Miete verlangen von Lebensgefährtin meines Vaters?

7 Antworten

Wenn das Haus deinen Eltern gemeinsam gehört hat, habt ihr beide ein Viertel zusammen geerbt. Wohnt jetzt ein Dritter im Haus, habt ihr durchaus auch Anspruch auf eine (Teil-) Miete

Ohne anderslautendes Testament dürfte euch an dem (auf eure Mutter entfallenden Mit-)Eigentumsanteil des Hause jedem 1/4 zugefallen sein, im gesetzlichen Güterstand der Eheleute dem Witwer 1/2.

Je nachdem, ob Ihnen das Haus gemeinsam oder der Mutter allein gehörte, wärt ihr also zu 1/4 oder 1/8 Miteigentümer der Immobilie.

Unterstellt, der Lebensgefährtin eures Vaters wäre kein Wohnungrecht gewährt, habt ihr daher zunächst die nach eurem Miteigentumsanteil anteiligen Lasten des bebauten Grundstücks zu tragen, etwa Grundsteuer, Versicherungen, Instandsetzungen und dürft davon fiktive Jahresmiete nach ortsüblicher Vergleichsmiete abziehen. Und den etwaigen positiven Ertrag natürlich als Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung versteuern.

Der Anspruch richtet sich allerdings gegen euren Vater da ich annehme, dass er seine Lebensgefährtin mit in seinen Haushalt aufnahm.

G imager761





Sie können alleine  Ihr gemeinschaftliches Erbe auseinandersetzen! Alles andere bedarf der gemeinschaftlichen Entscheidung der Erbengemeinschaft.

Stimmt einer von den Erben nicht zu, können die Übrigen nichts entscheiden.

Du kannst eine Auszahlung deines Erbteiles fordern. Sollte dies nicht möglich sein müsste das Haus verkauft werden. Versuche dich doch mit ihnen zu einigen, evtl kannst du ja eine monatliche "Abzahlung" des Erbteiles erwirken.

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