Miete weiterbezahlen bei Todesfall?

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Durch den Tod des Mieters, endet das Mietverhältnis aufgrund der Regelungen im Bürgerlichen Gesetzbuch ausdrücklich nicht.

  1. Wenn der Mieter alleine gewohnt hat, geht das Mietverhältnis bei seinem Tod auf seine/n Erben über.

  2. Wenn mehrere Personen gemeinsam eine Wohnung gemietet haben, besteht das Mietverhältnis beim Tod eines Mieter mit dem überlebenden Mieter fort. Der überlebende Mieter kann/können innerhalb von einem Monat ab Kenntnis vom Todesfall das Mietverhältnis mit einer Frist von drei Monaten kündigen.

  3. Ist nur einer der Ehepartner Mieter und verstirbt dieser, so geht das Mietverhältnis bei einem gemeinsamen Haushalt automatisch auf den überlebenden Ehegatten über. Der Ehegatte tritt allein in das Mietverhältnis ein, auch wenn im Haushalt Kinder und/oder weitere Haushaltsangehörige vorhanden sind.

  4. Wenn der Erbe nicht in die Wohnung einziehen will, so kann er das Mietverhältnis mit einer Frist von drei Monaten kündigen. Die Kündigung muss allerdings innerhalb eines Monats erfolgen. Die Frist beginnt , sobald der Erbe Kenntnis vom Tod des Mieters und davon hat, dass ein Eintritt in das Mietverhältnis oder dessen Fortsetzung nicht erfolgt ist.

  5. Die Kündigungsfrist beträgt dann drei Monate. Eine vorzeitige Vertragsbeendigung ist nicht einseitig möglich, sondern müsste mit dem Vermieter vereinbart werden.

  6. Eine Möglichkeit, den Mietvertrag vor Ablauf der drei Monate zu beenden, ist die Vereinbarung mit dem Vermieter , dass das Mietverhältnis früher beendet wird, wenn ein Nachmieter gestellt werden kann. Wichtig ist, dass eine Kündigung immer schriftlich zu erfolgen hat. Sind mehrere Erben vorhanden, müssen alle die Kündigung unterschreiben. Wenn der Vermieter in Ihrem Falle also verlangt, dass Sie weitere drei Monatsmieten bezahlen sollen, weil das Mietverhältnis in drei Monaten endet, so hält er sich an die geltende Rechtslage. Die einzige Möglichkeit für Sie, den Mietvertrag vorzeitig zu beenden, ist dann gegeben, wenn Sie vorher einen Nachmieter stellen oder der Vermieter vor Ablauf von drei Monaten eine Neuvermietung vornehmen kann.

Quelle:

http://www.deutsche-anwaltshotline.de/rechtsberatung/101396-tod-der-mieter---muessen-erben-drei-monate-die-miete-weiter-zahlen

Nach § 580 BGB Außerordentliche Kündigung bei Tod des Mieters

Stirbt der Mieter, so ist sowohl der Erbe als auch der Vermieter berechtigt, das Mietverhältnis** innerhalb eines Monats,** nachdem sie vom Tod des Mieters Kenntnis erlangt haben, außerordentlich mit der gesetzlichen Frist zu kündigen.

Quelle: BGB

Ja, ist in Ordnung.

Erfahrungsgemäß ist die Wohnung ja auch nicht flugs leer, sobald einer verstorben ist.

Die Beerdigung muss übrigens auch bezahlt werden, auch wenn der Hauptakteur tot ist.

Die Erben können aber auch das Erbe ausschlagen, dann dürfen Sie aber auch nichts mehr aus der Wohnung mitnehmen (auch keine persönlichen Erinnerungsstücke).

Soweit ich weiß musst du leider weiter zahlen. Mit dem Erbe geht der Mietvertrag auf dich über, du musst ihn ganz normal mit Frist kündigen. Musst den Fall nur mal anders herum sehen, wenn z.B. ein Partner stribt, und der andere aber in der Wohnung bleiben will, kann der Vermieter einen nicht sofort auf die Straße setzen, da die Kündigungsfrist auch für den Erben gilt.

Rechtens ist es - aber ich würde mich mit dem Vermieter kurzschliessen.

Die meisten akzeptieren die Kündigung bis zum Ende des Monats kulanterweise.

Ansonsten musst du wie bei einem normalen Mietvertrag einen Nachmieter bringen um aus der Frist raus zu kommen.

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