Mieter zahlt Mieterhöhung nicht

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Die Frage ist sehr knapp. Man kennt nicht viele Hintergründe. Deshalb meine Vermutung hier: Ihr habt mit dem Mieter über eine Erhöhung gesprochen und er ignoriert das einfach. Oder Du hast ihm einen Brief geschrieben und der Mieter hat nicht geantwortet und will auch nicht zahlen. Das erste was helfen kann, ist ihn mündlich zu fragen, ob er die Mieterhöhung übersehen hat. Nun wird er sich vielleicht entschuldigen, nachzahlen und alles ist o.k. Oder er gibt zur Antwort, dass er keine Mieterhöhung akzeptiert.

Da es für Mieterhöhungen eine klare gesetzliche Regelung gibt, die man als Laie rechtssicher kaum erfüllen kann, ist der beste Weg, einen Anwalt damit zu beauftragen, die Mieterhöhung zu verlangen. Der Mieter wird seinerseits nun prüfen, ob er dem Verlangen nun zustimmen wird oder nicht. Dafür gibt es Fristen. Stimmt er nicht zu, muss der Anwalt Klage einreichen. Wenn es keine triftigen Gründe gibt, die gegen die Mieterhöhung sprechen, wird am Ende der Mieter dazu verurteilt, die Erhöhung zu akzeptieren und zwar von dem Zeitpunkt an, von dem es mit dem ersten Anwaltsbrief verlangt wurde. Um so einen Fall, aber wirklich sicher zu beenden und nicht Gelegenheit zu geben, dass der Mieter evt. in Berufung geht, wird der Richter vielleicht auch einen Vergleich vorschlagen. Wenn dieser beiderseits akzeptiert wird, ist eine Mieterhöhung durchgesetzt. Aber ganz wichtig: Ohne die genauen Verhältnisse zu kennen, erscheint mir eine Erhöhung um € 15,- etwas zu wenig. Da der Mieter das schon nicht akzeptiert, solltest Du heraus finden, wieviel maximal an Erhöhung möglich ist. Immerhin verursacht Dir der Mieter nun Kosten, die durch eine Mieterhöhung um 15 € so schnell nicht wieder rein kommen. Vielleicht sind 50 € je Monat möglich. Dann wird am Ende durch einen Vergleich den man vor Gericht, aber auch außergerichtlich schließen kann, bevor Klage eingereicht wird, eine Erhöhung um vielleicht 25 € dabei raus kommen. Viel Erfolg.

Es kann durchaus sein, dass der Mieter schlauer ist als du, d.h., er seine Rechte kennt. Ein Mieterhöhungsverlangen ist erheblich reglementiert. Falls du da etwas übersehen hast, ist es möglicherweise unwirksam. Deine Klage liefe in's Leere und du hättest die Verfahrenskosten zu tragen. Beispiel: Du hast den Mieter nicht im MEV aufgefordert, der ME zuzustimmen. Schon wäre dein Verlangen unwirksam und das Verhalten des Mieters völlig in Ordnung.

Schau also einfach mal in's BGB, da kannst du dich schlau machen.

Eigentlich wäre der nächste Schritt gerichtlich auf Zustimmung und Zahlung der erhöhten Miete zu klagen (Achtung: hierfür gilt eine Frist einzuhalten, ansonsten ist der Anspruch verwirkt). Aber bevor man diesen Weg beschreitet, sollte genau abgeklärt werden, ob das Mieterhöhungsverlangen auch rechtlich in Ordnung war (Mietspiegel oder mind. 3 vergleichbare Mieten, die der erhöhten Miete/qm-Preis entsprechen, Kappungsgrenze einhalten und letzte Mieterhöhung muss ein Jahr zurückliegen, dann erst das Erhöhungsschreiben fertigen).

Mieterhöhung warum, wieso, weshalb?

Das muß man als Vermieter schon sehr genau begründen bzw. sich an Bestimmungen halten und entsprechende Fristen einhalten.

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