Mietvertrag, mündliche Zusage, Zusage per E-Mail

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Einen Tag vor dem Termin, an dem ich den Mietvertrag abgeben wollte, habe ich im Mietvertag eine Zeile entdeckt, bei der von Schönheitsreperaturen die Rede ist, die ich übernehmen muss, wenn der Kosten 100€ nicht übersteigt.

Und warum hast Du nicht das zum Anlass genommen, bei der Vermieterin nachzufragen, was es damit auf sich hat? Du hättest Dir darüber hinaus von Bekannten, Freunden etc., die mehr Erfahrung haben, auch einmal den Mietvertrag zum Vergleich zeigen lassen können.

Da ich nicht bereit bin diese Kosten zu übernehmen, habe ich mein Interesse zurückgezogen

Ich weiß jetzt nicht, um wieviel Monatsmiete es gegangen wäre. Beispiel: 300 € pro Monat kalt, 100 € Nebenkosten. Das sind 4800 € pro Jahr, 14400 € in 3 Jahren. Dann stören Dich 100 €, die wiederum auch nur in eng begrenzten Fällen verlangt werden können? Am besten schläfst Du künftig unter einer Brücke. Da sparst Du eine Menge Geld.

Ob Du nun die 3 Monatsmieten bezahlen musst, wird möglicherweise ein Gericht entscheiden. Vielleicht kommt ein Vergleich raus. Ein Gerichtsprozess kostet aber auch Geld und am Ende wirst Du vermutlich einen Betrag zahlen müssen, der für 15 bis 20 Kleinreparaturen ausgereicht hätte. Also für einen Zeitraum von vielleicht 40 Jahren. Lehrgeld nennt man so etwas.

Eine Klausel mit Instandhaltungsschäden oder Reparaturmaßnahmen (Kleinreparaturen) ist nicht unüblich in Mietverträgen und die Höhe auch nicht!

Ja, Du hast es schriftlich zugesichert. Außerdem ist das in jeder Wohnung so das Du, meist sogar noch mehr, bis zu einem bestimmten Betrag Reparaturen selber zahlen musst.

Ich habe der Vermieterin gegenüber mein Interesse sogar innerhalb einer Woche nach Erhalt des Mietvertrages zurückgezogen. Und das war 2 Wochen vor Mietvertragsbeginn. Hat man als Privatperson im Endeffekt nicht das Widerrufsrecht innerhalb einer gewissen Frist (z.B. 2 Wochen / 14 Tage)?

habe ich im Mietvertag eine Zeile entdeckt, bei der von Schönheitsreperaturen die Rede ist, die ich übernehmen muss, wenn der Kosten 100€ nicht übersteigt. Da ich nicht bereit bin diese Kosten zu übernehmen,

Dann wirst Du wohl nie eine Wohnung bekommen.

Denn dabei handelt es sich um sog. Kleinreparaturen, nicht Schönheitsreparaturen.

Diese Klausel ist in den meisten deutschen Mietverträgen Gang und Gäbe.

Die Vermieterin konnte durch Deine mehrfache Zusage davon ausgehen das Du die Wohnung mieten willst.

Damit wäre sie durch Deine kurzfristige Absage durchaus berechtigt Schadenersatzansprüche zu stellen.

In welcher Höhe sei mal dahin gestellt.

Ich habe der Vermieterin gegenüber mein Interesse sogar innerhalb einer Woche nach Erhalt des Mietvertrages zurückgezogen. Und das war 2 Wochen vor Mietvertragsbeginn. Hat man als Privatperson im Endeffekt nicht das Widerrufsrecht innerhalb einer gewissen Frist (z.B. 2 Wochen / 14 Tage)?

@Bizkitsp

Hat man als Privatperson im Endeffekt nicht das Widerrufsrecht innerhalb einer gewissen Frist (z.B. 2 Wochen / 14 Tage)?

Darauf habe ich regelrecht gewartet.

Ein 14tätiges generelles Widerrufsrecht gibt es nur bei Fernabsatz- und Haustürgeschäften.

Ansonsten müßt es ausdrücklich im Vertrag vereinbart sein.

Über welchen Zeitraum hat sich denn das Hin- und Her erstreckt?

Der Zeitraum erstreckte sich von Donnerstag, den 9.1., bis zum Donnerstag, den 16.1., also genau eine Woche.

@Bizkitsp

Das ist für die Vermietung nun nicht grad eine lange Zeit und würde auf keinen Fall einen Schadensersatz für 3 Monate Mietausfall begründen. Mach dir also nicht so viele Sorgen, du hattest nicht unterschrieben und E-Mails und mdl. Zusagen sind vor Unterzeichnung des Vertrages nur eine Absichtserklärung und damit ist n.m.M. noch kein Vertrag zustande gekommen.

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