Lohnt es sich noch zu heiraten und eine Familie zu gründen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

wie wäre es mit gegenfragen?*G

denkst du wirklich, all die unzufriedenen menschen sind alle verheiratet oder in fester partnerschaft? gibts nicht auch unglückliche und unzufriedene singles?

die frage nach dem glück und der zufriedenheit, ist keine frage nach partnerschaft, sondern liegt ausschließlich in und an jedem einzelnen selbst. ein unglücklicher mensch wird in einer parterschaft nicht glücklicher. glück hat keine bedinungen, die man erfüllen muß.

eine gute und funktionierende partnerschaft, schafft allerdings einen punkt, an dem man sein glück mit jemandem teilen kann. ;)

ein fester partner ist keine garantie fürs glücklichsein, sondern nur ein bonus, den man hat oder nicht.

ich denke, das problem, warum so viele ehen gecshieden werden ist an einer stelle zu suchen, auf die niemand wirklich zu schauen scheint. zum einen, leben wir unseren kindern meist vor, daß es einfacher ist, sich zu trennen, anstatt an problemen zu arbeiten, da trügt der schein allerdings gewaltig, denn auch wenn man den partner ständig austauschen ma, verschwinden die ursprünglichen probleme, die zur trennung geführt haben nicht automatisch, sie tauchen meist in jeder der folgenden beziehungen mit etwas anderen symptomen wieder auf. und die zweite ursache ist wohl die falsche erwartung an eine beziehung, die uns tagtäglich im fernsehen, in der werbung, in der zeitung,..... vorgegaukelt werden.

ich bin nicht an meinen partner gebunden, ich bleibe freiwillig. ;) eine partnerschaft ist doch keine pflicht, sein leben lang beieinander zu bleiben, wer das als pflicht sieht, der betrachtet das ganze wohl von einem etwas falschen standounkt. ;) ich bleibe, weil ich bleiben möchte, umgekehrt ist es im übrigen genau der gleiche grund.

allerdings muß ich sagen, die hohe scheidungsrate liegt die es hierzulande gibt, liegt daran, daß die scheidungsrate so hoch ist. das mag sich nun bissl verwirrt anhören, aber scheint tatsächlich der grund dafür zu sein. mein männe ist kroate, kommt vom land, und dort ist die scheidungsrate in der tat um einiges niedriger, was den nebeneffekt hat, daß er das dort vorgelebte hier nachahmt, sehr wahrscheinlich mehr unbewußt, aber er tut es.

ich war auch schon mit genügend deutschen zusammen, vor ihm, eigentlich ausschließlich, und muß sagen, der grundkonsens war jener, daß die flinte schnell ins korn geworfen wird, wenn probleme auftauchen.

allerdings mußte ich mit meinem männe jemanden kennenlernen, der ähnlich tickt wie ich, der dazu bereit ist, durch dick und dünn zu gehen, der auch mit mir gemainsem nicht sonderlich rosige zeiten durchzumachen bereit ist,.....

versteh mich nun nicht falsch, es ist auch bei uns nicht immer friede freude eierkuchen, ganz im gegenteil, bei uns fliegen auch mal die fetzen, was wohl vollkommen normal ist, schließlich treffen sich hier zwei individuen mit unterschiedlichen einstellungen und meinungen und versuchen auf einen gemeinsamen nenner zu kommen. aber genau das ist es, was eine funktionierende partnerschaft ausmacht, die bereitschaft, nach nem gemeinsamen nenner zu suchen und zwar tagaus und tagein.

wenn man von seinem gegenüber allerdings erwartet, daß er zu 100% die eigenen erwatungen erfüllt, ist man leider auf dem holzweg. kein einzelner mensch kann solche erwartungen zu 100% erfüllen.

wenn man beginnt erwartungen an den anderen zu szellen, hat man schon den ersten schritt in die falsche richtung getan. ich erwarte von meinem männe nichts, er im gegenzug auch nichts von mir, allerdings sind wir beide immer bemüht, den anderen glücklich machen zu wollen, was wohl daran liegt, daß wir interesse am anderen haben. daß der andere dabei auch mal daneben greifen kann, ist vollkommen normal, schließlich kann man keine gedanken lesen, wenn aber der andere die absicht wertschätzt ist das schonmal ein richtiger schritt.

und nun stell nochmal die frage, warum du so viele unglückliche menschen siehst. ;)

die antwort auf diese frage kann nur jeder für sich selbst in sich selbst suchen und finden.

Das man das Glück in sich selbst suchen muss, mit dieser These stimme ich überein. Desweiteren interessante Sichtweise deinerseits.

Finde es allerdings schockierend, wie die Gesellschaft den Menschen begegnet, die für sich entscheiden, keine Kinder bekommen zu wollen. Da wird plötzlich mit Ignoranz und Hass den Kinderlosen begegnet.

Aber wie sagt man doch so schön: Nur der getroffene Hund bellt. Scheinbar sind die Vorzeigefamilie-Vertreter eher unglücklich mit ihrer Wahl, können sie aber nicht mehr rückgängig machen. Daher der Neid auf die Menschen, die ein ungebundenes Leben führen können?!

@FooFoo

ich weiß nicht, ob es neid ist. dieser hass und die ignoranz trifft aber nicht nur jene, die für sich beschlossen haben keine kinder zu bekommen, sondern er trifft auch jene, die zB "zu viele" kinder haben,... er trifft eigentlich all jene, die scheinbar außer der reihe tanzen. warum dem so ist, da bin ich leider überfragt, aber ich würde schon sagen, daß es sehr wahrscheinlich damit zusammenhängt, daß die wenigsten wirklich glücklich sind.

allerdings kann ich dazu noch sagen, glück hat keine bedingungen, sondern ist eine lebenseinstellung.

es hat nicht die bedingung einer funktionierenden partnerschaft, es hat nicht die bedinung einer karriere, des kinderkriegens,..... es ist da, immer, doch die meisten übersehen es.

sie streben scheinbar mit dne unterschiedlichen vorstellungen für ihre zukunft nach glück, doch was ist, wenn man das ziel erreicht hat oder auch nicht erreicht? wird sich dann das neue ziel gesteckt, welches man als bedingung fürs glück hält?

das problem ist, nur, weil man ein ziel erreicht, ändert sich noch lange nicht die eigene einstellung und schon ist man wieder dabei, sich eine neue bedinung zu suchen um endlich glücklich zu sein.

leider funktioniert das so nicht. man ist nicht mit dem eigenen haus glücklicher, als vorher, nicht mit dem neuen partner, den kindern, die man eventuell plant, dem job, den man sich wünscht,......

glücklich kann man auch sein, wenn keine bedingungen und wünsche erfüllt sind/werden. man ist nur dann glücklich, wenn man es in sich selbst sucht und findet und daran festhält. wnen man seine lebenseinstellung und sichtweise so ändert, daß man den wald trotz der ganzen bäume sieht. ;)

sehr hilfreich ist es schonmal, wenn man aufhört anderen alles recht machen zu wollen. wenn man gar nichtmehr darüber nachdenkt, was andere von einem denken mögen.

Auf jeden Fall. Diesen ganzen "ich will nie Kinder und heiraten schon gar nicht" Modequatsch, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Was macht das Leben für einen Sinn, wenn man keinen Thronerben hat. Einen Kronprinzen, der meinen Namen weiterträgt. Was wäre das für eine Verschwendung, wenn mein erstklassiges genetisches Material verloren gehen würde.

Natürlich geht es auch ohne Heirat. Dennoch, die Heirat ist nicht nur ein Akt. Man geht damit eine Verpflichtung ein. Ich denke das Problem ist, die meisten Leute heutzutage, haben einfach nur Angst etwas zu verpassen, wenn Sie sich an eine Person binden.

Dumm ist nur, das wenn man endlich merkt, das man etwas verpasst hat, "weil" man sich an niemanden gebunden hat, ist es meistens schon zu spät.

Von daher, definitiv Pro Ehe und Pro Kinder. Es gibt kein Gegenargument, von gesundheitlichen Problemen einmal abgesehen.

Woher willst Du wissen, dass Dein "Kronprinz" letztlich auch mal deinen Namen weiterträgt? Vielleicht wird er mal überzeugter Dauersingle, schwul oder nimmt den Namen seiner Frau an? Ich finde das ist auch ein sehr egoistischer Grund für eine Familiengründung...überhaupt ist Kinderkriegen irgendwie nur egoistisch motiviert. MEIN Kind, sieht aus wie ich, macht was ich will, trägt meinen Namen weiter, lässt sich von mir formen, zahlt später meine Rente, wechselt meine Windeln und kauft den schönsten Grabstein für mich. JubelFreudeHeiterkeit! Klar verpasst man etwas wenn man sich an eine Person bindet: Das Leben. Was man bekommt: die Geborgenheit, die man seit dem Elternhaus nicht mehr empfunden hat. Aber sollte es nicht unser aller Ziel sein, diese Geborgenheit in uns selbst zu suchen und nicht in einem anderen Menschen?

@FooFoo

Das findest du egoistisch? Also egoistisch sind für mich diejenigen, die auf Nachwuchs verzichten zu Gunsten Ihrer Karriere.

Man verpasst das Leben wenn man sich an eine Person bindet? Ich bitte dich, aber das kannst du nicht ernst meinen. Nach deiner Theorie basieren hunderte und tausende Jahre zwischenmenschlicher Beziehungen nur auf Egoismus und falschem Zusammengehörigkeitsgefühl. Das ist die "nach mir ist die Sintflut" Mentalität, die einem das Leben immer schwerer macht. Ich werde von meinem Kind sicher nicht die DInge verlagen, die du beschrieben hast. Von der Tatsache einmal abgesehen, das "mein" Kind, "deine" Rente ja wohl mittragen musst, weil du dich nicht beteiligen wolltest.

p.s. wenn mein Kind, dauersingle sein, schwul werden oder den Namen seiner Frau annehmen sollte, währe das völlig in Ordnung. Es geht nicht in Erster Linie um meinen Namen. Es geht um die Geschichte die hinter dem Namen steckt. Hinter unser aller Namen. Jede Familie hat eine Geschichte zu erzählen, und wer kann sich anmaßen, aus purem "egoismus", einen mühsam enstandenen Stammbaum zu fällen.

@jotewe

Klasse haha hier ist die Diskussion um den wohl stärksten Trieb entfacht (neben dem Lebenserhaltungstrieb). Das man sich fortpflanzen will ist genetisch so tief verankert, daß darauf ja die gesamte Diskussion aufbaut. Bindung, Sex, Sicherheit, Partnerschaft, Ehe ... all dies geht nur darum: Wie finde ich einen Fortpflanzungspartner? Das perverse daran sind die drei Punkte, in Ihrer Wichtigkeit aufsteigend geordnet:

  1. Akzeptanz vorgegebener Ordnungen - muss man heiraten? Muss die Frau Kinder erziehen oder besser: Ist die Erziehung durch einen Mann nicht ggf. besser?

  2. Man sucht das geringste Risiko. Der Mann will viele Partnerinnen, die Frau viel Sicherheit (als Gegenleistung für die Kinderaufzucht). Der Mann will besteigen, die Frau Bindung. Der Mann will unverbindliches, die Frau Treue. Uralte Muster.

  3. Der grosse Irrtum: Glück durch Partnerschaft, durch Ehe, durch Kinder? Nein. Wer Dinge vor Ihrer Zeit tut, der wird unglücklich sein. Alles hat seine Zeit und Glück entsteht in einem Selbst. Sich nach aussen zu orientieren ist einem Trugbild zu unterliegen. Glück wird der empfinden, der die energetischen Zusammenhänge sieht, der sich findet, der seine Zeit hat.

@waermefreund

JA! Glück kommt aus einem selbst. Da hast Du völlig Recht! Wer alleine nicht glücklich sein kann, kann auch in einer Partnerschaft nicht glücklich werden, denn diese basiert sonst nur auf gegenseitiger Abhängigkeit.

Und das der Mann besteigen will, die Frau aber nach Geborgenheit sucht...entschuldige mal aber das klingt wirklich sehr pauschalisierend. Ich als Frau habe eher die Erfahrung gemacht, dass Männer zu sehr klammern. Die wollen direkt heiraten und jeder will mindestens 2 Kinder, nen Haus am Stadtrand und einen Kombi in der Auffahrt.

Der pure Albtraum! Die absolute Hölle. Ich will nicht so enden müssen. Ich will ich bleiben und kein dummes Balg am Rockzipfel hängen haben, welches eh nur Geld kostet und mich spätestens in seiner Pubertät verachten wird.

Und zu dem Gesülze mit der Rente: Wie erbärmlich ist das denn? Bekommen wir alle nur Kinder um für das Alter vorzusorgen? Wie egoistisch kann man eigentlich sein? Was sagen denn deine Kinder dazu? Mein Beileid übrigens. Abgesehen davon: was ist mit den ganzen kriminellen Jugendlichen, den Schulabbrechern, den Arbeitslosen, den Auswanderern...umsonst produziertes Menschenmaterial oder wie? Am besten die Erzeuger dieser unproduktiven Menschen zahlen eine Strafgebühr. :p Nebenbei bemerkt treffe ich private Rentenvorsorge!

Jo mei, ob sich das Heiraten und Familie-Gründen lohnt, hängt ganz davon ab, was man vom Leben erwartet und was man bereit und fähig ist, zu investieren, um dann auch "etwas heraus zu bekommen". Ich weiß aus reicher Erfahrung, dass man wirklich nichts wesentliches versäumen kann, wenn man Kinder hat und für und mit ihnen lebt. Andere haben andere Prioritäten und Interessen, die mögen das anders sehen und wahrnehmen.

Ich schätze halt inneren Reichtum viel höher, als äußeren.

Ich glaube nicht dass es nur DIE eine Liebe gibt. Ich glaube es gibt mehrere Menschen auf der Welt für einen, die man richtig lieben kann und wenn man einen dieser Menschen gefunden hat, interessieren einen andere auch nicht mehr, meiner Meinung nach.

 Heutzutage sind viele Menschen und demnach auch ihre Beziehungen krass oberflächlich. Viele denken sich hey der hat Geld oder die sieht gut aus und wollen nur aus diesem Grund mit einer Person eine Beziehung führen (um vlt angeben zu können etc.) Außerdem leben wir in einer Wegwerfgesellschaft. Sobald Probleme auftreten, wirft man das Ding weg anstatt zu versuchen es zu reparieren (auf die Beziehung übertragen).

Wenn man jedoch einmal die Persönlichkeit eines Menschens sehr lieben gelernt hat und einen viel verbindet kann man durchaus ein ganzes Leben, glücklich, miteinander verbringen.

Ein gutes Beispiel für mich sind meine Großeltern. Sie kennen sich in und auswendig, necken sich ab und zu mal (was total süß ist) und sind einfach ein Team. Es war eine Jugendliebe und sie waren sich auch immer treu.

Früher war alles anders, stimmt... man heiratete "für die Ewigkeit". Damals waren die Voraussetzungen aber auch anders. Damals war eine Frau ohne Mann "nichts wert", unverheiratet schwanger zu werden bedeutete, aus der Gesellschaft ausgestoßen zu werden, und die Ehe wurde eher selten aus Liebe geschlossen. Das war 'ne Versorgungsgemeinschaft- die Frau besorgte den Haushalt, der Mann schaffte das Geld heran. Und Kinder wurden als Versorgung für die Zukunft angesehen, um die Eltern zu erhalten wenn sie alt geworden sind und nicht mehr arbeiten können. Und mit ein bisschen Glück kam die Liebe dann auch irgendwann mal...

Diese Voraussetzungen sind heute nicht mehr gegeben. Eine Frau kann auch ohne Mann Kinder bekommen und Karriere machen ohne schief angesehen zu werden. Was noch dazu kommt: man heiratet, wenn man so richtig toll verliebt ist... nur das erste Verliebtsein, dieses "Schmetterlinge im Bauch", verfliegt irgendwann. Wenn man dann nicht an der Beziehung weiterarbeitet und einfach nur erwartet dass alles so bleibt wie's war, dann muss das ja schon fast den Bach runtergehen... Die Liebe ist sozusagen ein Haus, an dem man täglich was machen muss damit es nicht zur Ruine wird. (Und da sind beide Seiten gefragt ;-) )

Übrigens bin ich mit meinem Mann seit 20 Jahren zusammen, und verheiratet sind wir seit bald 14 Jahren...

Was möchtest Du wissen?