Mietwucher Untermiete?

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Nun zieht sie aus und er wird zum Hauptmieter, weswegen er gerne den Mietvertrag einsehen wollte, da er sich ja nun selbst einen neuen Untermieter suchen muss. Diesen wollte sie aber beim besten willen nicht rausrücken. Meinte, er könne sie ja fragen, sie weis alles auswendig.

Muss sie auch nicht rausrücken, da es ihn nichts angeht, was für einen Vertrag sie hat.

Nun hat er den original Mitvertrag vom Vermieter bekommen, wo festgesetzt ist, dass die Kaltmiete 460 !!! € beträgt. Er hat also über ein Jahr lang 350 bezahlt und sie nur 110 !

Er war mit dem vereinbarten Mietpreis einverstanden.

Jetzt also meine Frage, kann man da rechtlich irgendwelche Schritte einleiten? Fällt das unter Mietwucher? Er hatte von der Gesamtmiete schließlich keine Ahnung und stand damals unter Zeitdruck, zwecks Studium.

Es herrscht Vertragsfreiheit.

MfG

Johnny

Diesen wollte sie aber beim besten willen nicht rausrücken.

Womit sie recht hat. Der Mietvertrag zwischen ihr und dem Hauptmieter geht ihn gar nichts an.

Er hat also über ein Jahr lang 350 bezahlt und sie nur 110 !

110 € + irgendwelche Nebenkosten? Immerhin schreibst Du oben, er hätte insgesamt 350 € je Monat bezahlt.

Kann man da rechtlich irgendwelche Schritte einleiten? Fällt das unter Mietwucher? Er hatte von der Gesamtmiete schließlich keine Ahnung und stand damals unter Zeitdruck, zwecks Studium.

Mietwucher? Da wäre als erstes einmal heraus zu finden, wieviel solche Zimmer woanders kosten. Offenbar hat Dein Freund das als normalen, wenn auch etwas hohen Preis angesehen. Bei Mietwucher müßte die Miete schon um mehr als 50 oder 100 Prozent über dem Ortsüblichen liegen (lt. Wikipedia). Und es muss eine Zwangslage vorliegen. Diese lag vielleicht im Moment der Wohnungssuche vor, aber ob sie auch nachweisbar ist?

Spätestens nach dem Einzug hätte Dein Freund weiter suchen und recherchieren können. Hat er das? Offenbar nicht. Dann war es auch keine Zwangslage mehr.

Dass er von der Gesamtmiete keine Ahnung hatte ist ok. Diese geht ihn auch gar nichts an.

Fakt ist: Hier im Land herrscht Vertragsfreiheit. Die Hauptmieterin hat praktisch die Hälfte ihrer Wohnung zur Verfügung gestellt. Gefühlt jedoch viel mehr, denn wesentliche Teile der Wohnung sind in einer WG nicht abschließbar und die gemeinsame Nutzung kann immer wieder zur Einschränkungen der persönlichen Freiheit und zu vielen anderen Unannehmlichkeiten führen. (Der eine macht mehr Dreck als der andere, räumt nicht auf, macht Lärm, wenn man selbst schlafen will, hat Besuch, wenn man eigentlich niemand in der Wohnung brauchen kann usw. usw.) Die Hauptmieterin hat das also vorsorglich zum Anlass genommen, als Gegenleistung zwischen 50 und 75 % ihrer Kaltmiete zu nehmen. Der Prozentsatz ist deswegen ungenau, weil aus Deiner Frage nicht hervor geht, wieviel von den Nebenkosten der Wohnung sie nicht umlegen konnte.

Ich denke: Chance gleich 0, aber Dein Freund ist um eine wesentliche Erfahrung reicher.

Es wird hier auf die Vereinbarung im Untermietvertrag ankommen. Wenn dort 350 € vereinbart wurden ist es rechtlich ok.

Fuer das Untermietverhaeltnis ist es voellig egal, was zwischen dem Hauptmieter und dessen Vermieter ausgemacht wurde. Untermietverhaeltnis und Hauptmietverhaeltnis sind 2 voneinander unabhaengig bestehende Rechtsverhaeltnisses. Es geht den Untermieter auch gar nichts an, was sein Vermieter (hier der Hauptmieter) mit dessen Vermieter vereinbart hat.

nein, er kann da nichts machen.

er hat gezahlt, so ist der Matkt

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