Mahnung nach einem Jahr?

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aber muss ich wirklich die Mahngebühren zahlen?

Mahngebühren von maximal 2,50 € pro Brief sind zu zahlen für jede außer der vezugsbegründenden Mahnung.

Darüber hinaus hast du die Verzugszinsen zu bezahlen, sofern du dich in Zahlungsverzug befunden hast.

Inkassokosten sind i.d.R. Privatvergnügen des Gläubigers.

Zahlungen immer Zweckgebunden an den Gläubiger selbst.

Hab das schon bei einer Antwort gefragt, aber kann ja dich nochmal fragen, eine Kreditkartezahlung ist doch eine Vorkasse? Also wenn die Vorkassezahlung nicht funktioniert hat, wieso bekomme ich das Gerät und dann noch ohne Info. Wobei ich mich mit denen nicht um 2,50 Euro Mahngebühren streiten würde.

@NicoleR2014

eine Kreditkartezahlung ist doch eine Vorkasse?

Nö.

Also wenn die Vorkassezahlung nicht funktioniert hat, wieso bekomme ich das Gerät und dann noch ohne Info.

Bei Kreditkarten läuft es etwas anders als bei EC-Karten. Der Verkäufer merkt i.d.R. nicht auf Anhieb ob die gedeckt ist. Daher schließen manche Shops Prepaid-Kreditkarten völlig aus.

Durch die geplatzte Zahlung warst du in Verzug - aber nur, solange du den Grund dafür auch zu vertreten hast (z.B. durch Überschreiten des Limits). Das wäre dann ein Sonderfall, bei dem keine Mahnung nötig ist.

Das Inkassobüro kann man erfahrungsgemäß ignorieren und direkt an den Anbieter zahlen, ggf. erhöht um Mahngebühren und Zinsen.

Überschreiten des limits heißt wenn die Kreditkarte nicht genügend gedeckt war? Sie war ausreichend gede

@NicoleR2014

Ja, zum Beispiel. Wurde dir ein Grund für die Ablehnung genannt?

@franneck1989

Nein, in dem Schreiben steht nur, dass keine Zahlung eingegangen ist, was ich mir nurdamit erklären kann. Da mir die Internetseite keinerlei Fehler oder ähnliches angezeigt hat.

@NicoleR2014

Ich würde zur Sicherheit nochmal das Kreditkartenunternehmen fragen, ob dort überhaupt ein Abbuchungsversuch stattfand. Wenn nicht, befindest du dich gar nicht im Verzug. Dann befindet sich im Gegenteil der Anbieter in Verzug. Das bewirkt, dass er weitere Kosten (Zinsen, Mahngebühren Und Co.) grundsätzlich nicht verlangen kann, wenn du nun auch zeitnah die Hauptforderung bezahlst. Bei der Überweisung sicherheitshalber "Nur HF" angeben.

Ggf. dem Inkasso einen Dreizeiler schicken "Wertes Inkasso. Ich weise die Forderung vollumfänglich mangels Vorlage einer Vollmacht und mangels Verzug zurück. Ich untersage die Speicherung meiner personenbezogenen Daten und die Meldung an Auskunfteien. Einem Mahnbescheid werde ich widersprechen. Weitere Bettelbriefe beantworte ich nicht."

Ja - der Händler muß nicht mahnen und auch nicht gratis, darf aber nur die tatsächlichen Kosten des Mahnens einfordern.

Deine Zahlung war eine Bringschuld - also mußt Du sicherstellen, daß der Verkäufer sein Geld bekommt

Also darf der Verkäufer aber nicht 2 Mahnungen aufführen, die ich nie erhalten habe? Und wie sieht es mit den Gebühren für das Inkassobüro aus? Und bedeutet Kreditkarte Zahlung nicht Vorkasse? 

@NicoleR2014

Also wenn ich etwas im Internet kaufe, kontrolliere ich immer, ob auch der richtige Betrag vom Bezahlkonto abgezogen wurde ;-)

Mit den nicht erhaltenen Mahnungen ist es schwierig - rechtlich muß der Verkäufer nicht nachweisen, dáß Du die Mahnungen erhalten hast - nur glaubwürdig machen, daß er sie abgeschickt hat

Kannst ja riskieren, direkt an den Verkäufer das Geld plus aus Deiner Sicht gerechtfertigten Mahngebühren zu überweisen - vielleicht gibt er dann Ruh

@Midgarden

rechtlich muß der Verkäufer nicht nachweisen, dáß Du die Mahnungen erhalten hast - nur glaubwürdig machen, daß er sie abgeschickt hat

Nope.

Warum verschicken dann Anwälte wichtige Post per Einwurfeinschreiben und vorab per Fax? Warum raten die Verbraucherzentralen zur Benutzung von Einwurfeinschreiben? Warum raten beide bei hohen Geldwerten immer zur förmlichen Zustellung durch den Gerichtsvollzieher?

vielleicht gibt er dann Ruh

Was soll er denn sonst machen, seine Ansprüche sind dann befriedigt...

@NicoleR2014

Also darf der Verkäufer aber nicht 2 Mahnungen aufführen, die ich nie erhalten habe?

Wenn der Verkäufer diesbezüglich lügt, wäre das streng genommen sogar Betrug.

Ob das nun Vorkasse ist oder nicht, ist herzlich egal. Die Zahlung war möglich und nur weil der Händler es nicht gebacken bekommen hat, musst du noch lange nicht irgendwelche herbei fantasierten Gebühren zahlen.

Deine Zahlung war eine Bringschuld

Das ist Quatsch. Lies mal das BGB hinsichtlich "Annahmeverzugs" durch. Wenn Kreditkartenzahlung vereinbart war und der Händler trotz ausreichender Deckung das nicht hinbekommt, ist es sein Problem, nicht das des Kunden.

Vielen Dank für eure Antworten, leider ist die Kommunikation mit dem Händler nicht möglich geschweige denn die Überweisung für das Gerät an ihn. Da dieser mit seinen Kunden wohl nichts zu tun haben möchte und man nirgends Kontodaten findet. Habe nun aber nach langem Suchen ein paar Leidensgenoßen gefunden, welche genau das selbe Problem haben wie ich. Was bedeutet, dass dies Masche zu sein scheint vom Händler. 

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