Mietvertrag: Haustiere nicht erlaubt?!

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Solange das Maß nicht überschritten wird, sind Kleintiere, die in Käfigen oder Terrarien untergebracht sind, nicht zu verbieten. Es muss vom Vermieter zudem "eine" Katze tolleriert werden, es sei denn, er legt ein Attest vor, welches ihm eine Katzenhaarallergie bescheinigt und er im gleichen Haus wohnt.

Alles, was im Käfig ist, darf nicht verboten werden, allerdings darf man davon dann auch keine 50 Tiere halten.

Bei giftigen Reptilien muss aber vorher die Genehmigung des Vermieters eingeholt werden.

Diese Befreiung von Haustieren betrifft in erster Linie Nagetiere wie Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster, aber auch Leguane usw. können dazu zählen.

macht es unterschied ob eine wohnung oder ein zimmer in einem Personalwohnheim?

@WhateverxDD

Nicht dass ich wüsste.

Danke für den Stern.

Alles richtig bis auf die Katze. Katzen gehören nicht zu den Kleintieren und der Vermieter brauch weder ein Attest noch im gleichen Haus wohnen um diese zu verbieten. Wenn keine ausdrückliche Erlaubnis im Mietvertrag steht reicht dies aus um durchzusetzen dass die Kazue wieder abgeschafft werden muss.

@schallerb

Wurde im letzten oder vorletzten Jahr geändert. Eine Katze muss der Vermieter genehmigen, aber nicht mehr.

@Sternenmami

Nein, das wurde nicht geändert. War eine Presseente. Urteile selbst vom BGH ändern nicht das entsprechende Gesetz. Es sind lediglich Einzelfallentscheidungen.

Stimmt, Kleintiere sind von der Regelung generell ausgenommen (mal abgesehen von Reptilien etc pp), als Kaninchen, Meerschweinchen Hamster etc können auch mit einem Haustierverbot im Mietvertrag gehalten werden (SOGAR kleine Hunde! Es gibt spezielle Rassen die noch unter die Kleintierregelgungen fallen z.B. Yorkshire Terrier)

Das ist richtig. Ab Katzengröße darf alles verboten werden, wobei das auch abgeschafft werden soll, zumindest bei Hauskatzen. Aber alles darunter sprich Kaninchen, Meerschweinchen usw. dürfen sie nicht verbieten. ;)

Massgebend für die Haltung von Kleintieren ist der Mietvertrag. Wenn in diesem die Kleintierhaltung nicht verboten ist, können diese gehalten werden. Katzen sollen künftig nicht mehr unter Kleintiere fallen. Reptilien und andere exotische Tiere benötigen auch eine Genehmigung des Vermieters. Darüber hinaus müssen diese Tiere auch artgerecht untergebracht und gehalten werden.

Nicht ganz richtig. Selbst eine Klausel im Mietvertrag die das Halten von Kleintieren im ortsüblichen Rahmen verbietet wäre ungültig.

Mietvertrag erlaubt die Tierhaltung: In diesem Fall darf der Mieter übliche Haustiere wie Hunde, Katzen oder Vögel halten. Ungewöhnliche Tiere, wie Gift- und Würgeschlangen zählen aber nicht dazu. Der Mietvertrag verbietet die Tierhaltung: Steht im Mietvertrag, dass der Mieter keine Hunde oder Katzen halten darf, dann gilt das auch.

Enthält der Mietvertrag aber das uneingeschränkte Verbot jeglicher Tierhaltung, ist diese Vereinbarung unwirksam, weil dann auch Wellensittiche oder Goldhamster verboten wären. Bei dieser unwirksamen Klausel, darf der Vermieter eine Hundehaltung nur dann verbieten, wenn er konkrete Störungen durch das Haustier nachweist.

Wenn der Mietvertrag die Zustimmung des Vermieters verlangt: Steht im Mietvertrag: "Für jede Tierhaltung bedarf es der Zustimmung des Vermieters", dann steht es dem Vermieter grundsätzlich frei, ob er die Tierhaltung duldet oder nicht.

Hält der Mieter verbotenerweise Hund oder Katze, dann darf ihm der Vermieter deswegen allein in der Regel nie kündigen. Weigert sich der Mieter, das Tier abzuschaffen, weil er sich im Recht glaubt, dann muss er auf Unterlassung klagen. Etwas anderes gilt nur, wenn das Tier erheblich stört oder gefährlich ist und der Mieter nichts dagegen tut, obwohl er dazu aufgefordert wurde.

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