Macht die Rürup-Rente als Altersvorsorge überhaupt Sinn?

5 Antworten

Hallo beijing08,

gut, dass du dir Gedanken um eine private Altersvorsorge machst, denn sie ist ein wichtiger Bestandteil, um die Versorgungslücke im Alter zu schließen.

Um die private Altersvorsorge als Geldanlage für das Alter zu nutzen, gibt eseine Vielzahl von Produkten, die dafür in Frage kommen, wie zum Beispiel dieRürup-Rente. Die Basis- bzw. Rürup-Rente ist besonders fürSelbstständige und Freiberufler eine interessante Form der Altersvorsorge, dadiese Personen nicht in die deutsche Rentenversicherung Bund oder einegleichgestellte Rentenversicherung (z.B. Versorgungswerk) einzahlen. FürGutverdiener ist die Rürup-Rente ebenfalls eine gut geeignete Altersvorsorge,da die Deutsche Rentenversicherung Bund das Einkommen oberhalb derBeitragsbemessungsgrenze nicht mehr bei der Berechnung der Rentenansprücheberücksichtigt. Aber auch für rentennahe Jahrgänge ist die Rürup-Rente einelohnenswerte Anlage. Der Steuervorteil, auf den du Rahmen deinerEinkommensteuererklärung Anspruch besteht, ist meist höher als die Steuer, dieauf die Rentenzahlung im Alter berechnet wird.

Durch die staatliche Förderung wird die private Vorsorge wie die Rürup-Rentefürs Alter sehr sinnvoll. Im Jahr 2017 können fürBasisrenten bis zu 23.362 Euro (für Alleinstehende) bzw. 46.724 Euro (fürzusammenveranlagte Ehegatten oder eingetragene Lebenspartner) der eingezahltenBeiträge steuerlich geltend gemacht werden.

Ab Vollendung des 62. Lebensjahres (bei Vertragsabschluss vor 2012: Alter 60)kann die Rürup-Rente ausschließlich als lebenslange, monatliche Renteausgezahlt werden. Die Rente wird dann genauso wie die Rente aus der DeutschenRentenversicherung versteuert. Der Besteuerungsanteil der Rente richtet sichnach dem Jahr des Rentenbeginns. In 2017 zum Beispiel beträgt derBesteuerungsanteil 74 Prozent, die gezahlten Beiträge werden im Vergleich dazuaber mit 84 Prozent steuerlich gefördert. Daher ergeben sich großzügigereSteuervorteile auf die gezahlten Beiträge, als auf die Besteuerung der Rente.

Zusätzlich kann eine Berufsunfähigkeitsvorsorge bzw. eineHinterbliebenenvorsorge mit abgeschlossen werden. So können Sie heute schoneine Rente in ihrem Todesfall, für versorgungsberechtigte Personen festlegen.

Wie lange du die Renten beziehen musst, um deine eingezahlten Beiträge zurückzuerhalten, ist von mehreren Faktoren abhängig, wie z.B.

- durchschnittliche Lebenserwartung
- erwirtschaftete Erträge
- angefallene Kosten im Vertrag

Da es eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt im Rahmen eines Versicherungsvertrages das Einkommen im Alter zu sichern, würde ich dir empfehlen einen Termin mit einem Fachmann wahrzunehmen. Pauschal ist es sehr schwer eine Aussage über das für dich richtige Produkt zu treffen, denn jeder hat andere Vorstellungen und Bedürfnisse. In einem persönlichen Gespräch kannst du dem Berater mitteilen, was dir wichtig ist. Der Berater kann zusammen mit dir, dass für dich passende Produkt finden.

Ich hoffe meine Informationen helfen Dir weiter

Viele Grüße, Christina vom Allianz hilft Team.

Natürlich macht eine Vorsorge Sinn. Ob Rürup oder Bausparvertrag ist halt personenabhängig. Wenn Du davon ausgehst im Alter noch unter der Armutsgrenze mit der Privatvorsorge zu fallen solltest Du natürlich in Sachwerte investieren. Dann brauchst Du zum Grundbedarf wenigstens keine Miete zu zahlen.

Wie immer in der Altersvorsorge muß der Einzelfall genau geprüft werden. Rürup kann interessant sein für Alle mit einer hohen Steuerbelastung und die vor 2040 die (Alters) rente beziehen, da dann die Steuerersparnis in der Ansparphase die Steuerlast bei Rentebezug übersteigt. Außerdem ist Rürup insolvenz- und HartzIV-sicher. Ist eine Familie mit Kindern abzusicher, man auch andere Vorsorge-Bausteine prüfen.

Für vor allem Selbstständige lohnt die Rürup Rente,denke ich. http://www.rueruprentetest.com/

So wie ich das Modell erklärt bekommen habe, ist es bei einer relativ hohen Steuerbelastung schon sinnvoll, wegen dem Sonderausgabenabzug. Dazu kommt die Sicherheit durch den Pfändungsschutz. Die mir bekannten Produkte sind aber nicht so attrakiv, wie dein Test ja auch gezeigt hat.
Was häufig vergessen wird: Die Rentenzahlungen müssen später versteuert werden. Was man sich da ausrechnet ist nicht unbedingt das, was einem dann auch zur Verfügung steht.

Rürup Rente für junge Menschen lohnenswert um PKV zu sichern?

Um die evtl. hohen Kosten der PKV im Alter abzufedern hat mir der Berater der PKV den Abschluss einer Rürup Rente empfohlen. Auf den ersten BLick schien mir das vernünftig, da ich auch kräftig Steuern sparen könne. Dafür soll ich jährlich ab sofort 1000€ einzahlen. Alter bei Ablauf 67 Jahre, Start mit 30 Jahren, garantierte monatliche lebenslange Rente 125€, unverbindliche monatliche lebenslange Rente inkl. Bonusrente 200€.

Gegeben (hypothetisch)

Alter 30 Jahre, Angestellter, Riester vorhanden, Kapitallebensversicherung vorhanden, Betriebsrente vorhanden, Einkommen zum Einstieg 70 T€

Start Rürup 2015 Renteneintritt 2047

Absetzbar mit 42% Lohnsteuer im Jahr 2015: 80%

Zu versteuern im Alter zu 80% bereits im Jahr 2020 Zu versteuern im Alter zu 100% bereits im Jahr 2040

Meine Frage: Ich kann derzeit nur 80% der Kosten zu 42% absetzen, also 33,6% effektiv absetzen. Im Alter muss ich jedoch 100% versteuern, mit unbekanntem Steuersatz, ich nehme mal 35%+ an.

Daher sehe ich den Abschluss der Rürup Rente im Moment kritisch und würde lieber bis zum Jahr 2025 warten. Ist das sinnvoll?

Zudem ist mir aufgrund der unbekannten Gebührenstruktur nicht klar, ob es sich eher lohnt in kurzer Zeit viel einzubezahlen (nur freies Kapital ab 42% Grenze) oder über einen längeren Zeitraum (also 2025) kleinere Beträge einzuzahlen. Wenn würde ich eine Fondspolice abschließen, denn über den langen Zeitraum sollten Chancen die Risiken überwiegen (die Gebührenstruktur kenne ich noch nicht).

Vielen Dank für eure Einschätzungen!

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