Mehrwertsteuer für Händler?

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Hi Kisa01,

das mit der Mehrwertsteuer wurde dir sehr gut und genau erklärt.

Bedenke , je günstiger du Waren einkaufst desto mehr kannst du aufschlagen. Es kommt darauf an welche Waren ( ?? ) du verkaufen möchtest.

Da du ggf. schon ein Gewerbeschein hast - kannst du dir über die Großhändler und Onlineanbieter einen Überblick verschaffen.

Denke auch daran , das zu Jahresende nochmals die Umsatzsteuer berechnet wird. Ratsam ist es wenn du neu Einsteigst und Ruhe vor dem Finanzamt haben willst,dir die gesammte Steuererklärung von einem Steuerberater machen lässt. Diese Kosten sind Steuerlich absetzbar! Bitte ein Steuerberater und keinen Selbst ernannten.

cu

hi corona danke für deine antwort. gewerbeschein hab ich auch schon und hab schon einen termin beim steuerberater. denke es klappt schon.

@Kisa01

Denke auch daran , das zu Jahresende nochmals die Umsatzsteuer berechnet wird.

Genauer gesagt: Während des Jahres sind Umsatzsteuervoranmeldungen abzugeben (monatlich oder vierteljährlich) sowie die angemeldeten Beträge zu entrichten. Nach Ablauf des Jahres wird dann eine Umsatzsteuerjahreserklärung fällig.

@Kisa01

Super für dich. Ich drücke dir die Daumen.

Nein, aber Du kannst die sog. Vorsteuer gegen MwSt. verrechnen und somit Deine MwSt.-Abführungen um diese Gesamtsumme reduzieren.

Er berechnet 19%, die Du dann als Vorsteuer von derr Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer). die Du als Unternehmer dem Finanzamt schuldest, abziehen kannst, es sei denn, Du bist Kleinunternehmer (§ 19 UStG).

Mehrwertsteuer ist kein Begriff des Steuerrechts , es ist die abzugsfähige Umsatzsteuer ! Er wird sie Dir in Rechnung stellen ! Somit bist Du der Steuerschuldner ! Aber Du wirst sie dem Endverbraucher als MwSt unterjubeln um Deine Steuerschuld zu begleichen . Der Blitz sollte doch herabfahren !

musst ja nicht nach jedem satz ausrufezeichen machen !!!!!!!

er berechnet auch die 19%, die Du als Vorsteuer abziehst (es sei denn, Du bist Kleinunternehmer nach §19 UStG)

was meinst du mit "Vorsteuer abziehst" ? hab vor mich selbstständig zu machen, muss erfahrung sammeln :-)

@Kisa01

dann besuche doch zunächst ein Existenzgründungsseminar

@Kisa01

Ich erklär's Dir an einem Beispiel:

Du kaufst beim Großhändler einen Artikel für 100 Euro. Dafür zahlst Du 119 Euro (100 Euro + 19% MWSt) an den Großhändler.

Jetzt verkaufst Du denselben Artikel für 238 Euro. Das sind 200 Euro + 19% MWSt.

Damit hast Du für das Finanzamt 38 Euro MWSt vereinnahmt, die Du dem Finanzamt schuldest. ABER vorher ziehst Du noch die 19 Euro ab, die Du dem Großhändler gezahlt hast .- denn die muss er selbst dem Finanzamt geben. Sprich: Du zahlst dem Finanzamt 38-19=19 euro. Vom Großhändler kriegt das Finanzamt auch nochmal 19 Euro.

So hat das Finanzamt am Ende die 19% gekriegt, die es haben will. Nur halt von jedem Teil der Wertschöpfungskette ein Bisschen.

Und Du hast bei dem oben beschriebenen Deal 100% an Einnahmen erzielt, nämlich einen 100-Euro-Gegenstand (netto) für 200 Euro (netto) verkauft.

Übrigens: unter Geschäftsleuten sind Preise IMMER Nettopreise.

Wenn Dein Grosshändler Dir also ein Angebot über 100 Euro macht, stehen auf der Rechnung IMMER 119

d.h dann , ich muss dem staat dann keine steuern zahlen. richtig?

@Kisa01

natürlich musst du steuern zahlen. es sei denn, deine marge ist stets 0 oder kleiner.

@scrut

alle klar. so wie ich das verstanden habe, sind die gewinne so klein, es sei denn man verkauft 1000 stück im monat. und zahlt dann noch an staat. wie soll man dann noch davon leben?

@Kisa01

??? Was??? Wovon redest Du?

Es kommt total auf die Branche UND Dein Unternehmen an, wie groß die Gewinne sind. Im Lebensmittelhandel sind die MARGEN beispielsweise bei 1-3%. Wenn Du also 2l Milch für 1 Euro verkaufst, kannst Du davon 1-3 Cent behalten. Und DAVON bezahlst Du dann Steuern, Dein Personal, den Laden und so weiter.

Das nennt sich Geschäftsleben.

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