Maklerprovision des Verkäufers im Notarvertrag?

4 Antworten

Wenn der Notar diesen Zusatz dokumentiert, musst du dafür natürlich auch die entsprechende Gebühr zahlen.

Klärt das mit dem Makler ab. Wenn es so vereinbart war wie Du es beschreibst, ist es wahrscheinlich ein Versehen.

Mit der Maklerin ist alles geklärt und mit den Verkäufern auch.... Die Verkäufer zahlen die Provision. Steht auch so im Kaufvertrag.

Problem: Notar benutzt nun als Bemessungsgrundlage für seine Rechnung an uns:

Kaufpreis + Maklergebühren!!!

Nun ist die Frage, darf er die Maklergebühren mit auf den Kaufpreis aufrechnen?

@Bonita18122012
darf er die Maklergebühren mit auf den Kaufpreis aufrechnen?

Ja.

@baindl

Aber, Provision ist für uns nicht vertragsrelevant!?

@Bonita18122012

Aber für den Makler, den ihr beauftragt habt.

@Bonita18122012

Warum habt Ihr dann zugestimmt, dass es im Vertrag genannt wird?

Die Makler wollen das gern, weil sie damit ggf. aus der Urkunde vollstrecken können, aber für den, der Die Notargebühren zahlen muss, ist es schlecht.

@baindl

Wir als Käufer haben den Makler nicht beauftragt, SONDERN die VERKÄUFER die ihn auch allein und vollständige bezahlen!!!!

@wfwbinder

Wir haben zugestimmt, weil wir über Kosten die dadurch entstehen, nicht belehrt worden sind.

über die Höhe des Protokollierungsbetrages

Aus dieser Summe errechnet sich die Notariatsgebühr und es ist nicht die Höhe des Kaufbetrages.

Aus was sich der Protokollierungsbetrag zusammen setzt wissen wir. Unser Problem ist, die nun entstandende Höhe des Protokollierungsbetrages aus Kaufpreis+Maklerprovision. Der Unterschied der Kosten ist nicht unerheblich.

Im Endeffekt ja.

Die Kosten der gesamten Urkunde trägt der Erwerber (so auch sicherlich in deinem Fall).

Im Kaufvertrag ist geregelt, dass der Verkäufer die Maklerprovision schuldet (achte mal auf die Formulierung "Vertrag zugunsten Dritter" oder mit Hinweis auf § 328 BGB). Dies ist ein Schuldanerkenntnis, welches mit dem Kaufvertrag - kostenrechtlich - nichts zu tun hat, sodass es die Notarkosten erhöht. Der Notar hat also richtig abgerechnet.

Das dadurch die Notarkosten steigen wird dir vom Notar nicht gesagt, da er nicht dazu verpflichtet ist, bei jeder (zusätzlichen) Regelung im Vertrag auf die etwaigen Mehrkosten hinzuweisen.

Du kannst also höchstens darauf hoffen, dass der Verkäufer dir dahingehend entgegenkommt und die entstandenen Mehrkosten (welche höchstens 96,39 € betragen dürften) erstattet.

Danke für deine Anwort...

Es erhebliche Mehrkosten, denn der Notar hat seine Gesamten Kosten nicht auf 65000 gestützt sonder auf Knall 69000.

Da entstehen Mehkosten weit über 96€ für uns.

@Bonita18122012

Ich habe den Sachverhalt durchaus verstanden und kenne mich auch mit Notarkosten aus.

Durch die Maklerprovision seid ihr eine Stufe in den Notargebühren hochgerutscht (die Kosten berechnen sich nicht nach Prozenten, sondern sind gestaffelt).

Die Hauptgebühr beträgt bei euch (netto) 438,-- €. Ohne Maklerprovision wären es (netto) 384,-- €. Dazu kommen Nebengebühren, und zwar die Vollzugsgebühr und die Betreuungsgebühr. Beide dürften bei euch jeweils (netto) 109,50 € betragen. Ohne Maklerprovision wären es jeweils (netto) 96,-- € mehr.

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