Mieter abgehauen aber nach Kündigungsablauf, schlüssel für wohnung heimlich hinterlegt

5 Antworten

Das wirst Du jetzt nicht hören wollen, aber es ist leider Realität:

Du hattest einen Mietnomaden in Deiner Wohnung. Ähnliches ist meiner Mutter auch schon mehrfach passiert. Sei froh, dass Du den Schlüssel hast und hoffe, dass nicht auch noch Kosten vom Energieversorger auf Dich zukommen.

Du kannst natürlich versuchen, die Schulden einzutreiben. Dazu musst Du zuerst mehrfach mahnen und kannst dann vom Amtsgericht einen sog. Titel beantragen.

freundliche Grüße

Martin

Na sowas passiert mir glaub ich nur einmal du kannst den leuten nicht in den Kopf schauen Arbeitsverhältnis war da papiere soweit in ordnung aber gut da muss ich nun mal durch. Ja mit Energieschulden rechne ich. mfg

@schwarerose1970

Das sind ja nicht deine Energieschulden. Die soll das Energieunternehmen selbst von seinem Kunden, deinem Ex-Mieter, eintreiben. Sie versuchen oft es vom Vermieter zu bekommen, das ist der einfache Weg.

@diroda

Und wenn sicher Mieter beizeiten abgemeldet hat, ist der Vermieter wieder der Energiebzieher und hat nun zu beweisen, wie lange der Mieter tatsächlich in der Wohnung gewohnt hat. Also ganz einfach wird es nicht, wenn sowas auch noch hängen bleibt.

@schwarerose1970

Gebe aber den Türen neue Schlösser, denn Nachschlüssel lassen sich leicht machen. Und bei den neuen Mietern ist somit ruhe vor den anderen .

Du musst immer mit der Schlechtigkeit der anderen Rechnen ! wenn ich das unterbinden kann, so tue ich dies !

Ich hatte folgenden Fall, in Kürze: Der Mieter eines Einfamilienhauses hat einen Makler beauftragt einen Nachmieter für das Haus zu suchen. Eine Kündigung bei mir ist aber nicht erfolgt. Ich wusste also nichts von den Absichten des Mieters. Mieter plötzlich über Nacht mit unbekanntem Ziel ausgezogen. Schlüssel lag im Briefkasten des Maklers. Es lagen erhebliche Miet- und Nebenkostenschulden vor. Ich durfte das Haus nicht betreten und musste erst einen Rechtsweg beschreiten um überhaupt in das Haus zu dürfen. Monate sind vergangen und die Suche nach dem neuen Aufenthaltsort des Mieters war ergebnislos. Das Chaos das mich erwartete war grenzenlos. Ca 6 Monate Mietausfall + Räumungs-, Reinigungs- und Renovierungskosten. Hab den Mieter zwar noch ausfindig gemacht in Berlin, war aber nun ein mittelloser Penner, also nichts zu holen. Ich sage mal, sei froh dass Du noch so davon gekommen bist, es könnte noch schlimmer sein. Ich gebe daher "anitari" in vollem Umfang recht.

Alles, was gesagt werden muß, wurde schon geschrieben.

Da mir selbst ähnliches widerfahren ist, habe ich mich entschlossen, eine Vermieterrechtsschutzversicherung abzuschliessen. Leider werden die zahlungsunwilligen bzw. -unfähigen Mieter immer mehr. Einen Schutz vor Mietausfall gibt es bei fast keinem Mieter, deshalb diese Versicherung.

Diese beinhaltet neben dem Rechtsschutz auch alle Gerichtskosten und Kosten für die Zwangsräumung usw.. Kostenpunkt ca. 125,- € pro Wohnung.

Weiter bestehe ich darauf, dass jeder Mieter bei Abwesenheit den Schlüssel bei Freunden oder Bekannten hinterlegt, wo auch mir diese Adresse bekannt ist.

Auch habe ich für jede Wohnung einen Ersatzschlüssel, im versiegelten Briefumschlag, damit kann ich beim Absetzen des Mieters oder im Not/Brandfall kurzfristig in die Wohnung kann. Ebenfalls stehe ich mit den Energielieferanten im engen Kontakt, so weiß ich relativ schnell, wo es Probleme geben wird.

Du magst es vielleicht nicht hören wollen, aber sei froh das er wirklich ausgezogen ist.

Die Mietschulden kannst Du einklagen, ebenso ihm die Säuberung der Wohnung und ein neues Schloß für die Garage in Rechnung stellen.

Allerdings ist zu befürchten das das alles im Nichts verläuft und Du nur noch mehr Kosten hast.

Also Ärmel hoch krämpeln, Wohnung sauber machen oder machen lassen, neues Schloß in die Garagentür und schnellstmöglich wieder vermieten.

Was ist eigentlich mit Kaution? Hat der Mieter eine hinterlegt? Wenn ja, kannst Du die einbehalten.

Tip für die Zukunft, Mieter gründlicher auswählen, d. h. Schufa- und Selbstauskunft verlangen und das maximale an Kaution (3 KM).

Dem stimme ich voll zu. Alles andere kostet nicht nur noch mehr Geld sondern auch Nerven.

@StupidGirl

Sehe ich anders... alleine aus Prinzip würde ich die Kosten einklagen und einen Titel erwirken und immer wieder mal vollstrecken lassen. Einmal alle 30 Jahre reicht ja, damit es niemals verjähren kann, denn beim Vollstreckungsversuch (egal ob erfolgreich oder nicht) beginnt die Verjährungsfrist (30 Jahre bei einem Titel) von vorne!

Das Geld wäre es mir wert, nur um ihm das Leben schwerer zu machen... und wenn man Glück hat kommt er ja doch irgend wann zu Geld... sonst lebt er halt ewig unter dem Existenzminimum und bekommt nie irgendwo etwas dank Schufa und Co.

Tue das, was jeder tun muss - Klagen...leider sehr kosten- und zeitintensiv und ob auch was zu holen ist steht nochmal auf einem anderen Blatt! Ehemalige Mieter meiner Eltern drücken sich seit 26 Jahren erfolgreich darum - noch 4 Jahre und sie schauen vollens in die Röhre

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