Mieterhöhung - wie muss sie formuliert sein?

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Die Mieterhöhung muss erst einmal eine eindeutig formulierte und nachvollziehbare Begründung haben. Einfach nur so "erhöhen wir die Miete zum ..." ist nicht.

Wenn du feststellst, dass zwar bez. Vergleichsmiete usw. erstmal alles ok ist, ist das für die Erhöhung als solche völlig wurscht: Es muss im Mieterhöhungsbegehren *drinstehen*, warum genau die Miete erhöht werden soll und in genau bezifferten Beträgen. Bei frei finanziertem Wohnraum gelten bestimmte Fristen, zu wann die Miete erhöht werden kann (i.d.R. drei Monate nach Mieterhöhungsbegehren). Auch darauf muss hingewiesen werden, und du hast der Mieterhöhung zuzustimmen. Auch muss darauf hingewiesen werden, dass dir ein Sonderkündigungsrecht zusteht.

Und da gibt es noch viel viel mehr, was es dem Vermieter bei ungenauer Arbeitsweise schwermachen kann, die Miete zu erhöhen. Im Netz gibt es haufenweise Infomaterial der Mietervereine, wo du es genau nachlesen kannst.

Zur ersten Orientierung gib hier doch einfach mal etwas mehr Info über die genauen Umstände der Mieterhöhung, dann kann man vllt. weitere Hinweise geben, wo es sich einzuhaken lohnt.

Wenn man ein Mieterhöhungsschreiben bekommt, das einem irgendwie komisch vor kommt, sollte man als erstes prüfen, um wieviel eigentlich erhöht wird.

Erhöht der Vermieter bspw. um 10 % und sind bei Euch 20 % möglich, sollte man mit Zurückweisung vorsichtig sein. Braucht ein Vermieter die Hilfe eines Anwalts, um ein korrektes Mieterhöhungsschreiben aufzusetzen, steigt die Erhöhung schnell auf den Maximalsatz an. Statt 10 % sind es dann plötzlich 20 %. Dann hätte sich die fadenscheinige Zurückweisung wirklich gelohnt...

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