Lücke Lebenslauf Arbeitszeugnis selbst schreiben?

5 Antworten

So etwas ist eine Urkundenfälschung und im Prinzip auch Betrug, denn du versuchst einen Job mit falschen Tatsachen zu erschleichen...Besser wäre es bei der Wahrheit zu bleiben. Z.B. 'die nicht aufgeführten Zeiten dienten der aktiven Arbeitssuche.'

Somit würdest du aufzeigen, dass du dich in der Zwischenzeit um Arbeit bemüht hast und nicht nur faul auf der Couch gelegen hast.

Gruß

Urkundenfälschung und ein Grund für eine fristlose Kündigung, wenn es rauskommt. Lohnt sich also nicht.

Lücken und Umwege im Lebenslauf sind heutzutage auch oft nicht mehr das riesige Drama. Was hast du in dieser Zeit gemacht, wie kam es dazu, womit hast du dich in dieser Zeit beschäftigt? Das kann man nett umschreiben. Und genau das ist der "Trick" beim Umgang mit Lücken im Lebenslauf, keine gefälschten Zeugnisse...

Hallo  MaximilianLange,

hier sprechen wir über den Straftatbestand der Urkundenfälschung

§ 267
Urkundenfälschung
(1) Wer zur Täuschung im Rechtsverkehr eine unechte Urkunde herstellt, eine echte Urkunde verfälscht oder eine unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.
(3) ...

Eine Urkundenfälschung wird demnach unter Anderem dann begangen, wenn eine unechte Urkunde erstellt wird.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Das ist eindeutig Betrug und würde sogar Jahre später noch dazu führen, dass ein Arbeitsverhältnis wegen "Vertrauensbruch" gekündigt werden kann.

Nein, Betrug oder Urkundenfälschung kann es nach STGB 267 zu 100% nicht sein.

Ich fälsche nichts. Es ist eine Urkunde welche ich selbst erstellt habe und nicht von einem ,,Orginal“ kopiere und daran Sachen ändere etc.

Es ist eine selbsterstellte gültige Urkunde.

Es ist eher die Frage, ob dieses mit einem anderen STGB-Gesetz ,,kollidiert“.

Aber da die Antwort falsch ist, warte ich lieber noch auf jemanden der wirklich etwas weiß und den Zusammenhang dazu sieht.

@MaximilianLange

Es ist eine selbsterstellte gültige Urkunde.

__________________

somit fällt sie auch unter das Gesetz der Urkundenfälschung weil du eine erstellt hast mit falschen Informationen

@MaximilianLange

Ich sprach auch nicht vom Strafgesetz.

Einem Arbeitgeber reicht der Vertrauensbruch.

@newcomer

Tathandlung

Herstellen einer unechten Urkunde

Eine Urkunde ist unecht, wenn derjenige, der als ihr Aussteller erscheint, die Erklärung nicht abgegeben hat.

Bei Handeln unter fremden Namen ist die Urkunde unecht, wenn der Handelnde vom Namensträger nicht ermächtigt ist.

Handeln unter Falschnamen:

Nach der Rechtspr. ist die Urkunde trotzdem echt, wenn der Hersteller sie im Moment der Herstellung gegen sich gelten lassen will und der Adressat kein Interesse daran hat, ihn unter seinem richtigen Namen zu kennen.

Tathandlung

Verfälschung einer echten Urkunde

Wer unbefugt den Inhalt einer Urkunde ändert, verfälscht sie und stellt dadurch eine unechte Urkunde her.

Urkundenfälschung durch den Aussteller ist nach der Rspr. gegeben, wenn:

als Beweismittel zu benutzen, § 274 StGB.

• Nach einer Gegenansicht in der Lit. ist das eine Urkundenunterdrückung und nur bei Nachteilszufügungsabsicht nach § 274 strafbar.

@MaximilianLange

Wenn du dir unter falschen Voraussetzungen eine Anstellung erschleichst, ist die Nachteilszufügungsabsicht ja sogar verwirklicht.

@DerHans

Das wäre StGB 274, nach diesem Gesetz dürfte die Urkunde mir überhaupt nicht oder nicht ausschließlich mir gehören.

Da diese selbst erstellt ist, gehört diese mir komplett und der Paragraph trifft nicht zu.

Der Paragraph, welchen ich meine in dem Text oben ist der Paragraph StGB 263 ABS. 1 ,, Täuschung“ .

Dies ist der einzige Paragraph welcher mich unschlüssig macht. Urkundenfälschung etc. liegen definitiv nicht vor.

Aber lege den Sachverhalt am besten in einem Anwalt vor und poste dessen Ergebnis hier rein.

Gruß :)

@MaximilianLange

Arglistige Täuschung um damit Vorteile für sich zu erreichen

@newcomer

Die Täuschung kann durch positives Tun oder Unterlassen begangen werden. Die Täuschung wird durch aktives Tun begangen, indem dem Erklärenden falsche Tatsachen vorgespiegelt werden oder Tatsachen entstellt werden. Dies kann durch ausdrückliche oder schlüssige Erklärungen geschehen. Dagegen sind abzugrenzen die Fälle, in denen die Täuschung durch Unterlassung vollzogen wird.

Urkundenfälschung und fristlose Kündigung.

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