Mietwohnung: Wie funktioniert das genau mit dem Sonderkündigungsrecht bei Mieterhöhung?

3 Antworten

§ 561

Sonderkündigungsrecht des Mieters nach Mieterhöhung

(1) Macht der Vermieter eine Mieterhöhung nach § 558 oder § 559 geltend, so kann der Mieter bis zum Ablauf des zweiten Monats nach dem Zugang der Erklärung des Vermieters das Mietverhältnis außerordentlich zum Ablauf des übernächsten Monats kündigen. Kündigt der Mieter, so tritt die Mieterhöhung nicht ein.

Jetzt haben wir ja BGB ein Sonderkündigungsrecht mit 2 Monaten.

Nein. Siehe § 561 Satz 1

Der einzige Vorteil den das Sonderkündigungrecht hat ist das die erhöhte nicht zu zahlen.

Hat man einen befristeten Mietvertrag oder einen mit Kündigungsverzicht der noch läuft kommt so vorzeitig aus dem Vertrag.

An der Kündigungsfrist von 3 Monaten ändert das Sonderkündigungsrecht nichts.

OK, danke, sehe ich auch so. Bedeutet also, der Mietvertrag läuft jetzt noch bis 31.05., mit dem Sonderkündigungsrecht bleibt die Miete bis zum Ende der Vertragslaufzeit gleich. Dann kann ich noch anbieten, das ich früher die Wohnung räumen werde (damit ich nicht 2 Monate für 2 Wohnungen sollen muss), aber das ist reiner Goodwill des Vermieters, wenn er da mitspielt (wobei er das vermutlich machen will, da er dann ja die höhere Miete gleich vom Nachmieter erhält...)

Also laut @wiles Link kannst du innerhalb von 2 Monaten nach Zugang des Mieterhöhungsverlangens außerordentlich kündigen, d. h. ihr müsst bis zum 31.03.2019 gekündigt haben und das Mietverhältnis endet dann mit Ablauf des 31.05.2019.

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