Mahnverfahren per Email zulässig in Deutschland?

6 Antworten

ich glaube, das ist diese dubiose firma, die mehrere internetseiten betreibt, deren kostenpflichtigkeit aber nirgends ersichtlich ist. sofern du aber deine e-mail-adresse angegeben hast, schicken die dir dann einen mahnbescheid von igendeinem anwalt zu. google am besten den namen des anwaltes, um nähreres herauszufinden. falls es sich darum handelt, einfach ignorieren (es sei denn, du hast tatsächlich irgendeine leistung einer seriösen firma in anspruch genommen).

Grunsätzlich braucht kein Gläubiger zu mahnen. Ist er Schuldner in Verzug kann der Gläubiger theoretisch sofort die geschuldete Summe einklagen.

Wenn der Gläubiger trotzdem mahnen möchte, kann er das machen wie er will, mündlich, telefonisch, schriftlich, per E-Mail. Das Problem dabei ist eher später zu beweisen, was der Inhalt der Mahnung war. Darum sollte der Gläubiger, der so nett ist zu mahnen, per Brief mahnen. Briefe lassen sich auch per Einschreiben schicken und haben sicher eine bessere Wirkung. Aber wie gesagt: Mahnen ist freiwillig.

Das gerichtliche Mahnverfahren (Mahnbescheid, später Vollstreckungsbescheid) läuft in Regie des Amtsgerichts selbstverständlich auf amtlich zugestellten Papier.

Super erklärt! DH!

ein Mahnverfahren per Email ist unzulässig, da ein Mahnbescheid vom Gericht übersendet werden muss bzw. vom GV überbracht werden muss

diese Antwort ist bis zum GV richtig. Das Mahnverfahren muss dir nicht durch einen Gerichtsvollzieher zugestellt werden, sondern geht auch per Post mit persönlicher Zustellung und Unterschrift der Empfamgsbestätigung von dir.

Nein, es bedarf immer noch der Schriftform. Soll heissen: Auf Papier.

Welches Mahnverfahren soll hier gemeint sein ? Das gerichtliche oder das außer-gerichtliche ?

e-Mail haben keine Beweiskraft da diese manipulierbar sind ! Beim Fax steht die Faxnummer, Telefon-Nummer mit drauf und die ist nicht so leicht zu ändern wie eine e-Mail-Addy !

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