Machen alle Obdachlosen freiwillig einen auf Platte?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

von "lieber" kann wohl keine rede sein. ein geregeltes leben kostet viel kraft und viele obdachlose haben einfach irgendwann den halt verloren und ihnen fehlt die kraft, sich selbst zu helfen. in den notunterkünften werden die menschen oft beklaut oder es gibt gewalt und es sind einfach nicht genügend einrichtungen vorhanden. manche entscheiden sich daher eher, auf der stasse zu bleiben als in eine unterbringung zu gehen.

Danke für die Antwort.

@DollyPond

es gibt auch menschen, die aus dem Wirtschaftssystem austreten, so unabhängig wie möglich sein wollen, um es nicht zu fördern. Viele glauben eine totalitäre Kontrolle erkannt zu haben, die die Menschheit versklavt, deren Lebensweise prägt unbewusst zu handeln, was zu Krankheit (psychisch/ physisch), Gewalt, Trennung, Krieg.... usw. führt. Ein System, dass uns prägt, werden zu wollen, besitz zu erlangen... als sich grundsätzlich dem zusammenhalt zu widmen bzw. dem spirituellen wesen, das wir sind. Menschen wie diese gehen gern der frage nach, wer sie jenseitz von name und körper sind, denn irgendetwas lässt sie ja existieren. Sie möchten das korrupte Bankensystem nicht unterstützen, möchten zum nachdenken anregen, möchten unabhängig sein, von jeglicher authorität, denn jeder hat den gleichen wert, jeder trägt den gleichen seinszustand in sich, der durch materielle abhängigkeit unterdrückt und verblendet wird. mit obdachlos kann man all dies kranke, traurige verbinden, aber auch viel positives, wie reisende vagabunden, die viele menschen kennen lernen, viele orte sehen, viel erfahrung sammeln, hier und da abenteuer erleben können.

Stell dir vor, du bist reich, beliebt und hast dich an der Börse verspekuliert oder wurdest von einer Wirtschaftskrise erwischt und verlierst all dein Geld, ohne dass du was illegales gemacht hast. Nun stell dir vor, deine Frau verlässt dich, deine Kinder wollen nichts mehr mit dir zu tun haben und du merkst, dass deine Freunde dich nur deines Geldes wegen mochten. Viele nehmen den Strick, einige fangen an zu trinken oder andere Drogen zu nehmen. Du willst nicht vom Staat leben, weil du zuviel Stolz hast, brauchst aber regelmäßig Geld für deine Sucht. Du kriegst keine Arbeit mehr, weil du schon zu tief in der Sucht bist. Es ist dir egal, ob du deine Wohnung verlierst, du kannst sie ja eh nicht halten. Da bleibt nur noch die Straße. Keiner hilft dir aus deinem Loch zu kommen und somit bleibst du obdachlos und wurdest zum Penner. Alkohol und Drogen können schnell zu so etwas führen. Du lebst also freiwillig draußen, weil du eh nichts mehr hast. Du bist schon 50 und viel zu alt, um noch einmal neu anzufangen. Vielleicht ist das nicht bei allen Obdachlosen so, aber bei sehr vielen!!

Danke für dieses ausführliche Beispiel. Das es vielen Menschen genauso ergangen ist, hab ich noch nicht gehört. Daher lag das nicht so im Mittelpunkt meiner Betrachtungsweise.

Häääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääää 1.Wie soll ein Penner an Drogen kommen? 2.Wo bekommt er das geld zum kaufen her? 3.Wie kann er sich einen strick leisten? 4.Wie soll der sich alkohol kaufen können?

Hast Du keinen festen Wohnsitz, hast Du auch keine Anspruch auf Leistungen. Hast du keinen Anspruch auf Leistungen, bleibt Dir in Deutschland lediglich das Wandergeld (wöchentliche Auszahlung) und evtl. sogar ein eingeschränktes Aufenthaltsrecht innerhalb einer Stadt. Und das, was an Unterkunft vermittelt wird/werden kann, würde ich als Obdachloser dann auch eher nicht annehmen, sondern dann "lieber" weiterziehen.

Denke, da hat jeder eine andere Geschichte zu erzählen. Wenn's Dich interssiert, dann frag doch mal 'n paar Obdachlose.

Wenn der Alkohol mit im Spiel ist wird der Rückweg immer seltener / Miete versaufen / oder Drogenabhängig.

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