Mietschulden, 2 Jahresfrist?

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Aus § 569 BGB

Außerordentliche fristlose Kündigung aus wichtigem Grund

Die Kündigung wird auch dann unwirksam, wenn der Vermieter spätestens
bis zum Ablauf von zwei Monaten nach Eintritt der Rechtshängigkeit des
Räumungsanspruchs hinsichtlich der fälligen Miete und der fälligen
Entschädigung nach § 546a
Abs. 1 befriedigt wird oder sich eine öffentliche Stelle zur
Befriedigung verpflichtet. Dies gilt nicht, wenn der Kündigung vor nicht
länger als zwei Jahren bereits eine nach Satz 1 unwirksam gewordene
Kündigung vorausgegangen ist.

Darauf eine Mahnung mit Androhung einer fristlosen Kündigung folgte.

Eine Androhung ist noch keine Kündigung. Die erste fristlose Kündigung ist ja schon länger als 2 Jahre her. Demnach dürfte die erneute unwirksam werden/sein wenn der komplette Mietrückstand unverzüglich gezahlt wird.

Kündigt der Vermieter gleichzeitig fristgerecht wegen unregelmäßiger Mietzahlungen, bleibt diese Kündigung jedoch wirksam.

Der Vermieter hat ein Recht darauf seine Miete zu erhalten. Er ist nicht die Wohlfahrt und Deine privaten Sorgen irrelevant für den Vertrag.

Wenn ALG1 nicht reicht war die Wohnung ohnehin zu teuer für Dich.

Man sagt nicht ohne Grund dass die Miete Maximal 25Prozent des Einkommens auffressen sollte. Mit Nebenkosten maximal ein Drittel. 

Wer so kalkuliert kann auch im ALG1-Bezug seine Miete weiter zahlen. Man muss dann bei anderen Dingen sparen. Miete, Strom, etc. ist vorrangig.

Mach Dich mal im Internet darüber schlau. Ich meine mal u.a. dort gelesen zu haben, dass solch eine fristlose Kündigung und Räumungsklage nicht durchgesetzt werden kann, wenn der Mieter zumindest einen Teil der Miete bezahlt. Das würde Dir ja dann ein wenig Aufschub geben damit Du nicht sofort auf der Straße sitzt.

Sobald man mit einer Monatsmiete komplett in zahlungsverzug ist hat der vermieter das recht das Verhältnis frißtlos zu kündigen. das ist das einzige was ich darüber weiß.

Hallo, vielen Dank für die schnellen Antworten. Ich habe mir heute früh ein Herz gefasst, bin zu meinem Vermieter gefahren und habe mit ihm über meine Mietschulden geredet. Er hatte sehr viel Verständnis. Wir haben uns auf Ratenzahlung geeinigt. Ich sollte zuerst die Miete + Raten dazu bezahlen Zuerst was ich kann, dann steigern. Die Schulden sollten so schnell es geht beglichen werden. Habe ihn gefragt, ob wir das schriftlich vereinbaren könnten, da meinte er, dass brauchen wir nicht. Ich hab zwar schon Vertrauen zu ihm, aber irgendwie ein komisches Gefühl in meiner Bauchgegend. Was ist wenn er mir nun doch die Kündigung schickt, ist ja nur mündlich abgesprochen...Was mache ich dann, ohne Zeugen.... Ich hoffe doch, dass es soweit nicht kommt...

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