Mein Freund ist mit meinem Auto an ein anderes gefahren, was nun?

5 Antworten

Unsren Schaden zahlen die sowieso nicht, ist ja nur Teilkasko, da fragt man sich, wieso man überhaupt ne Versicherung hat

Richtig. Euren Schaden zahlt die Versicherung nicht da ihr nur eine Teilkasko habt. Aber das war ja Deine freie Entscheidung. Also brauchst Du Dich jetzt auch nicht fragen wofür Du überhaupt ne Versicherung hast. Dafür dass Du "nur" die Teilkasko hast, sparst Du ja auch Geld und niemand hindert Dich eine Vollkasko abzuschließen.

was ist, wenn ich der Versicherung sage, dass nicht ich, sondern er gefahren ist?

Das solltest Du sowieso sagen, denn alles andere wäre Versicherungsbetrug! Und das kann teuer werden. Außerdem weiß der Unfallgegner doch sicher dass Dein Freund gefahren ist, oder nicht? 

... da er nicht auf mein Auto versichert ist?

Versichert ist immer das Auto und nicht der Fahrer. Einzige Ausnahme wäre wenn Du ausdrücklich angegeben hast, dass niemand außer Dir den Wagen fahren darf und Du dafür einen Rabatt von der Versicherung  bekommen hast.

In diesem Fall müsstest Du in der Regel mindestens mit der Nachzahlung der regulären Versicherungsgebühr rechnen.

Gegenüber dem Unfallgegner wird die Versicherung aber zahlen.

Solltest Du aber, wie von Dir geschildert, falsche Angaben zum Unfallhergang bei Deiner Versicherung machen, dann kann es sein, dass Du sogar den Versicherungsschutz verlierst.

Naja und zweitens, wenn ich denen eben sage, dass er gefahren ist, steige ich dann trotzdem wieder in meiner Versicherung? 

Ja! Maßgeblich ist der Schadensfall nicht der Fahrer.

Wenn bei deiner Versicherung nicht eingetragen ist, dass auch er mit dem Auto fährt, kann es sein, dass du vielleicht etwas nachzahlen musst. Kommt ganz auf die Versicherung an und wie kulant die ist. Den Schaden am anderen Fahrzeug werden sie aber trotzdem übernehmen.

Wenn die Versicherung wegen des Unfalls steigt, dann kann man sich von der Versicherung ausrechnen lassen, ob man günstiger weg kommt, wenn man den Schaden selbst begleicht. So oder so sollte dein Freund aber natürlich deine Mehrkosten übernehmen. Scheint nach deiner Schilderung nicht so zu sein?

Du hast ja auch eine interessante Haltung.
Du gibst deinem Freund dein Auto - das ist deine Verantwortung. Und wenn er dann einen Unfall damit baut, dann ist das eben so.

Du hast deine Versicherung, damit du nicht auch noch zusätzlich den Schaden am anderen Fahrzeug bezahlen musst. Denn glaub mal, das wird schnell verdammt teuer.
Wenn du das zu wenig findest und darüber motzt, dass der Schaden an einem Fahrzeug nicht bezahlt wird, dann ändere das doch einfach: Du kannst dein Auto ja auch Vollkasko-versichern, kostet eben mehr. Das ist doch deine Entscheidung.

Und auch dass du nun in der Versicherung steigst, ist vollkommen normal. Und nicht die Schuld der Versicherung...

Die Versicherung wird ziemlich sicher zahlen, selbst wenn du als Alleinfahrer eingetragen bist. Allerdings wirst du dann noch viel mehr bezahlen müssen nächstes Jahr.
Bist du gar nicht als Alleinfahrer eingetragen, ist es egal wer fährt. (Solange er nicht jünger ist als der jüngste eingetragene Fahrer.)

Hallo,

du musst der Versicherung angeben das dein Freund gefahren ist, da dieser in den Unfall verwickelt ist. Alles andere wäre Betrug und das kann teuer werden und stellt eine Straftat da.

Der Schaden am gegnerischen Fahrzeug wird immer gezahlt. Das ist in Deutschland üblich. Die Versicherung reguliert den Schaden und zahlt, egal wer gefahren ist.

Eine Teilkaskoversicherung kommt für solche Schäden nicht auf. Die Leistungen sind in den Bedingungen beschrieben. Eine Beschwerde darüber ist Fehl am Platz. Immerhin hast du den Versicherungsschutz gewählt und dein Versicherer zahlt den Schaden des Unfallgegners.

Deine Versicherungsprämie steigt, wenn du keinen Rabattschutz abgeschlossen hast. Ein Unfall wirkt sich auf die schadenfreien Jahre aus und dein Prozentsatz steigt. Aus diesem Grund zahlst du mehr, egal wer gefahren ist.

Sollte dein Freund nicht als Fahrer bei der Versicherung eingetragen sein, dann droht darüber hinaus eine rückwirkende Korrektur der Prämie bis zum 01.01. diesen Jahres. Hinzu kommt eine Strafe bis zu einem Jahresbeitrag.

@Lotte1994,

1. entscheidet immer der Versicherungsnehmer, wie er das Auto versichert (Teilkasko- oder Vollkasko);

2. ist eine Schadensmeldung immer wahrheitsgemäß auszufüllen, ansonsten wird der Versicherer den Vertrag nach der Schadenserstattung kündigen;

3. muss die Kfz-Haftpflichtversicherung den Fremdschaden immer zahlen, egal wer das Fahrzeug gefahren hat.

4. gibt es nach jedem Schaden (Ausnahme Teilkasko) im Folgejahr eine Hochstufung, wenn kein Rabattretter oder Rabattschutz Bestandteil des Vertrages ist.

5. wenn ein nicht eigetragener Fahrer ein Fahrzeug fährt, wird der Versicherer für das laufende Kalenderjahr einen Zusatzbeitrag erheben.

Gruß Apolon

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