Mahnung Auswirkung auf Verjährung

5 Antworten

Ein gerichtlicher Mahnbescheid gilt als zugestellt wenn er im Machtbereich des Empfängers ankommt. Heißt also wenn er dem Empfänger übergeben wird bzw. wenn dieser nicht anzutreffen ist oder die Annahme verweigert, wird der MB in den Briefkasten eingeworfen. Ab da beginnt die 14 Tage Frist zu laufen.

Auch von da an ist die Verjährung für 6 Monate unterbrochen. Gleiches gilt für die Zustellung einer Klageschrift.

Als zugestellt gilt die Sendung, wenn sie ausgehändigt oder im Hausbriefkasten hinterlegt ist. Das wird vom Zusteller dann entsprechend vermerkt und dem Absender mitgeteilt.Die Verjährung beginnt nur dann, wenn der Gläubiger nach Rechnungslegung überhaupt nichts unternimmt, um an seine Forderung zu kommen. Jede Maßnahme, die er zur Durchsetzung seiner Forderung einleitet, hemmt die Verjährung. Wird sie gerichtlich geltend gemacht, wird sie letztlich auch durch Zwangsmaßnahmen realisiert.

  • Mahnungen des Gläubigers
  • Schreiben eines Inkassobüros
  • Schreiben eines Anwalts

haben KEINEN Einfluss auf die Verjährung. Weder unterbrechen, noch hemmen, noch setzen sie diese zurück.

Die Mahnung beeinflusst nur dann die Verjährung, wenn du sie anerkennst, indem du um Zahlungsaufschub bittest. Dem Mahnbescheid musst du widersprechen, sonst kommt der Vollstreckungsbescheid.

Ein gerichtlicher Mahnbescheid wird durch den Gerichtsvollzieher ( der ggf. die Post beauftragen kann) zugestellt. Ansonsten kann man natürlich ein Schreiben ( also eine kaufmännische Mahnung ) auch per förmlicher Zustellung zustellen lassen, das ist aber eher unüblich, da es nix bringt. Eine kaufmännische Mahnung hemmt die Verjährung nur, wenn es zu Verhandlungen zwischen Schuldner und Gläubiger kommt.

Was versteht man unter der Zustellung?

Einwurf in den Briefkasten des Gläubigers.

Wie sieht es bei einer gerichtlichen Mahnung aus? Ist das das gleiche, oder fängt die Verjährung dann neu an zu laufen (wegen gerichtlicher Vollstreckungshandlung).

Einen gerichtlichen Mahnbescheid kann innerhalb von 2 Wochen widersprochen werden. Wird dem Mahnbescheid nicht widersprochen, so ergibt sich damit ein Titel, der 30 Jahre lang vollstreckt werden kann. Der Schuldner kann aber widersprechen. In diesen Fall geht das Verfahren in ein gerichtliches über.

Ah, dann wird durch die Mahnung die Verjährung nur gehemmt. Wird der Mahnung nicht widersprochen kommt es dann zur Vollstreckung und zum Neubeginn der Verjährung. Liege ich damit richtig? Und das ganze gilt ja nur bei gerichtlicher/behördlicher Mahnung, also nicht bei einer kaufmännischen Mahnung.

Eine simple Mahnung hat keinen Einfluss auf die Verjährung. Sie ist in dem Fall gegenstandslos.

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