Lohnverzicht oder Kündigung?

5 Antworten

Ich denke auch, dass Du Dich auf diese Erpressung nicht einlassen solltest: Wenn es der Firma tatsächlich so schlecht geht, wird auch kein individueller Lohnverzicht die Arbeitsplätze sichern. Und wenn's dann schief geht, geht man mit geringeren Ansprüchen aufs Arbeitsamt. Wenn Du und Deine Kollegen die Lohnkürzung verweigern - was euer gutes Recht ist, schließlich habt Ihr Arbeitsverträge abgeschlossen - kann der Arbeitgeber die Löhne nicht einseitig kürzen (wenn er es doch tut, kann man den Lohn beim Arbeitsgericht einklagen). Wenn er Insolvenz anmeldet, gibt es zunächst mal Insolvenzgeld vom Arbeitsamt. Möglicherweise ergeben sich ja aus dem Insolvenzverfahren neue Perspektiven - etwa wenn ein neuer Investor einsteigt oder der Betrieb verkauft wird. Wenn der Arbeitgeber tatsächlich betriebsbedingte Kündigungen ausspricht, kann sich jeder Betroffene mit einer Kündigungsschutzklage wehren. Der Arbeitgeber muss bei solchen Kündigungen eine Auswahl nach sozialen Kriterien treffen und kann nicht einfach diejenigen kündigen, deren Nasen ihm nicht passen, oder die die Lohnkürzung verweigert haben. Auf jeden Fall würde ich aber empfehlen, sich an die zuständige Gewerkschaft zu wenden. Die berät ihre Mitglieder und kann bei allen rechtlichen Fragen behilflich sein. Gut wäre es auch in einer solchen Situation einen Betriebsrat zu haben, bzw. wenn es keinen gibt, endlich einen zu wählen! Auch dabei hilft die Gewerkschaft.

Hier im Osten war Lohnverzicht Anfang der 90er die große Mode...natürlich alles angeblich,um die Firma am Leben zu erhalten. Endeffekt war trotzdem,daß die Firma dichtmachte und die (Ex-)Arbeitnehmer gleich 2x die A...karte gezogen hatten:Erst gabs weniger Kohle und als "Dankeschön" war der Job trotzdem weg. Ich will damit sagen: Lohnverzicht zum Wohl der Firma klingt in den meisten Fällen besser als es ist.

Auf keinen Fall würde ich mich auf Lohnverzicht einlassen! Das ist normal keine Lösung, sondern nur eine Verschleppung des Problems! Und wenn dann die Firma doch geschlossen wird, ist die Basis für ALG noch bescheidener! Einem freien Arbeitgeber steht es allerdings frei, seiner Belegschaft so ein Angebot zu machen!

Schwer zu beantworten. Auf der einen Seite wird man nicht arbeitslos, auf der anderen Seite ist weniger im Geldbeutel. Ich würde dem zustimmen, wenn es an eine Frist gebunden ist, also nicht auf Dauer. Gibt es einen Betriebsrat? MfG

Frage 1: Wie groß ist die Firma? Frage 2: Betriebsrat vorhanden? Frage 3: Wie viele Angestellte?

Bitte unbedingt beantworten! Ist nämlich von Fall zu Fall anders! Aber ein kann ich schon mal erklären: 60 % rausschmeißen, wäre eine Massenentlassung, die der AG der Arbeitsagentur melden MUSS! Und denen muss er dann Rede und Antwort stehen!

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