Mietvertrag mit Kündigungsverzicht kündigen?

5 Antworten

Ich würde vorschlagen, mit dem Vermieter zu reden und ihm die schwierige Lage (finanziell, Pflegebedürftigkeit der Großeltern) zu schildern. Dann ist er unter Umständen bereit, etwas großzügig zu sein und der Mieterin wenigstens ein Stück weit entgegenzukommen.

Zu prüfen wäre allenfalls, ob die Wohnung vielleicht in Untermiete z.B. an Bekannte weiter vermietet werden kann - im besten Fall an jemand, der Interesse hat, sogar über die vereinbarte Mindestmietdauer hinaus zu bleiben. 

Die "Larifari-Methode" (Miete nicht zahlen und die Gegenkündigung erwarten) würde ich keineswegs empfehlen.

Falls Sie nicht zahlt, wird man die Bürgen in Anspruch nehmen.

Können die nicht zahlen, wird man die Miterin solange pfänden, bis nicht  mehr zu holen ist und auch die Bürgen pleite sind.

Vernünftig wäre es, mit dem Vermieter eine gütliche Einigung anzustreben und sich die Stellung eines Nachmieters gestatten zu lassen.

Ansonsten bleibt nur die Kündigung zum möglichen Termin zum Ablauf der Verzichtsvereinbarung.

Eine normale Kündigung ist nicht möglich. Aber es gibt immer die Möglichkeit, sich mit dem Vermieter gütlich zu einigen.

Außerordentliche Kündigungen sind nicht ausgeschlossen. Was zu außergewöhnlichen Kündigungen führen kann, sollte deine Freundin mit einem Anwalt oder dem Mieterverein klären.

Wenn sie die Mietzahlung einstellt und daraufhin vom Vermieter gekuendigt wird, macht sie sich gegenueber dem Vermieter wegen des Mietausfalls schadensersatzpflichtig. Der Schaden sind die entgangenen Mietzahlungen  und Betriebskosten (sofern vereinbart) bis zur Neuvermietung oder bis zum naechstmoeglichen Zeitpunkt fuer eine ordentliche Beendigung des Mietverhaeltnisses (was halt zuerst kommt).

Mit einer vierjaehrigen Kuendigungsverzichtsvereinbarung ist allerdings das Hoechstmass fuer eine solche Vereinbarung erreicht (sofern es sich nicht um eine Individualvereinbarung handelt). Da sollte man sich die Formulierung diese Vereinbarung mal etwas genauer ansehen. Vielleicht ergibt sich ja, dass es tatsaechlich doch mehr als 4 Jahre sind und die Vereinbarung somit unwirksam ist (z.B. wenn nicht ab Vertragsschluss sondern erst ab Beginn des Mietverhaeltnisses gerechnet wird).    

wenn nicht ab Vertragsschluss sondern erst ab Beginn des Mietverhaeltnisses gerechnet wird

Oder die 3monatige Kündigungsfrist des Mieters nicht berücksichtigt wurde.

Man fragt sich aber schon irgendwie, wie jemand dazu kommt, einen Mietvertrag mit einer solchen Kündigungssperre über 4 Jahre zu unterschreiben, dann aber schon nach einem halben Jahr die Miete kaum noch bezahlen kann.

Da ist doch wenigstens eine ziemliche Fehlplanug, um nicht zu sagen Fahrläßigkeit, zu vermuten. Meinen Ratschlag habe ich schon abgegeben: Untermieter suchen (hoffentlich ist das nicht auch noch verboten !)

Was möchtest Du wissen?