Mietvertrag Kaltwasser in Kaltmiete

5 Antworten

Damals hat Dir Dein Verwalter was gesagt und jetzt kommt die Vermieterin. Hat der Verwalter damals auch den Mietvertrag gemacht? Gut möglich, dass das dann der Vermieterin nicht passt.

Nun kann man sich natürlich auf stur stellen und der Vermieterin damit drohen, dass man künftig für das gleiche Geld noch viel mehr Wasser verpritscheln wird, aber wem ist damit gedient?

Falls Du Dich querstellst, wird sich die Vermieterin genötigt sehen, die Miete kräftig zu erhöhen. Hättest Du dann was gewonnen?

Deshalb würde ich vorschlagen, erst einmal im Gespräch mit der Vermieterin heraus zu finden, was sie eigentlich genau will. Vielleicht kann man eine Lösung finden, mit der ihr beide gut leben könnt.

Denkbar wäre folgendes: Etwas niedrigere Kaltmiete, dafür Verteilung der Wasserkosten nach Verbrauch, sofern dieser über Uhren genau erfasst werden kann. Wird ansonsten der Wasserverbrauch in der Anlage nach m² Wohnfläche auf die einzelnen Eigentümer umgelegt und gibt es in dem Haus sehr viele Parteien mit mehr als einer Person, würde ich an dem jetzigen Mietverhältnis nichts ändern wollen. Hast Du eine relativ kleine Wohnung mit überwiegend Single-Haushalten, bist Du vielleicht auch durch die Aufteilung nicht schlecht dran. Wasser ist nicht unbedingt der größte Kostenposten und deshalb sollte man das nicht ganz so eng sehen.

Frag doch die Vermeiterin gleich, ob sie demnächst vor hat, die Miete zu erhöhen? Vielleicht ist es möglich mit Zustimmung zur Abrechnung gemäß Aufteilung und etwas niedrigerer Miete im Gegenzug eine Festschreibung der jetzigen Miete für z. B. 2 Jahre zu erreichen. Das wäre dann eine echte Win-Win-Situation, die das Verhältnis zur Vermieterin nicht belastet und Dir für 2 Jahre eine Sorge nimmt.

Gemäß Heizkostenverordnung sind die Wassererwärmungs- und Heizungskosten nach Verbrauch abzurechnen. Das ist hier der Fall. Dafür gibt es entspr. Vorauszahlungen. Die Hausnebenkosten scheinen hier im Rahmen einer Bruttomiete abgegolten zu sein. Eine Anpassung der Hausnebenkosten ist möglich. müsste aber optional im MV vereinbart worden sein.

ES kommt hier sicher auf den konkreten Text des MV an. Aber alles sieht so aus, wie von mir vermutet. Da gibt es dann natürlich keine jährliche Abrechnung der Betriebskosten (außer für die Heizung und Wassererwärmung). Das Frischwasser ist in der Bruttomiete enthalte und darf dann nicht nochmal berechnet werden.

Bei diesem Vertrag wird der Mietpreis als Teilinklusivmiete bezeichnet und ist zulässig. Neben Abrechnung der Heizkosten und WW-Kosten darf es keine weitere Abrechnung geben. Erfolgt denn eine Abrechnung der variablen Kosten Hz/WW nach einem 12-monatigen Abrechnungszeitraum? Oder sind die 200€ p.m. ein Pauschalbetrag?

@Gerhart

Eine Pauschale für Wassererwärmung und Heizkosten ist lt. Heizkostenverordnung unzulässig. Es muss also abgerechnet werden. Hier aber ausschließlich nur für diese.

Es kann doch gar kein Pauschalpreis festgelegt werden weil ja niemand weiß wie viel Wasser du tatsächlich verbrauchst! Das im Mietvertrag nichts davon steht heißt ja quasi nur das du keine Vorauszahlung für Kaltwasser zahlst und die Abrechnung zum schluss dann teurer ist, weil man eben vorab nichts gezahlt hat wie auch z.B. beim Strom...

Sehr schlechte und verwirrende Antwort. Das hat nichts mit geltendem Mietrecht zu tun.

Es kann doch gar kein Pauschalpreis festgelegt werden weil ja niemand weiß wie viel Wasser du tatsächlich verbrauchst!

Doch, das geht. Es ist halt immer ein Risiko für Mieter oder Vermieter. Verursacht der Mieter hier mehr Verbrauchskosten, als pauschal vereinbart, bleibt der Vermieter auf den restlichen Kosten sitzen. Umgekehrt kann es natürlich sein, dass der Mieter auch weniger Wasser verbraucht.

Also sowas hab ich ja noch nie gehört... Oo

Sowas macht doch aber keiner mehr in der heutigen Zeit oder??

@Gonzo1312
Sowas macht doch aber keiner mehr in der heutigen Zeit oder??

Doch, das ist nicht so selten. Das macht bei solchen Mietverhältnissen Sinn, wo nicht alle Kosten gerecht aufgeteilt werden können. Bei Verträgen für WG's oder bei Einfamilienhäusern mit Einliegerwohnung ist das nicht unüblich. Als Beispiel: Wie willst Du einen Kaltwasserverbrauch in einer WG gerecht auf alle Mieter umlegen? Hier funktioniert das nur über Pauschalen.

Tatsächlich ist der VM verpflichtet, in MFH verbrauchsabhängig Warmwasser- und Heizkosten abzurechen, § 2 HeinzkostenV.

Und das Wasser war ja mal kalt, bevor es erwärmt wurde, zahlst du das auch mit, § 6 HeizkostenV.

Nur Verbrauch der Toilettenspülung oder für die Waschmaschine im Keller ist pauschal bereits einberechnet.

... und das Trinkwasser, das unerwärmt aus dem Hahn fließt.

@Gerhart

Nein, ist in der Bruttomiete enthalten.

Nein! Das Frischwasser für sich ist in der Bruttomiete bereits drin. Es ist lediglich die Erwärmung zu vergüten. Und wie wolltest du das überhaupt trennen?

@albatros

Ich denke nicht, dass der Mieter aus der Heizung Brauchwasser zapft. Und Kalt- und Warmwasser kommen aus zwei getrennten Leitung mit einem Kalt- und Warmwasserzähler pro Wohneinheit verbrauchserfasst. So wie es vorgeschrieben ist, §§ 2, & HeizkostenV.

Steht im Mietvertrag evtl. noch etwas über § 2 der Betriebskostenverordnung?

Bei 200 € nur für Heizung und Warmwasser müßte die Wohnung etwa 150 - 200 m² groß sein.

Gib mal den genauen Wortlaut der entsprechenden Klausel im Mietvertrag wieder.

Besser noch scann die entsprechende Seite ein und lade sie als Bild in einer Antwort hoch.

Persönliche Daten unkenntlich machen.

Sollte damals 150 € zahlen, hab auf 200 € erhöht damit keine Nachzahlung kommt. Habe 120 m². Werde später die Seite scannen und hochladen. Vielen Dank!

@Doerte25

Dann ist das mit den 200 € in Ordnung.

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