Mein Arbeitgeber möchte mein Führungszeugnis sehen, leider bin ich "nicht ganz" unbescholten, was soll ich tun?

5 Antworten

Wenn ich ihnen das Führungszeugnis vorlege, wie werden sie reagieren? Mich in der Probezeit feuern oder darüber hinweg sehen und mir eine 2. Chance geben?

Wenn sie streng sind, werden sie auf das Führungszeugnis bestehen, legst Du es nicht vor, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie Dich kündigen.

Beantrage das polizeiliche Führungszeugnis und dann schaue erst mal rein, ob da etwas negatives steht.

Ich weiß, das manche Sachen nach einiger Zeit gelöscht werden, aber auch welche die nicht gelöscht werden, vielleicht werden bei Jugendrecht aber mache Sachen doch nach einiger Zeit gelöscht.

Wenn sie streng sind, werden sie auf das Führungszeugnis bestehen

Verlangen kann das der Arbeitgeber aber nur, wenn er ein berechtigtes Interesse daran nachweisen kann - für eine Tätigkeit im Bereich des Controllings dürfte das aber der Fall sein.

Andererseits dürfte eine Weigerung selbst dann, wenn der Arbeitgeber keinen Anspruch hätte, für den Job-Bewerber "prekär" sein.

Hey Du.

Was wird von Dir verlangt?

Ein Führungszeugnis, ein polizeiliches Führungszeugnis oder das erweiterte Führungszeugnis?

Will ich nicht wissen, was bei Dir dazumal losgewesen ist, aber wenn das 10 Jahre her ist und kein aktueller Fall, wird das sicherlich auch im FZ anders aussehen.

Wenn Du beim Sicherheitsdienst oder so arbeiten möchtest, ist zum Beispiel ein erweitertes Führungszeugnis als Nachweis erstmal Pflicht. Dort steht alles drin, was je vorgefallen ist - soweit mir bekannt ist.

Die Abgabe eines Führungszeugnisses ist in vielen Firmen Vorraussetzung für die Einstellung überhaupt - unabhängig vom schon unterzeichneten Arbeitsvertrag. Also nicht ungewöhnlich.

Soweit erstmal

LG

In vielen Firmen also?

Aber das bestimmte Fragen erstmal unzulässig sind, ist dir bekannt? Dazu gehört auch die Frage nach Straftaten, welche nicht mit der Ausübung des Jobs zu tun haben.

@melman86c

Stopp!

Fahr mal runter bitte!

Es wird nicht gefragt, sondern es wird das Führungszeugnis verlangt!

LG

@ChloeSLaurent

Und jetzt?  Verlangen kann ich auch von dir eins.

@melman86c

Richtig. Unter welchem Vorwand?

@ChloeSLaurent

Gar keinem. Genau so wenig wie der AG des Fragestellers.

Es geht darum, dass die Nachfrage nach Straftaten in das Persönlichkeitsrecht des Fragestellers eingreift.

Das Verlangen eines Führungszeugnisses ist nur da um diese unzulässigen Fragen zu umgehen. Deshalb ist es erstmal grundsätzlich auch unzulässig.

Es ist auch unzulässig zu fragen, ob jemand schwanger ist. Da kann man dann auch nicht als Alternative eine Hormonmessung verlangen.

@melman86c

@CloeSLaurent

Wenn ich dir einen sehr guten Ratschlag nach fast 8 Jahren auf dieser Plattform geben darf. Lass dich nicht auf eine Diskussion mit diesem Typen ein. Das ist die Sorte Mensch, die eigentlich gar keine Lösung erreichen möchte, selbst auch keine eigene Antwort schreibt, aber alle anderen Antworten kiritisiert. Die eine Diskussion führt, nicht um Meinungen auszutauschen und den eigenen Horizont zu erweitern, sondern nur um zu diskutieren. Die auch eigene Fehler oder Irrtümer nicht einsehen wird, sondern sicn entweder rausredet oder ab dem Zeitpunkt einfach nicht mehr antwortet ...

Weiter oben kommt der sogar mit dem Arbeitsgericht. Auch eine typische Verhaltensweise solcher Typen, dass sie immer direkt mit Autoritätsargumenten kommen, wenn ihnen nichts besseres einfällt.

Es spielt doch keine Rolle, was zulässig oder unzulässig ist. Der Arbeitgeber bittet darum ein Führungszeugnis vorzulegen. Warum er das tut, weiß ich nicht. Würde ich das tun? Vielleicht. Wenn ich nicht dazu berechtigt bin, würde ich es vermutlich nicht tun. Aber wenn ich es tun würde bzw. getan hätte würde ich auch erwarten, dass es vorgelegt wird. Und wenn es dann nicht vorgelegt wird, würde ich höchstwahrscheinlich in der Probezeit kündigen. Und dieses Recht habe ich. Zwar nicht mit der Begründung. Aber ich brauche keine Begründung. Der Fragesteller sitzt also so oder so am kürzeren Hebel. Also wozu die Diskussion, um Dinge, die hier irrelevant sind?

Na ja, wie auch immer. Schönen Tag noch. :-)

@Hacker48

Warum sollte man auch nicht diskutieren? 9/10 Antworten die auf GF gegeben werden sind komplett falsch.

Klar kann ich auch einfach eine Antwort geben wie : "Entweder legst du eins vor und er kündigt dich zu 80% wegen des Sexualverbrechens oder du legst es nicht vor und er kündigt dich zu 85% ohne Angabe von Gründen."

Ich selbst würde in der Situation einfach das mit dem Führungszeugnis ein wenig raus zögern und schon mal so einen guten Eindruck machen. Und vielleicht ist der AG ja nicht so ein Depp der sofort feuert wenn er den Eintrag sieht.

Und ja, es wäre auch eine Antwort möglich i.S.v " Wenn du dich nicht gläsern machen willst, dann arbeite dort nicht". Prinzipiell zu sagen man "müsse" und "wenn man nichts zu verbergen hat" sind einfach Unsinn.

Der absolut dürftige Informationsgehalt diverser Fragen auf GF gehören ja auch zum Standard hier.

@melman86c

Vielen Dank für deine Rückmeldung.

Bedenke bitte auch, daß Meinungen grundlegend verschieden sein können. Es muß sich dabei auch nicht immer auf die Meinung allein und selbst beziehen, sondern es können Erfahrungswerte drin enthalten sein.

Nur um die Diskussion zu entschärfen letztendlich - Der Fragesteller hat seine Frage schließlich in diese für Ihn relevante Richtung gestellt, hat Angaben zu einem Fehler gemacht, meinetwegen auch einen unbewußten Fehler - lassen wir bitte auch so stehen. Passieren kann einem Vieles. Daß Er jetzt natürlich dadurch einen Konflikt mit sich herumträgt, erscheint logisch.

Meine Erfahrung lediglich ist, daß es Arbeitgeber gibt, die auf nem FZ bestehen, unabhängig vom schon geschlossenen Arbeitsvertrag. Es kommt am Ende aber auch auf die auszuführende Tätigkeit an, ob ein gewisser Eintrag im FZ für die Arbeit relevant ist. Bitte versteh, wie ich das meine.

In diesem Zusammenhang kommt es auf alle Arbeitgeber-Beteiligten an, sowie auch auf das Handeln des zukünftigen Arbeitnehmers, dessen Art und Weise etc. Wenn die Kommunikation in Ordnung und gesund ist, könnte es sein, daß ein noch vorhandener Eintrag, wie Jugendsünde meinetwegen, niemals zum Thema wird.

Es gibt auch Arbeitgeber, die gezwungen sind, sogar bestimmte Fachkräfte nicht einstellen zu dürfen, wenn ein bestimmter Eintrag im FZ vorhanden ist. Das ist leider nicht von der Hand zu weisen.

Ich denke, daß es hierbei auch immer auf die Einzelsituation, in und aus jeglicher Blickrichtung gedacht, ankommt.

LG

Davon abgesehen,das du entweder schlecht verteidigt wurdest oder nicht die Wahrheit sagst,musst Du das Zeugnis vorlegen.Denn ,wenn Du unbedarft und gutgläubig mit einem nur scheinbar reifen Mädchen Sex hast,Du nicht erkennen konntest,das diese jünger ist,so ist das  straflos.Wenn es sich um eine Jugendstrafe handelt,oder die Tat länger zurück liegt,so kannst drauf hoffen,das es nicht im Führungszeugnis steht.Also,das Zeugnis anfordern und schauen.Es könnte sich anbieten,ein Gespräch zu vereinbaren und nicht nur das Zeugnis zusenden.Ja,ein Führungszeugnis wird heute fast immer verlangt.Wenn von dem Führungszeugnis keine Rede war,auch im Vorstellungsgespräch nicht die Frage der "Unbescholtenheit" gestellt wurde,könnte es so sein,das Du einen Schadenersatzanspruch hast.Hierzu könntest Du Dich mit einem Fachanwalt für Arbeitsrecht beraten,falls der Vertrag gelöst wird,wegen dem Eintrag im Führungszeugnis.Einen anderen Weg gibt es nicht.In der Regel wird im Bewerbungsverfahren das Führungszeugnis verlangt und nicht nach Vertragsabschluß.Allerdings können Vorbehalte gemacht werden.Üblich sind,bestehen einer Prüfung,wenn man sich bewirbt und die Prüfung für die Stellenbeschreibung / Qualifikation noch ansteht.Auch ein einwandfreies Führungszeugnis,ein Gesundheitscheck kann dazu gehören.Viel Glück.Es kommt auf Deinen Auftritt an und natürlich auf die Einstellung der Entscheider.

Dein Arbeitgeber will sicherlich nur das einfache Führungszeugnis haben, dieses musste ich auch schon bei drei Arbeitgebern vorlegen, natürlich gegen Erstattung der Gebühren. 

Wann war denn die "Affäre"? Wie hoch war die Bewährungsstrafe? Außerdem hat eine Bewährungsstrafe nichts mit den 90 Tagessätzen zu tun. Bei max. 90 Tagesätze an Strafzahlung ist man nicht vorbestraft aber mit einer Bewährungsstrafe sicherlich schon. 

Deine Bewährungsstrafe läuft ja sicherlich auch unter "Kindesmisbrauch" bzw. Misbrauch von Minderjähringen oder?

Beantrage doch erst einmal dieses Führungszeugnis, dann wirst du schon sehen ob deine Bewährungsstrafe dort aufgeführt wurde oder nicht.

Es gibt genügend Firmen die so ein Führungszeugnis sehen wollen, wenn es um Sicherheit (z.B. Flughafen, technische Entwicklung bzw. Abwicklung von z.B. Kernkraftwerken) oder wie in deinem Fall bei dem es um Geld geht (Bestechnung, Vorteilsnahme).

Ich befürchte du kommst an der Vorlage des Führungszeugnisses nicht vorbei. 

Ich würde es abgeben und die Daumen drücken das du auf Verständnis stößt. 

Wie lange war denn die Bewährung? Es kommen nur (Erst-) Verurteilungen ab 3 Monaten Freiheitsstrafe ins polizeiliche Führungszeugnis. 

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