Mietwohnung verkauft, neue Eigentümer melden sich nicht. Wohin mit der Mietzahlung?

11 Antworten

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Ich frage mich, warum der bisherige Vermieter Euch nicht die Adresse des/r Käufer(s) mitgeteilt hat, in seinem Kaufvertrag muss diese schließlich genannt sein.

Du bist nicht verpflichtet, Ermittlungen anzustellen, um ihn herauszufinden. Legst Du aber Wert darauf, kannst Du mit Deinem berechtigten Interesse über das Grundbuch seine Adresse herausfinden. Andererseits wird das auch die Hausverwaltung tun müssen, von irgendwoher müssen die schließlich das Hausgeld bekommen.

Das ist aber mehr als seltsam, daß die Hausverwaltung nicht informiert war, der Vor-Eigentümer sich nicht meldet und der neue Eigentümer ebenfalls nicht.

Das Geld auf die Seite zu legen, ist shcon mal richtig. Selbstverständlich solltet Ihr die Informationen des vor-Eigentümers aufbewahren.

Ihr könntet natürlich auch mal zum Grundbuchamt gehen und den Eigentümer erfragen. Die Auskunft ist meines Wissens nach kostenlos.

Wenn der neue Eigentümer schon eingetragen ist, notiert die Adresse und schreibt ihn an.

Fragt bei der Hausverwaltung an, ob Ihr Miete und Nebenkosten an sie zahlen kann.

Wenn die auch keine Daten haben, wird auch kein Hausgeld gezahlt. Das kann für Euch Konsequenzen haben, z. B. wenn etwas abgestellt wird.

Ansonsten: Sparbuch, Tagesgeldkonto o.ä.

Da der Ex-Vermieter laut eigener Aussage keinen Anspruch mehr auf die Miete hat und der neue Vermieter sich nicht meldet, würde ich die monatliche Miete einfach auf ein Sparkonto packen.  Sollte nun irgendeinem von beiden einfallen, euch die fristlose Kündigung zu schicken, braucht ihr ihm nur das Sparbuch zu übergeben. Damit wären jegiche angeblichen Mietrückstände geheilt und eine fristlose Kündigung unwirksam.

Wisst ihr, wer der Käufer ist? Ihr könntet natürlich übers Telefonbuch versuchen die Anschrift bzw. Telefonnummer herauszufinden. Aber es ist nicht Aufgabe des Mieter hinter der Bankverbindung des neuen Vermieters hinterher zu rennen.

Der neue Eingentümer müsste ja wissen das er Mieter in der Wohnung hat, die ihm Miete Schulden. Da ihr nicht wisst an wen ihr die Miete zahlen müsst und auch keine Möglichkeit habt diesen zu finden, braucht ihr erstmal nichts zu tun. Nur wenn der neue Eigentümer euch eine Zahlungsaufforderung schickt müsst ihr die noch nicht bezahlte Miete an diesen Überweisen. Also solltet ihr die monatlichen Beträge irgendwie zurück legen.
Da der neue Eigentümer nun in Annahmeverzug für die Miete kommt, könnte man darüber streiten ob er euch die Kosten für ein Konto das ihr eröffnet um die Mietbeträge zu sparen ersetzen muss.

Für uns besteht noch die Möglichkeit, dass der ehemalige Eigentümer die Wohnung gar nicht verkauft hat & uns austricksen will. Damit er ein Sonderkündigungsrecht auf Grund Nichtzahlung der Miete hat. Daher ist das mit dem Geld einfach selbst bei Seite legen so eine Sache...

@RoBinHo13

Du hast ja eine schriftliche Mitteilung, dass Du die Miete nicht mehr an den ehem. Besitzer zahlen sollst.

@RoBinHo13

Er kann euch nicht austricksen. Für eine Sonderkündigung wird er nachweisen müssen, dass Mahnungen an euch versendet wurden. 

So einfach kann er euch nicht rauswerfen.

@sumi79

Miete muss nicht angemahnt werden.

Über den Verkauf müsste euch ja der Mieter informiert haben und das sollte schriftlich geschehen sein. Das Schreiben solltet ihr aufbewahren. So könnt ihr später begründen warum ihr ihm keine Miete gezahlt habt.

Solltet ihr sowas nicht haben, könntet Ihr vielleicht mal schriftlich per Einschreiben mit Rückschein nachfragen, wie die Eigentumsverhältnisse sind und an wen ihr die Miete zahlen müsst. Und das Antwort schreiben darauf dann unbedingt aufbewahren.

Sorry, Es muss im ersten Satz heißen: Über den Kauf müsste euch euer alte Vermieter informiert haben ...

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