Mieterhöhung zulässig trotz Badezimmer umbau?

5 Antworten

Je nach dem, ob Deine Wohnung 40, 50 oder 60 m² hat, ist das eine Erhöhung zwischen ca. 25 bis 40 Cent je m².

Beträgt die Kaltmiete 150 € je Monat, wären es 10 % Erhöhung, bei 300 € wären es 5 % und bei jedem Mietbetrag darüber unter 5 %, also knapp über der Inflationsrate.

Vor rund 2 1/2 Jahren seid Ihr in eine Wohnung gezogen, die ein total altes Badezimmer hatte und nun ein sehr modernes.

Mängel haben nichts mit einer Marktanpassung der Miete zu tun. Sie sind extra zu melden mit der Aufforderung, die Mängel zu beseitigen. Bei schwereren Mängeln, die die Nutzbarkeit der Wohnung beeinträchtigen, könnt Ihr die Miete mindern.

Einige haben Euch schon geschrieben, dass das Schreiben vollkommen wirkungslos ist. Ignoriert es einfach. Euer Vermieter wird sich darüber ärgern und evtl. Beratung in Anspruch nehmen und dabei wird ihnen gesagt, dass man wegen ein paar Prozent bzw. 15 € pro Monat, bzw. 200 € pro Jahr keine Klage zwecks Mieterhöhung einreichen würde.

Man würde ihm raten, die Miete um mindestens 15 bis 20 % zu erhöhen, also um vermutlich mehr als 60 € pro Monat, 720 € pro Jahr, damit es sich lohnt. Ein Rechtsanwalt würde dann ein Mieterhöhungsverlangen formulieren und Euch zustellen, das dann rechtlich einwandfrei wäre.

Stimmt Ihr dann nicht zu, werdet Ihr auf Zustimmung verklagt und wenn alle Voraussetzungen stimmen, werdet Ihr verurteilt, die neue Miete zu akzeptieren.

Das Risiko besteht.

Ihr könntet aber jetzt einfach mit dem Vermieter vereinbaren, dass Ihr ab Januar 15 € mehr bezahlt. Dann hättet Ihr mindestens 15 Monat wieder Ruhe oder Ihr vereinbart direkt, dass die Miete 2 Jahre oder länger dann nicht mehr steigen darf.

Um deine Frage sinnvoll beantworten zu können, müsste man alle möglichen Details kennen, andere bereits genannte Faktoren, wie: Badsanierung durch euch spielen allerdings keine Rolle.

Auch kann ein Vermieter in der BRD nicht mehr einfach per Brief eine Mieterhöhung beschließen, sondern muss ein sogenanntes Mieterhöhungsgesuch stellen, in dem er eine Mieterhöhung stichhaltig begründen muss (und der Mieter dem zustimmen muss), z.B. damit, dass XY Jahre keine Erhöhung stattfand und die Miete daher nun an die ortsübliche Vergleichsmiete angepasst wird. Hierbei sind dann auch wieder evtl. Mietpreisbremsen und Kappungsgrenzen des Wohnortes zu beachten. Ist das Mieterhöhungsgesuch also gemäß Mietrecht unbegründet oder auch mit Formfehlern behaftet, dürfen Mieter ihm widersprechen, oder auch ignorieren und der Vermieter muss ein neues fehlerfreies Gesuch stellen, will er die Mieterhöhung durchsetzen. Die dreimonatige Frist läuft dann erneut, und der Mieter hat schon einmal Zeit gewonnen, entweder, um sich eine neue Wohnung zu suchen oder um die Erhöhung hinauszuzögern.

Aber wie bereits geschrieben, da kommt es auf jedes Detail an, ob die Mieterhöhung durchsetzbar ist.

Allerdings sei auch angemerkt, dass manche Leute "Betriebskosten" mit Mietkosten verwechseln. Werden die Betriebskosten(vorauszahlungen) erhöht, aufgrund gestiegener Betriebskosten, so ist das was Anderes und rechtens im üblichen Rahmen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

original Wortlaut...aufgrund der gestiegenen Kosten sehen wir uns leider gezwungen Ihre Miete ab dem 1. Januar 2019 um 15.-€ zu erhöhen.

@mullepuppe

Das kannst du einfach ignorieren, denn es hat keinen Bestand und zum 1.1.2019 ohnehin unmöglich.

Wasserleitungen/Druck: wenn das Druck so niedrig ist, daß Du kein heißes Wasser bekommst, musst Du diesen Mangel anzeigen und eine angemessene Frist zur Beseitigung setzen. Bis zur Beseitigung kannst Du die Miete mindern

Stromleitungen: so lange der Strom überall fließt, wo er soll, ist das kein Mangel

Mieterhöhung: lass das Mieterhöhungsverlangen beim Mieterverein oder bei einem Anwalt für Mietrecht prüfen. Die meisten Mieterhöhungen sind nichtig oder zu hoch.

Ich sehe gerade, daß der Vermieter die Miete um 15 EUR erhöhen will - abhängig von der derzeitigen Miete ist das doch recht wenig; er darf sogar noch wesentlich mehr fordern.

Das mit den Wasserleitungen weiß er seit dem Badumbau, das hatte der Klempner festgestellt als er die neuen Zuleitungen in den Keller gelegt hat. Darauf hin meinte mein Vermieter dass das die Schuld vom Klempner wäre, weil beim installieren der neuen Zuleitung Dreck in die Rohre gefallen wäre. Wir bräuchten im Haus eigentlich nur neue Durchlauferhitzer die den Druck elekronisch regelt, aber die Kosten sind dem Vermieter zu hoch...und mit dem Strom verhält es sich so dass wenn bei meiner Nachbarin der Strom weg ist, funktioniert meine Klingel und der Türdrücker nicht mehr. Fakt ist dass der Vermieter alles scheut was Geld kostet und wir das Haus in Schuss halten und wir eine Mieterhöhung nicht gerechtfertigt sehen! Für was?

@mullepuppe
  • Wasserleitungen: fordere den Vermieter schriftlich, nachweisbar und mit Fristsetzung auf, den Mangel zu beheben und kündige eine Mietminderung an. Wie hoch die ausfallen kann, sagt Dir der Mieterverein oder ein Anwalt für Mietrecht
  • Strom: s. Wasserleitungen

Die Umlage von Modernisierugnskosten ist vollkommen legitim!

Das würde auch für eine enertgetische Saneirung unter einbeziehung aller leintungen im Hause gelten.

Geben Sie dem Vermieter doch mal ´nen schriftlichen Anreiz!?!

Nur merke:

Gefährlich ist’s, den Leu zu wecken,
verderblich ist des Tigers Zahn;
jedoch der schrecklichste der Schrecken,
das ist der Vermietermensch im Modernisierungswahn.

frei nach Schiller

Die von dir benannten Maßnahmen begründen keine rechtmäßige Mieterhöhung. Du solltest auf entsprechende Forderungen nicht reagieren und die bisherige Miete weiterhin zahlen. Das Mieterhöhungsverlangen ist formal unwirksam. Ihm braucht demgemäß nicht widersprochen zu werden.

Bitte auf keinen Fall zustimmen und nicht die höhere Miete zahlen!!

Schweigen ist das Gebot, mehr nicht.

Was möchtest Du wissen?