meldescheinigung, alg2 antrag

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  1. Das Jobcenter braucht keine Meldebescheinigung. Polizeiliche Meldung ist keine Voraussetzung für die Leistungsberechtigung. Lass Dir von demjenigen, der das behauptet, eine Rechtsgrundlage zeigen!
  2. Man kann sich vor oder nach dem Umzug polizeilich melden. Eine Frist ist nur für die späteste zulässsige Meldung nach dem Einzug in die Wohnung vorgesehen (aber nach Landesgesetz verschieden).

zu 1.: Zur Prüfung der örtlichen Zuständigkeit ist die Meldebescheinigung schon erforderlich.

@casilein

Nein. Ist sie nicht. Die Meldebescheinigung ist nur EIN mögliches Indiz für die Feststellung der Zuständigkeit. Der Mietvetrag ist aber ein anderes und letztlich sogar real ausdrucksstärkeres.

Überdies wäre auch bei Nichtfeststellbarkeit der Zuständigkeit die Zahlung möglich, da der bisher zuständige oder zuerst angegangene Träger voraus leisten und von dem später zuständigen ermittelten Träger sich die Leistung erstatten lassen könnte.

Der Antragsteller hat jedenfalls seiner Mitwirkungspflicht Genüge getan. Wenn eine Behörde ein Papier einer anderen Behörde verlangt, jene es aber verweigert, trifft das ganz bestimmt nicht den Bürger als Verantwortlichen. Da ist definitiv die Grenze der Mitwirkung (§ 65 Abs 2 SGB I) erreicht, da diese Form der Mitwirkung definitiv nicht möglich ist:

http://dejure.org/gesetze/SGB_I/65.html

Ich habe die Meldebescheinigung nachgereicht. Habe den Mietvertrag vorgelegt, dass hat ausgereicht. Rufe Deinen Sachbearbeiter an und frage nach. Zur Meldestelle mußt Du den Mietvertrag auch mitnehmen. Ist dieser erst ab 01.06.2013 gültig, kannst Du Dich auch nicht vorher anmelden.

Du kannst dich beim einwohnermeldeamt für den 1.6. gleich ummelden lassen , dann bekommst du die bescheinigung mit. Das hat meine freundin auch gemacht.

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