Mahnkosten / Inkassokosten

5 Antworten

Am allerbesten nimmst Du Dir noch einen Rechtsanwalt dann wird es noch teurer... Sorry, offensichtlich wolltest Du besonders schlau sein und hast gerade das Gegenteil erreicht, gehe einfach mal davon aus, je länger dass Du das noch in die Länge ziehst, desto teurer wird es... Bezahle endlich die geforderten 194,77 und beim nächsten Mal vielleicht auch gleich die Rechnung... Dein Lieferant hat ein Inkassobüro bzw. einen RA eingeschaltet, die Kosten trägst Du, liegt ja auf der Hand...

Du kannst so Mahnkosten / Inkassokosten vermeiden in dem du deine Rechnungen rechtzeitig bezahlst. Das ist keine Abzocke sondern du hast die Kosten verursacht. Zusätzlich bekommst du noch einen Schufa Eintrag weil du nicht pünktlich bezahlst. Du wirst es merken wenn du wieder einen Handy Vertrag abschließen willst und das abgelehnt wird.

Zusätzlich bekommst du noch einen Schufa Eintrag weil du nicht pünktlich bezahlst.

Nur wenn er damit einverstanden ist und der Datenweitergabe nicht widerspricht. Ansonsten bedarf es eines Schuldtitels um Forderungen eintragen zu lassen.

Es ist mir klar das ich mit Mehrkosten zu rechnen habe. Nur kommen Sie mir emenz hoch vor.

Es werden lt TE Posting keine Inkassokosten eingefordert

Es sind die Gebühren eines rechtsanwaltes

Das ist keine Abzocke sondern du hast die Kosten verursacht.

In dem Fall aufgrund der Gebührenhöhe ist das aber durchaus Abzocke.

Also. Zunächst einmal bist du in Verzug. Das, was nun gefordert wird, gehört zu den Verzugsschäden. Was darf regelmäßig gefordert werden?

  1. Die Hauptforderung selbst (33,93€), logisch
  2. Zinsen 5% über Basiszins ab Verzug (www.basiszins.de/zinsrechner)
  3. Mahngebühren (Maximal 2€ je Mahnbrief)
  4. Ggf. Rücklastschriftgebühren (maximal 5€), wenn es zu einer Rücklastschrift kam
  5. Ggf. Adressauskunft u.ä. (wenn es notwendig war, man also zwischenzeitlich umgezogen war)
  6. Ggf. RVG-Kosten für Anwalt ODER Inkassobüro (beides zusammen definitiv nicht).

bei Inkassobüros scheiden sich die Geister, auch bei Anwälten. Die Frage ist immer, wie groß der Händler ist, ob es für ihn überhaupt notwendig war, Inkassobüro oder Rechtsanwalt zu beauftragen und ob das zielführend war.

Es hilft wenig, hier zu diskutieren, denn Rechtsanwaltsgebühren sind im Gegensatz zu Inkassogebühren durchaus nach Meinung vieler Gerichte erstattungsfähig. Die Gebühren, die genannt wurden zwischendrin (70,20€) sind auch zumindest begründbar nach dem RVG. Ob sie gerechtfertigt sind, steht auf einem anderen Blatt. Wenn du nicht lange diskutieren willst, überweist du die 33,93€ samt Zinsen und ggf. 2€ Briefporto, sowie die 70,20€ direkt an den Gläubiger. Verwendungszweck "Hauptforderung + Briefporto + Zinsen + Anwaltsgebühr". Danach schweigst du, ggf. noch ein "Ich weise die Forderung vollumfänglich zurück, ich untersage die Speicherung meiner personenbezogenen Daten und die Meldung an Auskunfteien. Bei weiteren Drohbriefen erstatte ich Strafanzeige."

Daraus 190€ zu machen ist nicht nur hoffnungslos überzogen, da könnte man auch über Beschwerden beim fürn Inkasso zuständigen Aufsichtsgericht und bei der für den Anwalt zuständigen Anwaltskammer nachdenken wegen vorsätzlicher Verstöße gegen das RVG.

Wenn du diskutieren willst, verlange eine Original-Vollmacht, dass der Anwalt vom Gläubiger beauftragt wurde, widerspreche deutlich der "verbotenen Kostendopplung aus Anwalts- und Inkassokosten". Mache deutlich, dass du wegen der Falschaussage, dass du bei einem Mahnbescheid weitere 54€ Anwaltskosten bezahlen müsstest, ggf. gegen sie vorgehst (das ist nämlich glatt gelogen, hier muss angerechnet werden, wodurch das deutlich sinkt). Verweise auf das Schreiben einfacher Art (0,3 Gebühr) und auch sonst darauf, dass du wegen der verbotenen Kostentreiberei deren Befähigung, Rechtsanwalt zu sein, in Frage stellst. Stell dich da aber auf einen Streit ein und darauf, dass die trotzdem versuchen werden, ihre vermeintlich gerechtfertigten gebühren einzutreiben.

Woher ich das weiß:Beruf – Mitglied AK Inkassowatch
Kann man gegen solche hohe zusätzliche Kosten angehen?

Du kannst die Kosten der Höhe nach prüfen. Das RVG gibt den Rahmen vor, was ein RA abrechnen darf für seine Tätigkeit. Dem Grunde nach fallen Rechtsanwaltsgebühren i.d.R. zum zu ersetzenden Verzugsschaden.

Grundsätzlich unterliegt ein Gläubiger immer der Schadensminderungspflicht § 254 BGB. Er muss also die Kosten für den Schuldner so gering wie möglich halten und darf sich nur wirksamer Mittel bedienen um diese zu betreiben, wenn er die Kosten erstattet verlangt haben will.

Etwas fragwürdig ist allerdings schon warum ein Rechtsanwalt mehr als einen Brief schreibt. Das gerichtliche Mahnverfahren wäre hier der kostengünstigste und effektivste Weg, oder eben die Zivilklage.

Du solltest die Hauptforderung zzgl. Mahngebühren von 2,50 € pro Mahnbrief und der Verzugszinsen an den Gläubiger bezahlen und dem RA darüber eine Kopie zukommen lassen. Schau wie er reagiert und poste noch einmal. Untersage bitte unbedingt die Weitergabe deiner Daten an die Schufa (§ 28a BDSG).

Vielen Dank für die hilfreiche Antwort. Ich wusste nicht das ich die Weiterleitung an die Schufa untersagen kann. Muss ich das schriftlich beim Gläubiger oder beim beauftragten Rechtsanwalt machen?

@Dajena

Der Rechtsanwalt ist uneingeschränkt vertretungsberechtigt und bevollmächtigt.

Dies kannst du also dem gegenüber tun.

Beachte bitte, dass ein Schufa-Eintrag gegen deinen Willen erfolgen kann, sofern die Forderung gerichtlich festgestellt wird, durch Vollstreckungsbescheid oder Urteil im Zivilverfahren. Aber soweit sind wir noch nicht.

Unverschämt ist das du dich offensichtlich bis zuletzt nicht genötigt gefühlt hast deine Rechnung zu begleichen oder eine Lösung zu finden. Lieber tot stellen und aussitzen. Genau aus so gründen sollte das Schuldnerrecht noch extrem verschärft werden.

auf solche feindlichen Antworten kann ich gerne verzichten. Das hilft mir nicht weiter

@Dajena

Beachte den nicht weiter, der macht das regelmäßig und erzählt einem vom Pferd, wie rechtens das alles doch wäre... Er betrachtet Schuldner grundsätzlich als Freiwild, die 0 Rechte haben und wenns nach ihm geht, würde bei so etwas einfach mal 500€ Gebühren und mehr draufgeschlagen. Selbst das wäre ihm nicht genug.

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Noiztra Beitragsleistender

‎Jun-26-2019 10:40 AM

Paypal Inkasso Mahnbescheid

Mein Freund hat damals per Paypal einen Kauf angeschlossen. Da das Konto nicht ausreichend gedeckt war (obwohl er Geld drauf hatte), wurde die Lastschrift zurück gezogen und zwei Tage später, wurde es immer noch versucht, was wieder nicht klappte. Wir haben das dann erst Ende des Monats erfahren, als wir die Kontoauszüge geholt haben. Von PayPal wurden wir weder schriftlich noch per E-Mail kontaktiert. In der Zeit haben wir auch schon von einem Inkasso eine Forderung bekommen plus inkassogebühren von insgesamt 76,60€ plus hauptforderung 27,58€. Die Rechnung fanden wir zu hoch und haben einen Widerspruch an das Inkasso per Post geschickt. Darauf wurde nicht eingegangen und haben so unseren Brief einfach ignoriert. Dies taten wir dann ebenfalls. Haben nun, jetzt nach 5 Monaten, einen gerichtlichen Mahnbescheid bekommen. Dort lautet die Rechnung wie folgt: hauptforderung von PayPal 27,58€ + Gerichte kosten 32,00€ Auslagen des Antragstellers für dieses Verfahren: 25,00€ + neben Forderung des Inkassos 76,60€ + Zinsen 0,25€ und laufende, vom Gericht ausgerechnet Zinsen zu Hauptforderung 1: 0,01€ . Insgesamt also 161,44€. Den gerichtlichen Mahnbescheid würden wir Widersprechen. Was kommt auf uns danach zu? Über eine schnelle Antwort würde ich mich freuen. Mit freundlichen Grüßen, M.K

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