Mietaufhebungsvertrag nach freiwilligen Auszug

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Bis zum Ablauf der im Mietaufhebungsvertrag vereinbarten Frist sind Betriebskosten zu zahlen. Ihre Abrechnung hat wie vom Gesetzgeber festgelegt im Jahrsintervall zu erfolgen und zwar binnen 12 Monaten (Abrechnungsfrist) nach Ablauf des Abrechnungszeitraumes von 12 Monaten. Für 2010 ist also bei kalenderjährlichem Modus bis 31.12.2011 abzurechnen gewesen. Innerhalb des Abrechnungszeitraumes gilt dann als Abrechnungsgrundlage der tatsächliche Nutzungszeitraum. Gleichgelagert, verschoben um ein Jahr, sieht es für die Abr. für 2011 aus. Diese muss demgemäß bis 31.12.2012 erfolgen. Nur wenn diese Fristen eingehalten werden, hat der Vermieter Anspruch auf eine evtl. Nachzahlung. Der Mieter hat auch bei Verfristung Anspruch auf ein evt. Guthaben. Das beschädigte Geländer hättest du über deine private Haftpflichtversicherung regulieren lassen können. Schadensanzeige soll zeitnah erfolgen. Versuch es trotzdem und begründe die Verspätung mit der mdl. Äußerung der Vermieterin. Insofern ein schriftl. Übergabeprotokoll erstellt wurde ohne Feststellung dieses Mangels und es ist von beiden Vertragsseiten unterzeichnet, hätte der Vermieter nunmehr keinen Anspruch auf Schadensersatz, es ist schließlich kein verdeckter Mangel, zumal du auf ihn auch noch selbst aufmerksam machtest. Von der Kaution darf der V. einen angemessenen Teil zur Abdeckung einer evtl. Nachzahlung aus der BK-Abrechnung zurückbehalten (das dreifache der monatl. Vorauszahlung). Der übrige Teil ist spätestens nach 30 Tagen nach Rückgabe der Wohnung zur Auszahlung fällig.

Warum haben wir Mietaufhebungsvertrag gemacht, wenn jetzt doch noch Abrechnungen erfolgen???

Der Mietaufhebungsvertrag ist doch nur dazu da das Mietverhältnis vor Ablauf der Kündigungsfrist zu beenden. Mit den Abrechnungen der Betriebskosten hat das rein gar nichts zu tun. Dazu ist der Vermieter berechtigt und verpflichtet. Und auch berechtigt für evtl. Nachzahlungen einen Teil der Kaution einzubehalten.

Zum Handlauf kann man aus der Ferne nichts sagen.

Hallo, wie lange hast du in der Wohnung gelebt ? Wenn Jahre dann darf er den Handlauf nicht bemängeln bei normale Abnutzung ! Nur bei kurzer Wohnzeit !
Aber der Vermieter hat das Recht nach hinein Sachen zu bemängeln, deswegen IMMER von der Wohnung ein Protokoll anzufertigen und es vom Vermieter unterschreiben lassen! ( Bilder von der Wohnung und den Schäden machen , wichtig ::: aber nur für sich wenn es mal zum Streit kommt ) Kaution ist es so siehe Auszug:::. Wann muss die Kaution zurückgezahlt werden?  Der Vermieter muss die Kaution ist nicht gleich nach Ende des Mietverhältnisses, sondern erst nach Rückgabe der Wohnung zurückzahlen (BGH NJW 1972, 721). Dabei muss der Vermieter aber die Kaution nur dann in voller Höhe zurückzahlen, wenn seine sämtlichen Ansprüche aus dem Mietvertrag erfüllt sind. Anderenfalls darf er die Kaution (dazu ist sie ja schließlich da) zur Deckung seiner Ansprüche verwenden und muss nur den Rest an den Mieter auszahlen. Der Vermieter kann die Kaution insbesondere für noch offen stehende Miete, noch offen stehende Nebenkosten und zu Recht zu fordernde Reparaturkosten verwenden. Der Mieter muss dem Vermieter eine gewisse Zeit nach Rückgabe der Wohnung lassen, um feststellen zu können, welche Ansprüche ihm denn eigentlich noch zustehen. Während dieser Zeit kontrolliert dann der Vermieter die Wohnung und stellt fest, welche Schäden er dem Mieter in Rechnung stellen kann. 

Wir haben 12 Jahre in der Wohung gewohnt und sind freiwillig ausgezogen, weil der Vermieter verkaufen wollte. Beim Auszug wurde der Handlauf beschädigt, aber nicht im Übergabeprotokoll erwähnt, weil die Vermieterin abwinkte, als wenn, ist nicht so dramatisch.

Auch bei einem Mietaufhebungsvertrag muessen die Betriebskosten natuerlich korrekt abgerechnet werden. Ist hierbei eine Nachforderung zu erwarten, darf der Vermieter einen angemessenen Teil der Kaution bis zur Endabrechnung einbehalten (hier also -vorausgesetzt das Abrechnungsjahr entspricht dem Kalenderjahr - bis spaetestens zum 31.12.2012).

Was fuer die beschaedigung einbehalten werden kann, ist aus der Ferne natuerlich unmoeglich zu sagen. Naturgemaess werden derartige Schaeden vom Mieter oft wesentlich geringer eingeschaetzt als vom Vermieter. Schaeden, die ueber die allgemein zu erwartende Abnutzung hinausgehen, muessen natuerlich bezahlt werden.

wenn der Handlauf im Protokoll nicht erwäht wurde, musst du dafür nichts zahlen. Außerdem unterliegt so etwas einer Abnutzung.

Dass die NK abgerechnet werden müssen, dürfte ja klar sein. Der VM kann daher auch einen gewissen Teil der KT einbehalten, aber nicht alles. Der Betrag kann sich am Vorjahr orientieren bzw. an dem, was du ggf. nachgezahlt hast.

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