Lohnt sich eine Eigentumswohnung immer mehr?

Das Ergebnis basiert auf 28 Abstimmungen

Nein 36%
Teilweise ja 36%
Ja 29%

5 Antworten

Nein

Wegen der gestiegenen Preise lohnt sich das immer weniger. Es hängt aber natürlich immer vom Einzelobjekt ab. Eine wichtige Größe ist hier der Kaufpreisfaktor.

Dazu kommen sehr hohe Transaktions- bzw Kaufnebenkosten ( Makler, Grunderwerbssteuer, Grundbucheintrag,...) die durch den Kauf einfach weg sind. Diese Kosten tun dabei doppelt weh, denn sie gehen vorab vom Eigenkapital weg.

Kreditraten bleiben gleich. Mieten dagegen nicht

Auch die Zinsen können steigen. Steigende Zinsen können zur Falle werden, denn diese führen auch zu geringen Immobilienpreisen.

Dazu kommt, das man als Eigentümer natürlich auch das allgemeine Risiko trägt, z.B. Straßenausbaubeiträge, Fund von Weltkriegsmunition, ... .

Man hat etwas eigenes und kann es weitervererben, verkaufen oder vermieten

Man bindet viel Kapital. Das hat Vor- und Nachteile. Vorteile liegen hierbei vor Allem im Bereich des Sozialrechts, da angemesse selbstbewohnte Immobilie an vielen Stellen als Schonvermögen gelten.

Wenn die Abzahlraten ähnlich hoch sind wie die miete kann es sich natürlich lohnen. In vielen Städten ist das nicht der Fall und plötzlich verwandelt sich 15minuten Fahrrad weg zur Arbeit in 1ne Stunde mit dem Auto.

Auch hat Mieten den vorteil das du eben nicht gebunden bist, grade am beginn der Karriere möchte man ja eventuell noch mal die Firma wechseln um sich bessere konditionen zu holen

Teilweise ja

Die Zinsen bleiben gleich, wenn du innerhalb der Zinsbindung abbezahlen kannst. Sonst kommt es zur Neuverschuldung. Dann gelten auch neue Zinsen. Die könnten dann niedriger, gleich, mit Pech aber auch deutlich höher liegen. Dann hast du unter Umständen ein Problem. Freie Entfaltung hast du in einer Eigentumswohnung auch nur bedingt. Da redet in vielen Belangen ja die Eigentumsgemeinde mit. Außerdem sind die Preise gerade natürlich sehr hoch. Wie sie sich weiter entwickeln, wissen die Götter. Aber prinzipiell würde ich schon auch lieber kaufen und in die eigene Tasche zahlen, wenn es halt halbwegs kalkulierbar ist.

Teilweise ja

1 dafür musst fu zinsen zahlen und wenn du keinen teureren fixzins hast kann es plötzlich sein das du das 3 4fache an zinsen zahlen musst

2 du bist fix an einen ort gebunden, warscheinlich verkaufst du mit verlust, du weißt nicht was die zukunft bringt

3 es gibt auch wohnungen wo du haustiere halten kannst und in deiner wohnung musst du alle reperaturen und schädrn selbst bezahlen zb ich wphn seit august in meiner wohnung und es musste schon der kühlschrank und das rohr für die terme ausgetauscht werden und ich als mieter hab das nicht zahln brauchen

Zu 1.: Die Zinsen sind ja bereits in der monatlichen Zahlrate enthalten, d.h. sie belasten nicht mehr. (klar, die Rate besteht aus Zins und Tilgung). Bei der aktuellen Zinssituation kann man gar nichts verkehrt machen. Wir hatten unsere Anschlussfinanzierung bei unter 1% auf 15 Jahre festgemacht. Besser gehts nicht. Seitdem rauscht die Tilgung nur so.

Zu 2.: OK, wenn ein Chemiewerk nebenan eröffnet wird, könnte es passieren, dass man später mit Verlust rausgeht. Aber wenn man in eine solide Wohngegend investiert, steigt der Preis meistens. Ich weiß gar nicht, ob sich noch irgendjemand an die Bodenrichtwerte hält, die früher mal von Katasterämter verwaltet wurden oder ob die Immobilienspekulation da inzwischen vorrangiger Preistreiber ist.

Zu 3.: Logisch, Eigentum verpflichtet. Jetzt werde ich mal politisch:

Der Bürger definiert sich außer durch Gleichheit in der Freiheit auch durch Selbstständigkeit. Diese erlangt der Bürger durch zwei seiner Bürgerrechte: Bildung und Besitz. Das sind Menschenrechte. Unser Staat ist durch sein Sozialprinzip dazu verpflichtet, die Selbstständigkeit der Bürger zu fördern. Neben einem eigenen Haus oder einer eigenen Wohnung ist auch ein gesichertes Arbeitsverhältnis ein Postulat im Sinne der Selbstständigkeit.

Das habe ich aus einem Buch zu politischen Wissenschaften.

@Amtsschreck

1 man muss immer damit rechnendas die zinsen steigen und ne der betrag is nicht bis zum schluss der gleiche

2 man weiß nicht was für schäden auf einen zukommen

Man weiß nicht wann man verkauft

Man hat mehr kosten als nur den kaufpreis bei der anschaffung

So schnell steigen die preise auch nicht das man in kurzer zeit das wiederreinholt

3 nur weil eigenständigkeit besser is heißt es nicht das es klüger is ne wohnung zu kaufen als zu mieten besonders da sich gerade wieder eine imobilienblase bildet

@NillSxH

Es ist sicherlich eine Sache der persönlichen Lage, in der man sich befindet. Nicht jeder ist bereit, sich früh an eine eigene Immobilie zu binden. Manche auch gar nicht. Ist ja auch nicht schlimm. Ich wollte Deine Argumente nur dahingehend relativieren, dass beispielsweise die Zinspolitik sich nicht apprupt und sprunhaft ändert, denn das wäre der Tod einer jeden Wirtschaft. Man kann davon ausgehen, dass der Zins wenn, dann nur langsam steigt. Für eine Zinsbindungsdauer von 15 Jahren muss man im Falle eines Kredites mit bis zu 4 % kalkulieren. Dann fällt man auch nicht auf die Nase. Siehe Zinsverlauf:
https://www.der-bank-blog.de/ratgeber/leitzins-bei-null-schock-fuer-die-anleger/1128/leitzins-ezb-1999-2016/

Man muss zudem immer noch genügend Reserven einberechnen, wenn man eine Rate festlegt. Ist bei der Miete ja nicht anders. Wenn ich mir eine Wohnung nicht leisten kann, muss ich mir was günstigeres suchen. Die persönlichen Lebensumstände sind das A und O bei solchen Entscheidungen.

Man hat sicherlich mehr Kosten als nur den Kaufpreis. Es fallen zunächst noch Notar- und Maklerkosten an. Aber es gibt Menschen, die fühlen sich in den eigenen 4 Wänden sicherer als in einer Mietwohnung. Dort ist man vor Mietexplosionen ja auch nicht sicher. Der Mietendeckel war ja ein Rohrkrepierer.

Ein Immobilienkauf ist für jemand, der dort wohnen will, eine langfristige Investition. Für Spekulanten lediglich eine Wertanlage. Und letzteres zeigt, dass sich der allgemeine Immobilienwert eher nach oben entwickelt.

Wir wissen von unserem Haus, dass es in den letzten 12 Jahren (auch durch den Bau eines Klinikums in der Nähe) bereits 100.000 Euro an Wert gewonnen hat. Aber auch durch wertsteigernde Eigenleistungen, wie neue Garage, Carport, Hofpflasterung, Gartenanlage, PV-Anlage, etc. Das sind keine Luftpreise.

Und was eine Immobilienblase betrifft, kann ich Dich beruhigen. Es wird zwar drüber gesprochen und vielleicht sogar darauf spekuliert. Aber es gibt aktuell keine Anzeichen einer flächendeckenden Blase, nicht mal Coronabedingt. Allenfalls in wenigen Ballungsräumen.

https://www.drklein.de/immobilienblase.html
https://www.homeday.de/de/blog/immobilienblase/
https://www.haus.de/immobilienideen/immobilienblase-deutschland

@Amtsschreck
Bei der aktuellen Zinssituation kann man gar nichts verkehrt machen

Und ob!!! Man kann zu teuer kaufen. Wichtig hier darauf zu achten, das die Restschuld nach Ende der Zinsbindung maximal 50-60% des heutigen Wert betragen sollte. Denn man sollte für die Finanzierung mit einen Wertverlust von 30% rechnen.

@NillSxH
So schnell steigen die preise auch nicht das man in kurzer zeit das wiederreinholt

Hier machen viele den Fehler, die Preise mit der Wertentwicklung einer kongreten Immobilie zu verwechseln. Sie lassen den Wertverlust / Abschreibung der Substanz außen vor. Das heißt die Leute unterstellen einfach eine unendliche Lebensdauer ohne Instandhaltungskosten. Das ist beim Boden zwar noch ok, Gebäude muß man aber innerhalb von 50-100 Jahren abschreiben. D.h. man hat per se einen realen Wertverluste von 1-2% pro Jahr.

@ichweisnix

Gut, aber ich bezog mich nicht auf den Kaufpreis sondern auf die Zinsen.

Teilweise ja

Teilweise ja weil

  • die Finanzierung muss passen, Du solltest wenigsten 50% des Kaufpreises in Bar zahlen können, sonst fressen dich die Zinsen auf. Mehr ist natürlich besser.
  • Du musst auf das Umfeld achten, es darf kein sozialer Brennpunkt sein oder werden, sonst fallen die Preise.
  • schau Dir die Immobilie vorher an und wer dort wohnt. Ein Ü60 durchschnitt hält unter Umständen alles in einem Top Zustand aber terrorisiert dich dafür mit jeder Kleinigkeit.
  • Die Wohnung sollte über einen eigenen Stellplatz für ein PKW verfügen auch wenn es jetzt nicht wichtig ist, später wird es der Fall sein.
  • Wenn Du selbst irgendwann die Wohnung nicht mehr nutzen kannst, weil es durch Familie/Arbeit zu klein ist, dann vermiete die Wohnung! Bei einer guten Finanzierung, sollte dein Mieter über die Miete den Kredit und das Hausgeld bezahlen, so dass Du beinahe ohne Kosten da raus gehst.
  • Die Wohnung stellt für das Alter eine gute Rücklage dar, denn der Wert bleibt durch die Inflation stabil, (immer die Marktpreise vergleichen und kritisch bleiben)
  • Ich habe mehrere Bekannte, die durch Immobilien, in der Hauptsache vermietete Eigentumswohnungen in Mehrfamilienhäusern, einen guten Nebenverdienst haben. Das schlimmste ist immer die erste Wohnung, danach geht es schneller.

Du darfst es halt nie soweit treiben, dass die Kosten für den Kredit für dich monatlich eine Herausforderung werden! Da muss immer viel Luft bleiben, damit Du / deine Familie auch noch Spaß am Leben haben!

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