Lohnt sich für mich Fußbodenheizung? Wäre die sinnvoll oder nicht?

 - (Haus, bauen, Heizung)

Das Ergebnis basiert auf 7 Abstimmungen

Fußbodenheizung wäre nicht sinnvoll 57%
Fußbodenheizung lohnt sich 43%

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Fußbodenheizung wäre nicht sinnvoll

Hallo Corinna2015,

Nur den Keller mit FBH zu versehen und das nachträglich halte ich nicht für sinnvoll, weil:

  • Der vorhandene Estrich, die Dämmung und der Brenner nicht für FBH ausgelegt ist
  • die Raumhöhe zu niedrig ist / wird
  • die Antwort deines Installateurs " Ein Installateur meinte, an die vorhandene Gasbrennwerttherme könne er einen zweiten Kreislauf für die Kellerwohnung anschließen." eventuell auf einen zusätzlichen konventionellen Heizkreislauf bezogen war.

"Der vorhandene Estrich, die Dämmung und der Brenner nicht für FBH ausgelegt ist"

Was bei einem 45 Jahre alten Haus auch eher untypisch ist, kaum jemand hat damals den Keller ausreichend gedämmt.

Perimeterdämmung war irgendwas bei Science Fiction oder "haben wir noch nie gebraucht".

Danke, für die Auszeichnung und viel Erfolg beim Umbau.

Fußbodenheizung wäre nicht sinnvoll

2,10 m Raumhöhe ist schon sehr bedrückend, und ist zur Vermietung kaum geeignet. Es sei denn du findest einen intressierten Hobbit :)). Dass eine Fußbodeheizung weniger Energie benötigt glaube ich nicht. Da wären auch Infos wichtig ob eine Dämmung unter der Bodenplatte liegt, sonst heizt man auch den Erdboden mit. Denn mit 10 cm Aufbau ist kaum Dämmung eingeplant. In diesen 10 cm Leitungen für die Regenwassernutzung und die Badentlüftung zu verlegen geht denke ich nicht.

Der Raum mit der Aussentüre hat noch Abwasserrohre unter der Decke?.... dann wäre dort die Raumhöhe mit Fussbodenheizung 190 cm ?

Schimmel muss man dringend vom Gutachter überprüfen lassen. Womöglich muss man die wände von Aussen abgraben und dämmen um ein gutes Raumklima zu erreichen.

Fazit: um einen zu niedrigen und feuchten Keller zu vermieten muss man doch auch Aufwand betreiben.

Fußbodenheizung wäre nicht sinnvoll

Die Fußbodenheizung halte ich nur dann für sinnvoll, ja sogar notwendig, wenn die Energiegewinnung über eine Wärmepumpe erfolgt.

Ansonsten gibt es m.E. keine Vorteile:

Fußbodenheizungen sind im Gegensatz zu Radiatorheizungen sehr träge, und daher nicht in der Lage auf Temperaturschwankungen in Räumen, welche zum Beispiel an einem kalten Wintertag durch die tiefstehende Sonne zusätzlich aufgeheizt werden nicht adäquat reagieren.

Ein Thermostatventil schaltet bei einer Raumthermperatureinstellung von z.B. 21 °C dann den Heizkörper zurück, ja manchmal sogar ganz aus.

Eine Fußbodenheizung kann das nicht: die betroffenen Räume werden einfach nur wärmer, d.h. Fenster nötigenfalls auf.

Außerdem wird bei dieser geringen Raumhöhe das Problem nuigrößer,weil ich für die Fbh 17 cm Aufbauhöhe benbötige, wovon allein 10 cm für eine gute Wärmedämmung benötigt werden.

Als Abhilfe könnte man eine Vakuumdämmung verwenden, welche 7 cm an Höhe einspart.

Diese ist allerdings schweineteuer.

Des weiteren benötigst du eine eigene Heizkreissteuerung mit Mischer, Stellmotor und Elektronik

Die Aussage, dass mit der Fußbodenheizung die Schimmelbildung geringer ist kann in den Bereich der Märchen angesiedelt werden:

es gibt für solche Fälle nichts Besseres als Konvektion(Luftwalze bewegt sich thermodynamisch, und streicht somit an den kalten Außenwänden entlang.

Eine solche Thermodynamik ist bei der Fußbodenheizung nicht bzw. nur in einem wesentlich geringeren Ausmaß gegeben.

Nachdem im Boden ohnedies schon die Vor-,und Rücklaufleitungen liegen, kann man diese als Anspeisung zu den einzelnen Heizkörpern benutzen.

Und die Bodenschlitze sind auch wesentlich unproblematischer herzustellen, als die Neuherstellung des Fußbodens.

Der Wandschimmel kann verschiedene Ursachen haben:

1.)Undichtheit des Kellermauerwerkes.

2.)Bauphysikalisch bedingte Kondensatbildung.

Richtigerweise müssten beheizte Wohnräume bei erdberührten Wänden wärmegedämmt ausgeführt werden.

In diesem Fall müsste eine Außendämmung aufgebracht werden, will heißen freilegen des Kellermauerwerkes außen..

Ansonsten darf mit Sicherheit mit Kondensat-, und in der Folge Schimmelbildung gerechnet werden.

Wenn es sich um  eine klassische Souterrainwohnung handelt, sind in Österreich Wohnräume erlaubt, allerdings mit einer Mindestraumhöhe von 2,30m.

Bei Totalunterkellerung verboten.

Also auch die rechtlichen Belange beachten (Baugesetze, Mietvertrag).

Wenn die FB den Kellerboden mit heizt, dann ist das rausgeworfenes Geld. Ohne ausreichende Wärmedämmung ist dein Vorhaben sinnlos, auch wenn die FB an sich aufgrund der VL Temperaturen immer interessant ist.

Die Schimmelbildung ist mehr ein Problem des Sommers, wenn wärmere und damit feuchtere Luft in den Keller gelangt und aufgrund der Abkühlung der Taupunkt überschritten wird. Dann tritt Kondensation ein oder die relative Feuchte geht über die 80% Marke.

Yes!

Fußbodenheizung lohnt sich

"bisher als Keller/Abstellraum genutzt."

Oh je... Wieder mal ein Altbau. Ist der Keller trocken?

Ich gehe mal davon aus, dass eine Baugenehmigung vorliegt zur Nutzung von Wohnraum im Keller. Ansonsten sieht es versicherungstechnisch übel aus in einem Schadenfall.

Dinge über die sich die meisten keine Gedanken machen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Der Keller ist vollkommen trocken, aber an einer Wand ist etwas Schimmel.
Eine Baugenehmigung habe ich (noch) nicht beantragt.
Der Wohngebäudeversicherung wollte ich die Veränderung natürlich mitteilen, damit alles gut versichert ist.
Bei der Baugenehmigung bin ich noch hin- und hergerissen. Einerseits möchte ich (besonders als gläubiger Christ!) alles ganz korrekt machen, andererseits musste in der Nachbarschaft jeder, der mit Genehmigung an- oder ausgebaut hat, seinen Vorgarten für PKW-Stellplätze zupflastern, das finde ich gräßlich. Generell zerstört das den schönen Eindruck der Wohnsiedlung und im Speziellen liebe ich meinen Vorgarten.

@Corinna2015

Die Wohngebäudeversicherung versichert das gegen Aufpreis gerne mit, aber im Schadenfall zahlen die dir die Prämien der letzten 3 Jahre zurück und lehnen den Schaden ab.

Der Nachweis der Stellplätze ist eine Vorschrift, an denen so manche Genehmigung eines Ausbaus scheitert. Ob es dazu berechtigt zu sagen: Ich lasse es nicht genehmigen, das Risiko muss jeder für sich entscheiden.

Der Keller hat definitiv zu hohe Luftfeuchtigkeit, sonst wäre ja kein Schimmel aufgetreten.

Ich habe das öfter, dass sich erst Schimmel bildet nach dem nachträglichen Ausbau.

@pharao1961

Danke für deinen Kommentar.
Ja, ich werde ganz korrekt einen Bauantrag stellen, bei der Entscheidung hast du mir geholfen.
Was kann ich denn tun, damit nach dem Ausbau kein Schimmelproblem auftritt? Hast du Tipps für mich?

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