Macht es Sinn,mit 47 noch eine Ausbildung über die Arbeitsagentur zu machen?

5 Antworten

Es gab mal eine Zeit, wo der Rehabereich noch anders gehandelt wurde. Da wurden Menschen mit Handicap noch besser gefördert.

Ich würde an deiner Stelle mit dem zuständigen Sachbearbeiter reden. Frage ihn, ob ihm bewusst ist, dass deine körperlichen Beschwerden mit einer Ausbildung nicht verschwinden. Wenn sie eine Ausbildung für dich im Sinn haben, sollte es eine dir angepasste Ausbildung sein. Und du möchtest auch Unterstützung für die Jobsuche.

Auf eine Ausbildung, nur um dich für zwei Jahre los zu sein, würde ich mich nicht einlassen. Eine Ausbildung, gerade im Rehabereich, sollte auch zielführend sein.

Es gab mal Behindertenwerkstätten. Aber viele sind der Einsparerei zum Opfer gefallen. Frage trotzdem mal nach.

Mach die Ausbildung nur, wenn es Dir Spaß machen würde, also wenn es Deine Freude vermehren würde.

Du sagst ja selbst: schwer krank, mehrere Vermittlungshemmnisse, möchtest nur eine leichte Helfertätigkeit, die Du ja im Moment nicht hast.

Hast Du keine Lust zur Ausbildung, und zwingen kann man Dich ja auch nicht (mangels Sanktionsmöglichkeit), lass es. - Ist Dir Dein Leben langweilig, und Du hättest gerne neue Erfahrungen in Deinem Leben, mach Dir die Freude.

Aber wer weiß - vielleicht machst Du die Ausbildung, und Du kriegst dadurch doch eine neue Arbeit.

Dass Du vom Jobcenter eine passgenaue Arbeit vermittelt bekommst, ist vergleichbar mit einem Lottogewinn.

Was sollen das für "leichte Helfertätigkeiten" sein? Träumst Du?

Je unqualifizierter Arbeit ist, um so härter die Bedingungen und so mieser die Behandlung. Das ist doch allgemein bekannt, nur Dir nicht?

Wenn Du schon abwägen willst, dann sieh den Dingen in' Auge:

Entweder machst Du diese Weiterbildung und hast danach vielleicht 1 Prozent Aussicht auf Arbeit.

Oder Du lässt sie bleiben und hast dann nach wie vor 0,0000001 Prozent Aussicht. Und dann ist die Schlussfolgerung: Du richtest Dich für die letzten 16 Jahre bis zur Frühverrentung auf ein Leben in Sozialleistungen ein, weil Du weisst, dass es keine Arbeit mehr geben wird.

Aber die "Alternativen" Qualifizierung oder "leichte Helfertätigkeit" ist eine Kinder-Träumerei.

DH!

Es ist schwer dir einen Rat zu geben, da es chronische Krankheiten gibt, wo man dennoch arbeiten kann. Ich kenne einen, der hat mit ca 50 auch noch eine gute Ausbildung begonnen und mit einer Belobigung abgeschlossen, obwohl er chronisch krank ist.. Er hat nach dieser Ausbildung gleich eine Arbeit bekommen. lg

Die Sache ist halt die ,daß ich mehrere chronische Erkrankungen habe, anerkannte Schwerbehinderung mit GdB 90 + G ,unbefristet und das Jobcenter,bei dem ich vor der Erbschaft gemeldet war,sagte selbst,daß ich unvermittelbar bin,eben aufgrund der Erkrankungen...! Klar,eine einfache Tätigkeit könnte ich mM nach machen,nur wer nimmt jemanden wie mich,bei dem er nicht weiß,ob er nächste Woche arbeiten kommt..oder morgen...!

@salvatorXII

Dann würde ich es auch lassen...lg

@KaeteK

Tja,das ist halt leichter gesagt,als getan...! ;-) Danke

ICH würde die Ausbildung definitiv nicht machen.

Erstens: Wer nimmt Dich als Berufsanfänger mit 50 Jahren ohne praktische Kenntnisse?

Zweitens: Heutzutage ist man ja schon mit 35 Jahren zu alt für den Arbeitsmarkt - habe ich selbst erleben müssen.

Ich persönlich kenne zwei Fälle aus meiner nähren Umgebung, die mit 50 nochmal richtig durchgestatet sind. Beide haben einen gut bezahlten Job und bessern damit ihre Rente auf. Es kann also auch anders laufen..lg

@KaeteK

Dann hatten sie Glück.

Ich kenne hier niemandem, bei dem das so lief.

Ich sehe es ja auch so,daß mich niemand nehmen wird. Ich hatte gehofft,daß man mich an den Integrationsfachdienst für Behinderte vermitteln könnte,da ich eine anerkannte Schwerbehinderung GdB 90 + G habe,nur das lehnt man ab. Und andererseits sehe ich es ja auch so,daß wenn ich über die Arge eine Ausbildung mache,habe ich im Vergleich zu anderen keine wirklich praktische Erfahrung. Klar,ich hätte dann eine Ausbildung,nur was nutzt sie mir...!

@salvatorXII

Ich habe selbst 3 Weiterbildungen gemacht (die ich mir allerdings selbst ausgesucht habe, weil ich sie wollte) - hat nichts gebracht. Ebenso nutzlos waren 2 ABM.

Außerdem war ich bei 50+ - KEINER hat aus diesem Kurs eine Arbeit gefunden.

Dass Du allerdings dahin

Integrationsfachdienst für Behinderte

nicht vermittelt wirst, verstehe ich nicht.

Als ich kurzzeitig bei der Abteilung für Schwerbehinderte war, wurde ich dahin vermittelt - hat allerdings auch nichts gebracht. Es hieß immer nur: "Wir melden uns, wenn was da ist". Das ging 2 Jahre lang so. Hab natürlich immer wieder angerufen - aber letztendlich aufgegeben.

@beangato

Ich hatte im Herbst einen Antrag auf Wiedereingliederung gestellt. Der Amtsarzt von der Arbeitsagentur bescheinigte ,daß ich vollschichtig arbeitsfähig wäre,er könne nicht anders entscheiden,ansonsten wäre ich nicht rehafähig...!  Es gab zwar zig Einschränkungen ,aber gut. Nun trat genau in diese Situation eine schwere  Krebserkrankung mit absehbarer Todesfolge meiner Mutter,welche ich dann pflegte. In einem Gespräch mit dem zuständigen Rehaberater teilte ich diesem die Umstände mit und der Rehaantrag wurde abgelehnt. Allerdings sagte er mir,ich könne nach dem Tod der Mutter erneut einen Antrag stellen,im Moment mache eine Reha im Hinblick auf die persönliche Situation allerdings auch keinen Sinn. Andererseits hatte er zwar eine spätere ,mögliche Ausbildung angesprochen allerdings auch dazu bemerkt,daß ich vermutlich aufgrund krankheitsbedingter Ausfälle und Fehlzeiten ohnehin nicht zu der Prüfung zugelassen würde...! Es gibt ja Stellen für Leute wie mich...! Meine Schwester arbeitet in der Verwaltung. Dort haben sie jemanden,wie mich,bei dem es eigentl. egal ist,ob er kommt oder nicht...! Wenn er krank ist,gut,dann ist er eben krank. Eine andere Schwester von mit arbeitet als Köchin : Gleiche Situation: Jemand mit anerkannter Schwerbehinderung arbeitet als Küchenhilfe...wenn er kommt ist gut,wenn nicht,machen sie die Arbeit dessen eben selbst.

@salvatorXII

Ist schon schlimm heutzutage.

Lass trotzdem den Kopf nicht hängen :)

@salvatorXII

Das ist klar, die Firmen die Behinderte nehmen werden fast bis zur Gänze vom Arbeistamt gesponsert. Darum ist es auch egal, ob er zuhause bleibt oder nicht. Niemand schenkt einem was.

@rosale

Es ging bei meiner Frage nicht darum ,ob es egal ist ,daß ich ggfs. zuhause bleibe oder nicht,sondern ob es Sinn macht,in meinem Alter und den bestehenden Vermittlungshemmnissen eine Ausbildung zu machen...! Vielleicht kannst Du -rosale- dir nicht vorstellen,daß manche auch gerne arbeiten möchten,trotz Krankheit und sozialer Hängematte...!

@salvatorXII

Doch, kann ich mir schon vorstellen, ich bin auch nur auf deinen vorigen Kommentar eingegangen.

Zitat:

" Jemand mit anerkannter Schwerbehinderung arbeitet als Küchenhilfe...wenn er kommt ist gut,wenn nicht,machen sie die Arbeit dessen eben selbst."

Die Antwort auf deine Frage steht weiter oben.

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