Mahnbescheid! Muss ich Zahlen? Ich habe nie eine Rechnung erhalten!

5 Antworten

viele, viele - aber auch viele nicht ganz korrekte Antworten ;-) Doch, der Rechnungszugang und auch die Mahnung sind Voraussetzungen für den Verzug, dieser wiederum für den Verzugsschaden und um den gehts schließlich bei den ganzen Kosten. Der Richter wird sich fragen, ob es denn der allgemeinen Lebenswirklichkeit entspricht, dass Rechnungen und Mahnungen nicht ankommen. Wichtig ist hier tatsächlich, die Frist zum Widerspruch nicht zu versäumen und die Hauptforderung rechtzeitig anzuerkennen, wenn du denn das erste mal eine Rechnung in den Händen hältst (so zum Beispiel mit der Klagebegründung). Und deine Geschichte ist gar nicht so selten und ist auch gar nicht so aussichtslos. Ich hatte kürzlich einen ähnlich gelagerten Streit mit big T und den haben wir voll gewonnen, so dann am Ende nicht nur die Kosten nicht zu zahlen waren, sondern auch die Kosten auf unserer Seite zu begleichen waren. Weitere Info zur Vorgehensweise im Mahnbescheidsverfahren unter http://www.mahnbescheid.com

eko

Leg sofort Widerspruch ein, bevor diese Frist verstrichen ist. Es gibt sonst immer noch mehr Ärger. Hast Du gar nichts bekommen, keine Rechnung oder Mahnumg? Lass Dir die Unterlagen zuschicken, damit Du alles ansehen kannst.

Wenn es vorher keinen Schriftverkehr gegeben hat, dann würde ich dieses Schreiben mit Vorsicht geniessen. Lass Dich fachmännisch beraten. Widerspruchsfrist beachten!

Die müssen die Zustellung nicht beweisen.
Sind die Forderungen berechtigt (die 50 Euro)?
Wenn ja, dann zahl lieber jetzt, ansonsten ist das Risiko, das du die Gerichts- und weitere Anwaltskosten zusätzlich tragen musst ziemlich hoch.
Einmal zu nem vernünftigen Anwalt gehen und beraten lassen kostet schon mehr...
Aber das ist nur meine persönliche Meinung und kommt keiner Rechtsberatung gleich!

Das ist nur eine Erinnerung und musst nicht sofort bezahlen. Aber das könnte sehr teuer werden, mit den Mahnspesen und Gebühren.

Vorgerichtliche Inkassokosten einklagbar?

Hallo allerseits,

ich habe folgendes Problemchen: ich als Selbständiger habe neulich eine Rechnung nicht rechzeitig bezahlen können, und nach der 3. Mahnungen per eMail habe ich die Hauptforderung einschließlich der 7,50 € Mahngebühren bezalt. Zeitgleich hat sich ein Inkassobüro bei mir gemeldet. Nicht schön, aber so etwas passiert. Die Hauptforderung betrug 67 €, angebliche Mahnkosten des Auftraggebers (bei vollautomatisiert versendeten eMail-Mahnungen) nun 20 €, Inkassokosten gut 70 €.

Da Inkassokosten in der ständigen Rechtsprechnung nicht anerkannt werden (Schadensminderungspflicht des Gläubigers), habe diese dann auch nicht mehr bezahlt.

Hier ein paar Gerichtsurteile dazu: http://alt.forum-schuldnerberatung.de/forumneu/archive/index.php/t-53663.html?s=e8d981aacba0b3fffb5fcbf9e87e13d4

Ich hatte vor Jahren einen ähnlichen Fall, da hatte das Inkassobüro dann auch recht bald aufgegeben.

Heute habe ich jedoch einen Brief eines (mit dem Inkassobüro verbundenen) RA erhalten. Das hat mich dann doch etwas erstaunt. Er fordert neben den vorgerichtlichen Inkassokosten nun auch seine Geschäftsgebühr und Auslagen. In der Summe sind wir jetzt bei 153 €.

Ich habe eigentlich keine große Lust, meinen Anwalt mit diesem Blödsinn zu behelligen. Die 153 € möchte ich natürlich auch nicht zahlen. Ich könnte mir vorstellen, die Differenz zu den 20 € angeblichen Mahnkosten noch zu bezahlen und es dann darauf ankommen zu lassen.

Es wäre nicht das erste Mal, daß ich mich vor Gericht selbst vertreten hätte. Aber besonders scharf bin ich da natürlich auch nicht drauf, zumal der Gerichtsstand laut AGB sicherlich beim Gläubiger wäre.

Wie sind Eure Erfahrungen? Wie reagieren Gerichte und Inkassodunstkreis bei "Vollkaufleuten"? Gibt's da Unterschiede? Mahnbescheid wär ja nicht das Problem - dem würde ich widersprechen. Aber eine Klage wegen vorgerichtlicher Inkassogebühren? Ist das wahrscheinlich? Bluffen die? Was meint Ihr?

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