Mein kind 14 Jahre lebt im Heim, muss ich ihn trotzdem beim Hartz 4 amt angeben?

5 Antworten

Wenn dein Kind nicht mehr bei dir gemeldet ist und du auch keine Leistungen für ihn bekommst und auch nicht beantragt hast,weil er dich besuchen kommt,dann musst du normalerweise keine Angaben / Nachweise erbringen !

Denn nur wenn er noch bei dir gemeldet wäre und du weiter Kindergeld / Unterhalt bekommen würdest,hätte ein Überschuss ( Schonvermögen 3100 € + einmalig 750 € für notwendige Anschaffungen ) vom Vermögen auf Konto oder Sparbuch Auswirkung auf seine Leistungen.

Dann müsstest du auch Nachweise erbringen.

Deine Kinder musst Du angeben. Aber da Dein Sohn gar nicht in Deinem Haushalt lebt, darf das Jobcenter ihn nicht mit bei der Leistungsbrechnung einbeziehen. Warum Du aber die Kontoauszüge eines 14-jährigen vorzeigen sollst, das ist mir etwas rätselhaft. Hat er überhaupt ein eigenes Konto und kann man davon denn zwingend ausgehen dass ein 14-jähriger ein eigenes Konto hat?!

Ich würde mir an Deiner Stelle einen Rechtsbeistand suchen. Als Hartz IV Empfänger steht Dir Beratungshilfe zu. Das kannst Du beim Amtsgericht beantragen, oder es kann auch ein Rechtsanwalt für Dich beantragen. Damit kannst Du Dich bei einem Rechtsanwalt Deiner Wahl für 10 Euro beraten lassen.

Hab einen User gebeten, Deine Frage anzuschauen, der sehr erfahren in Sachen Hartz IV ist. Wenn er Dir antwortet, erkennst Du es an dem Profilbild mit einer interessanten grünen Maske.

Ansonsten empfehle ich Dir eine Sozialberatung. Google dazu mit

sozialberatung und füge Deinen Wohnort hinzu (oder den nächstgrößeren, falls er klein ist).

Dir werden so (behördenunabhängige) Beratungsstellen gezeigt wie die Diakonie / Diakonisches Werk, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband oder die Arbeiterwohlfahrt (AWO). Vereinbare dort einen Beratungstermin. 

Zur Klärung beim Jobcenter geh unbedingt mit einem erfahrenen Beistand, auch Ämterlotse genannt. (Dazu schicke ich Dir einen Hinweis per Kompliment). - Bei manchen Sozialberatungen (wie die Diakonie / diakonisches Werk) machen Ämterlosen ehrenamtlich Dienst. Wenn Du dort bist, fragte auch danach.

Falls Du in Hamburg wohnst (das wäre genial), hole Dir Rat bei der sehr guten Beratungsstelle

Arbeitslosen Telefonhilfe 0800 111 0 444

Dort ist man zu Fragen rund um das Thema Arbeitslosigkeit sehr erfahren (die dürfen nur Hamburger / Umgebung beraten)

Tut mir leid. - Die letzte Antwort des von mir befragten Users ist vom 30. März. Auf meine Bitte hat er nicht reagiert, möglicherweise macht er Urlaub.

Wenn Du Freunde in Hamburg (oder Umgebung, also mit Hamburger Vorwahl) hast, bitte die, bei der Hamburger Arbeitslosen Telefonhilfe anzurufen. (Es ist ja auf dem Display zu erkennen, von wo angerufen wird.)

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shaila63 hat Dir eine gute Alternative genannt. Wie das mit dem Beratungsschein funktioniert, wird hier sehr gut erklärt - geh dann zu einen Rechtsanwalt für Sozialrecht:

http://www.akademie.de/wissen/beratungshilfeschein-kostenlose-rechtshilfe


@eichkater, soeben habe ich bei der Hamburger Telefonhilfe anrufen (ich bin ja aus Hamburg). Das Gespräch ergab:

Dass von Dir die Vorlage der Kontoauszüge Deines Sohnes verlangt wird, ist ungewöhntlich, denn er ist ja nicht Teil Deiner Bedarfsgemeinschaft. Da stellt sich die Frage, was das Jobcenter vermutet, also ob es irgendwelche betrügerische Machenschaften vermutet.

Wenn Dein Sohn eh kein Geld hat außer ein bißchen (!!) Taschengeld, kannst Du die Kontoauszüge ja ruhig vorlegen.

Falls Dein Sohn aus nachvollziehbaren Gründen viel Geld besitzt, muss er für Dich nicht aufkommen. Das kannst Du auch hier nachlesen:

❀Hartz IV: Einkommen Kinder & Bedarfsgemeinschaft✿

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-einkommen-kinder-bedarfsgemeinschaft3221.php

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Gesetzt den Fall, das Jobcenter vermutet, dass Du eigenes Vermögen aufs Konto Deines Sohnes verschoben hast, um Dich mutwillig arm zu machen, aber das stimmt gar nicht, ist es ja auch kein Problem, die Kontoauszüge Deines Sohnes vorzulegen. (Wie ich schon schrieb, geh dann unbedingt mit einem erfahrenen Beistand / Ämterlotsen hin, um die Sache zu klären.)

Falls aber was in dieser Richtung geschehen ist, brauchst Du unbedingt einen Rechtsanwalt für Sozialrecht. Wie Du das mit dem Beratungsschein machst, dazu hab ich Dir ja schon was reingegeben.

Ich hoffe, ich konnte Dir hiermit weiterhelfen.

Natürlich ist das rechtens! Auch wenn dein Sohn nicht mehr bei dir lebt, bist du dennoch als Elternteil bzw. sicher auch noch als Erziehungsberechtigte eingetragen und das Amt hat nachzuprüfen ob du nicht z.B. auf Kosten deiner Kinder usw. Leben kannst. Nachdem dein Kind allerdings erst 14 ist und wie du ja bereits sagtest im Heim lebst, wird sein Konto ja auch nicht mit Reichtum beschmückt sein, also keine Sorge, tu was das Amt sagt und dann müsste das auch so laufen, da du ja schlecht auf den Kosten einer Person leben kannst, die kein Geld hat. :D

Kompletter Unsinn. Kinder müssen nicht für den Unterhalt ihrer Eltern aufkommen. Solange der Sohn nicht zur BG gehört, brauchen auch keine Angaben zum Einkommen gemacht werden.

@DecentPerson, Du schreibst " tu was das Amt sagt"

Gerade was Jobcenter angeht, ist man sehr oft besser beraten, wenn man NICHT tut, was das Amt sagt. Es ist also ganz richtig, dass eichkater sich außerhalb des Jobcenters Rat sucht.

Du behauptest, dass der 14-J. evtl. für eichkater aufkommen müsste. Wie schon Georg63 schreibt, ist das Unsinn.

Weil Du aber offenbar anderer Meinung bist, belege das bitte mit einem Link, damit wir es nachlesen können und unseren eventuellen Wissensmangel auffüllen können.

Angeben kannst du das Kind trotzdem. Vielleicht kannst du ja Sonderbedarf geltend machen, um das Kind besuchen zu können.

Da der Aufenthalt des Kindes ja bekannt ist, kann dir das niemand als Versuch auslegen, zu viel Leistung zu erhalten.

Der User will doch nur wissen, ob er die Kontoauszüge des Sohnes vorlegen muss.

@cyracus

Was spricht dagegen, wenn er welche hätte?

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