Mieter zahlt Mieterhöhung nicht trotz schriftlicher Zustimmung. Was ist der nächste Schritt?

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  1. Mit erteilter Zustimmung, mahne den aufgelaufenen Mietrückrückstand  zugangssicher schriftlich ab ("trotz ihrer Zustimmung zu dem ab [Datum] verändertem Mietzins von [Betrag] weist ihr Koto bis heute einen Saldo von [EUR] auf"), fordere "innerhalb von 14 Tagen nach dokumentierter Zustellung dieses Schreibens" vollständigen Ausgleich, mahne "zukünftig stets fristgerechte und vollständige Mietzahlungen" an und kündige an, "widrigenfalls n. § 573 II 1 BGB aus berechtigten Gründen das Mietverhältnis durch Kündigung zu beenden".
  2. "Zugangssicher schriftlich" meint, Einwurfeinschreiben mit Einlieferungsbeleg und ausgedruckter Sendungsverfolgung oder bezeugte, offene Übergabe deiner Schreiben

So wird das was - so oder so :-)

G imager761

Schick ihm eine Abmahnung in der steht das er bis Datum ...  mit xxx € der Miete im Rückstand ist.

Dieser bis zum, sagen wir mal, 25.06.2016, auszugleichen ist.

Kläre ihn gleichzeitig darüber auf das ihm bei einem Rückstand  der eine Monatsmiete nicht unerheblich übersteigt fristlos gekündigt werden kann.

Er zahlt ja Miete in Höhe der Alten, also vor Mieterhöhung. Somit dürfte
er ja nicht im "Mietrückstand" sein. So viel ich weiß geht eine
Kündigung nur dann, wenn der Mieter 2 volle Mieten im Rückstand ist.

Natürlich ist er mit einem Teil der Miete im Rückstand. Dem Mieter kann auch fristlos gekündigt werden wenn er mit 1 MM + 1 Cent im Rückstand ist.

Du hast die schriftliche Zustimmung!

Der Mieter zahlt Kaltmiete + Nebenkosten, oder?

Dann rechne bis zur nächsten Abrechnung so:

Kaltmiete seit Wirksamkeit der Mieterhöhung um 20 € höher, dafür Betriebskostenvorauszahlung 20 € niedriger. Das ergibt dann eine höhere Nachzahlung, die Du dann auch für danach erhöhen wirst. Schon ist die Sache erledigt.

Hanebüchender Blödsinn. Mal abgesehen davon, dass ein Anpassung der BK-Vorauszahlungen erst durch schriftliche Erklärung nach einer Abrechnung über einen Zwölfmonatszeitraum erfolgen darf, besteht keinerlei Aufrechnungsanspruch mit dem Mietzins.

Tatsächlich kann der M verlangen, dass die mit der Mietzahlung geleisteten Vorauszahlungen vollumfänglich vom Abrechnungsbetrag abgezogen werden können.

Und nach 3 Jahren verjährt der Anspruch des VM auf fehlende Mietzahlungen

@imager761

Hanebüchener Blödsinn? Mag sein, rein juristisch gesehen. Aber es wird bei einem Mieter, der lediglich "den Dauerauftrag vergessen hat zu ändern", sehr gut funktionieren.

Mal abgesehen davon, dass ein Anpassung der BK-Vorauszahlungen erst
durch schriftliche Erklärung nach einer Abrechnung über einen
Zwölfmonatszeitraum erfolgen darf,

In dem Fall passte nicht der Vermieter an, sondern der Mieter, indem pro Monat 20 € zu wenig überwies.

besteht keinerlei Aufrechnungsanspruch mit dem Mietzins.

Das wird der Mieter in dem Fall aber nicht einwenden, sondern er wird froh sein, dass sein Versäumnis auf diese Weise bequem aus der Welt geschafft wird.

Tatsächlich kann der M verlangen, dass die mit der Mietzahlung
geleisteten Vorauszahlungen vollumfänglich vom Abrechnungsbetrag
abgezogen werden können.


Wird der Mieter in diesem Fall aber nicht tun.

Und nach 3 Jahren verjährt der Anspruch des VM auf fehlende Mietzahlungen

Solange wird es aber nicht dauern, bis das "Missverständnis" aus der Welt geräumt ist. Die beiden werden sich spätestens nach der Jahresabrechnung schon einig werden. Das dauer nicht, bis die Forderung verjährt ist.

Hanebüchener Blödsinn? Manchmal hilft es mehr, pragmatisch vorzugehen, als sich an juristische Spitzfindigkeiten zu halten.

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