Mietminderung - Wie viel und ab wann?

5 Antworten

Mängel, die den Gebrauch der Mietsache erheblich beeinträchtigen, berechtigen den Mieter zur Mietminderung. Das ab Kenntnis des Vermieters von der Mangelhaftigkeit, bis zu 6 Wochen dann auch rückwirkend. Mängel schriftlich per Einwurfeinschreiben anzeigen, Fristsetzung zwei Wochen. Bei Verzug des Vermieters (er macht nix) selbst die Abstellung beauftragen und die Kosten ab übernächstem Monat mit der Miete aufrechnen. Wichtig: Beweise sichern (Fotos, Zeugen, der/die Handwerker). Mietminderung 5% der Bruttomiete sind insgesamt gerechtfertigt. Das solang bis die Mängel abgestellt sind.

Die grundlegende Frage ist, ob überhaupt ein Mangel besteht, der zur Mietminderung berechtigt.

Bevor Du über Berechnungen nachdenkst, solltest Du das erst einmal klären.

Der Herd ist nicht unbenutzbar, eine Kühlschranktür (die durch Federn zugehalten wird???) kann man relativ leicht behelfsmäßig daran hindern sich zu öffnen, und auch Bodenunebenheit sind relativ leicht auszugleichen ....

Liegen in der Elektrik keine Fehler vor, sonder sie es z. B. bei einem Altbau einfach nicht hergibt, den "Hunger" moderner Geräte zu stillen, muss man im Regelfall solche Einschränkungen hinnehmen.

Ja, die Kühlschranktür wird durch Spannungsfeldern zugehalten. Bodenunebenheiten leicht zu beseitigen mag sein. Ich sehe mich nur nicht in der Position, die hälfte des Laminates zu entfernen, den Boden mittels Ausgleichsmasse zu bearbeiten, und den Boden wieder zu legen.

Ob in der Elektrik ein Fehler vor liegt oder nicht, kann ich nicht beurteilen, da ich kein Elektriker bin. Einen solchen zu bestellen, sind mit Kosten verbunden, die ich als Mieter nicht zu begleichen habe, da die Küche nicht mein Eigentum ist.

Da beim Einzug versichert wurde, das alles Reibungslos Funktioniert, steht für mich auch die Frage nicht offen, ob damit die Komplette Nutzung des Ofens mit eingeschlossen ist. Da die Küche gerade mal ein Jahr Alt ist, besteht darauf Garantie, wo mit dem Vermieter keinerlei Kosten auf ertragen werden, bis auf der Elektriker, der sich dann ggf. den Herd ansieht.

Bis Heute hörte man nichts von ihm. Deswegen möchte ich ein schreiben aufsetzen, in dem ich ihm eine Frist setze, sich darum zu kümmern, bevor es zu einer Minderung kommt. Da es ja für jedes Anliegen einen eigenen Prozentsatz gibt, frage ich mal in die Runde wie ich das Berechnen muss.

Mangel

  • Man muss den Vermieter über die Mängel in Kenntnis setzen.(Per Einwurfeinschreiben)

  • Setzen Sie ihm eine angemessene Frist zur Behebung der Mängel.Bei nicht schwerwiegenden Mängeln 2-4 Wochen. Bei Schwerwiegenden kürzer.

  • Die Frist muss datumsmäßig bestimmt oder bestimmbar sein. Also nicht schreiben „umgehend“ oder „sofort“, sondern „bis zum [Datum in drei Wochen].

  • Kündigen Sie dem Vermieter an,dass Sie bei fruchtlosem Ablauf der Frist eine Ersatzvornahme(Selbstbeauftragung) vornehmen werden und die Kosten ab übernnächsten Monat mit der fälligen Mietzahlung aufrechnen werden.

Ist der Vermieter nicht erreichbar oder nicht rechtzeitig erreichbar, etwa, wenn er gerade in Urlaub ist und be- oder entsteht ein Mangel, dessen Behebung zur Abwendung einer Gefahr für den Mieter oder die Mietsache nicht aufgeschoben werden kann, kann der Mieter ebenfalls entsprechende Maßnahmen veranlassen und vom Vermieter Aufwendungsersatz verlangen.

www.anwalt-im-netz.de/mietrecht/mangel-der-mietsache.html

Anstatt der Ersatzvornahme kann die Miete angemessen gemindert werden.

Die Höhe einer Minderung sollte ein Anwalt oder Mieterbund festlegen.

meines wissens sind fast alle böden ewas uneben. das kann dein küchentechniker ohne probleme ausgleichen, an den schrauben unten.

Nun, da lässt sich leider nichts Einstellen, da die Absenkung direkt im Wohnzimmer vor der Couch ist.

Mietminderungen kann man nicht berechnen, die kann man nur abschätzen. Dabei soll die prozentuale Minderung die Minderung der Gebrauchsfähigkeit der Wohnung widerspiegeln...

Da es sich hier bei allen Sachen nur um Kleinigkeiten handelt, die die Nutzbarkeit der gesamten Wohnung nicht großartig mindern, gehe ich von nicht mehr als 10 % der Bruttowarmmiete aus...

Auf einer Internetseite für Mietminderung hab ich es gerade nach gelesen, das man in den meisten fällen nur schätzen kann, so wie Du es Sagst. Sollte die Schätzung jedoch zu hoch sein, muss der Überschuss dann auch zurück gezahlt werden, sollte das Anliegen vor ein Gericht gehen. Was wovon ich ausgehe, nicht der Fall sein wird.

Um jedoch auf Nummer sicher zu gehen. Kann man sich dafür Informationen aus dem Mieterschutz einholen?. Ein Anwalt dafür scheint mir dann doch ein wenig hoch gegriffen zu sein

@Claut

Mieterschutz gibt im Normalfall nur Auskunft, wenn das Problem erst 3 Monate nach Eintritt entsteht...

@Tillmann1

Kannst Du mir noch Sagen, wie lange ich die Frist setzen soll, um den mängel zu beheben? Binnend Heute.

Ich dachte an 2 Wochen

@Claut

Die Frist sollte angemessen sein...

Abschließend kann ich das nicht beurteilen, da ich den Umfang Arbeiten nicht kenne. Ich würde getrennte Fristen setzen. Für Kühlschrank und Herd reichen sicher 2 Wochen, für den Fußboden würde ich zur Sicherheit 4 Wochen setzen...

@Tillmann1

Ich gehe aber davon Richtig aus, das ich ab Absenden des Briefes bereits die Mietminderung vornehmen kann, oder?

@Claut

Da kann man sich drüber streiten. Spätestens ab ZUGANG des Briefes kannst Du die Mietminderung vornehmen. Für den Zeitraum zwischen Auftreten des Mangels und Zugang müsstest Du Dich ggf. streiten...

@Tillmann1
Mieterschutz gibt im Normalfall nur Auskunft, wenn das Problem erst 3 Monate nach Eintritt entsteht...

Das ist falsch! Beratung ab Zahlung des Mitgliedsbeitrages. Rechtsschutz aber erst nach drei Monaten Mitgliedschaft.

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