drin, für die Zukunft würde ich von 6 % ausgehen, wovon man ein grob ein Drittel oder Viertel als Dividenden erwarten kann.

Die 1.000.000,- € kann man mehrheitlich sinnvoll in 10-20 dividendenstarke Aktien legen und kassiert dann auch eine laufende Rendite von ca. 4% und mehr pro Jahr.

Oder man kauft sich fremdgenutzte Immobilien und lebt vom Mietzins.

Man muss gedanklich mal ein bisschen weg kommen von diesen klassischen Geldwerten. Die sind einfach nicht mehr interessant im aktuellen Zinsumfeld.

Immobilien und Aktien sind Sachwerte.

Das mit den Aktien habe ich oft gehört, aber ist es nicht so dass man da bei falscher Beratung auch einiges an Geld verlieren kann?

@SotisK1

Nichts im Leben ist ohne Risiko. 100% Sicherheit gibt es nicht. Das Streben danach kostet aber Rendite.

Bei Aktiengeschäften geht es viel um Wahrscheinlichkeiten.

Wer breit streut und 15-20 Unternehmern unterschiedlicher Branchen, Länder und Währungen kauft dürfte praktisch gesehen kein Problem damit haben immer irgendwie Wertzuwachs zu generieren oder zumindest Verluste zu begrenzen.

Blue-Chips sind weniger volatil als z.B. Mid-Caps. Mid-Caps haben aber vielleicht ein höheres Zuwachspotenzial.

@SotisK1

Weder Aktienkurse noch die Dividende ist vorhersehbar. Man kann wirklich nur streuen und hoffen, das kein Krieg ausbricht, es sei denn man hat auch Rüstungsaktien.

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